So, 09:22 Uhr
27.01.2013
Nur wenige Sekunden Sicherheit
Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte wissen, ob Fahrradschlösser Langfinger wirklich abhalten können, und hat Bügel-, Ketten-, Falt- und Stahlkabelschlösser ins Labor geschickt. Dort wurde untersucht, wie lange sie der Säge, dem Bohrer sowie dem Schlag- und Schneidewerkzeug standhalten. Das Ergebnis: Bügel- und oftmals auch Kettenschlösser sind sehr robust, andere sind jedoch schnell geknackt...
Leicht zu knacken (Foto: Öko Test GmbH)
Fünf der zwölf von ÖKO-TEST untersuchten Fahrradschlösser haben die Folterkammer des Praxisprüflabors nahezu unbeeindruckt überstanden. Das waren alle drei Bügelschlösser im Test sowie zwei Kettenschlösser. Andere Testkandidaten zeigten jedoch Schwächen. Ein Faltschloss konnte beispielsweise in nur 46 Sekunden durchgesägt werden, bei zwei weiteren dauerte es etwas mehr als eine Minute.
Immerhin neun Schlösser trotzten dem Sägeblatt innerhalb eines Zeitraums von fünf Minuten. Als das Testlabor die Produkte mit einem Bolzenschneider bearbeitete, knackte es ein Stahlkabel- und ein Kettenschloss. Außerdem versuchten die Prüfer, fünf Minuten lang im Verriegelungsmechanismus der Schlösser zu bohren. Bis auf eine Ausnahme hielten hier jedoch alle Produkte stand.
Der Schwachpunkt vieler Schlösser zeigt sich beim Versuch, sie mit einer zwischen Fahrrad und Schloss geschobenen Stange aufzuknacken: Sieben Produkte hielten im Prüflabor erhöhten Anforderungen nicht stand.
Auch ist nicht jedes Schloss für Radler geeignet, die bei Wind und Wetter unterwegs sind. Um den Witterungseinfluss zu simulieren, setzten die Prüfer die Schlösser für 96 Stunden einem Salzsprühnebel aus. Dieser beschädigte die Schließfunktion zweier Kettenschlösser. Bei einem ließ sich der Schlüssel sogar nicht mehr vollständig in den Zylinder einführen.
Schlechte Ergebnisse gab es auch bei der Schadstoffprüfung: In den Kunststoffanteilen einiger Schlösser fand das Labor Phthalat-Weichmacher, die als fortpflanzungsgefährdend gelten, und phosphororganische Verbindungen, die teilweise in Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2013 gibt es seit dem 25. Januar 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.
Autor: red
Leicht zu knacken (Foto: Öko Test GmbH)
Fünf der zwölf von ÖKO-TEST untersuchten Fahrradschlösser haben die Folterkammer des Praxisprüflabors nahezu unbeeindruckt überstanden. Das waren alle drei Bügelschlösser im Test sowie zwei Kettenschlösser. Andere Testkandidaten zeigten jedoch Schwächen. Ein Faltschloss konnte beispielsweise in nur 46 Sekunden durchgesägt werden, bei zwei weiteren dauerte es etwas mehr als eine Minute. Immerhin neun Schlösser trotzten dem Sägeblatt innerhalb eines Zeitraums von fünf Minuten. Als das Testlabor die Produkte mit einem Bolzenschneider bearbeitete, knackte es ein Stahlkabel- und ein Kettenschloss. Außerdem versuchten die Prüfer, fünf Minuten lang im Verriegelungsmechanismus der Schlösser zu bohren. Bis auf eine Ausnahme hielten hier jedoch alle Produkte stand.
Der Schwachpunkt vieler Schlösser zeigt sich beim Versuch, sie mit einer zwischen Fahrrad und Schloss geschobenen Stange aufzuknacken: Sieben Produkte hielten im Prüflabor erhöhten Anforderungen nicht stand.
Auch ist nicht jedes Schloss für Radler geeignet, die bei Wind und Wetter unterwegs sind. Um den Witterungseinfluss zu simulieren, setzten die Prüfer die Schlösser für 96 Stunden einem Salzsprühnebel aus. Dieser beschädigte die Schließfunktion zweier Kettenschlösser. Bei einem ließ sich der Schlüssel sogar nicht mehr vollständig in den Zylinder einführen.
Schlechte Ergebnisse gab es auch bei der Schadstoffprüfung: In den Kunststoffanteilen einiger Schlösser fand das Labor Phthalat-Weichmacher, die als fortpflanzungsgefährdend gelten, und phosphororganische Verbindungen, die teilweise in Verdacht stehen, krebserregend zu sein.
Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2013 gibt es seit dem 25. Januar 2013 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

