Fr, 12:33 Uhr
13.02.2004
Schätze im Depot
Nordhausen (nnz). Noch vor Jahren waren Aktiendepots selbst bei Kleinsparern der Renner. Selbst in der Stadt Nordhausen wird jetzt in einem Depot aufgeräumt. Welche Werte darin lagern, das hat die nnz aus dem Rathaus erfahren.
Nicht kaufen oder verkaufen ist im städtischen Depot angesagt, sondern dokumentieren, inventarisieren und strukturieren. Mit Blick auf die Einrichtung eines stadthistorischen Museums in der "Flohburg" im Jahr 2005 sind zur Zeit die Mitarbeiter der städtischen Museen im Depot am Walkenrieder Hof aktiv. Dort lagern insgesamt rund 5000 Exponate, die zum größten Teil im früheren Meyenburg-Museum gezeigt wurden, bzw. dort lagerten.
"Vom Hohlpfennig aus der Bistumszeit bis zum Biedermeier-Schlafzimmer - bei der Sichtung und Registratur der Exponate suchen wir nach dem, was eine stadthistorische Sammlung so interessant macht - nach der kleinen Geschichte zum Ausstellungsstück, die den Bezug zur Stadtgeschichte herstellt", sagte Dr. Cornelia Klose, Leiterin des städtischen Amtes für Kultur, Soziales und Bildung. Dazu gehöre zum Beispiel die Information, wo man auf das Stück gestoßen sei oder wer es der Stadt zur Verfügung gestellt habe. Mit dem Aufbau einer Dokumentation solle vor allem auch das schnelle Auffinden der Stücke im Depot möglich gemacht werden.
Neben der Suche nach diesen Geschichten kümmern sich die Mitarbeiter auch um die inhaltliche Ordnung im Depot, sie ordnen die Abteilungen nach thematischen Gesichtspunkten. Darüber hinaus würden die technischen Voraussetzungen für die Lagerung verbessert: "Wir wollen zum Beispiel metallene Bauzäune anschaffen, an denen Bilder aufgehangen werden können", sagt die gelernte Dokumentationsassistentin Astrid Sanftleben. Auch die Lagerung der historischen Fahnen, die man auf dem Dachboden des Meyenburg-Museums gefunden habe, werde man verbessern, darüber hinaus müssten Schwerlast-Regale und Palletten-Böden angeschafft werden. Die Räume im Walkenrieder Hof seien allerdings sowohl klimatisch als auch vom Zuschnitt der Räume sehr gut für die Aufbewahrung von Museums-Gegenständen geeignet.
Die Investitionen für das Depot im Walkenrieder Hof könne das Kulturamt nicht allein meistern, sagte Amtsleiterin Dr. Cornelia Klose. "Deshalb würden wir uns über Spenden sehr freuen!" Diese müssten nicht nur finanzieller Art sein: "Es wäre eine große Hilfe, wenn uns Betriebe oder Privatleute vier Bauzaun-Felder bzw. Holz-Paletten zur Verfügung stellen könnten!" Wer Interesse habe, könne sich Amt im "Neuen Rathaus" oder telefonisch über die Nummer 696 414 melden.
Autor: nnz
Nicht kaufen oder verkaufen ist im städtischen Depot angesagt, sondern dokumentieren, inventarisieren und strukturieren. Mit Blick auf die Einrichtung eines stadthistorischen Museums in der "Flohburg" im Jahr 2005 sind zur Zeit die Mitarbeiter der städtischen Museen im Depot am Walkenrieder Hof aktiv. Dort lagern insgesamt rund 5000 Exponate, die zum größten Teil im früheren Meyenburg-Museum gezeigt wurden, bzw. dort lagerten. "Vom Hohlpfennig aus der Bistumszeit bis zum Biedermeier-Schlafzimmer - bei der Sichtung und Registratur der Exponate suchen wir nach dem, was eine stadthistorische Sammlung so interessant macht - nach der kleinen Geschichte zum Ausstellungsstück, die den Bezug zur Stadtgeschichte herstellt", sagte Dr. Cornelia Klose, Leiterin des städtischen Amtes für Kultur, Soziales und Bildung. Dazu gehöre zum Beispiel die Information, wo man auf das Stück gestoßen sei oder wer es der Stadt zur Verfügung gestellt habe. Mit dem Aufbau einer Dokumentation solle vor allem auch das schnelle Auffinden der Stücke im Depot möglich gemacht werden.
Neben der Suche nach diesen Geschichten kümmern sich die Mitarbeiter auch um die inhaltliche Ordnung im Depot, sie ordnen die Abteilungen nach thematischen Gesichtspunkten. Darüber hinaus würden die technischen Voraussetzungen für die Lagerung verbessert: "Wir wollen zum Beispiel metallene Bauzäune anschaffen, an denen Bilder aufgehangen werden können", sagt die gelernte Dokumentationsassistentin Astrid Sanftleben. Auch die Lagerung der historischen Fahnen, die man auf dem Dachboden des Meyenburg-Museums gefunden habe, werde man verbessern, darüber hinaus müssten Schwerlast-Regale und Palletten-Böden angeschafft werden. Die Räume im Walkenrieder Hof seien allerdings sowohl klimatisch als auch vom Zuschnitt der Räume sehr gut für die Aufbewahrung von Museums-Gegenständen geeignet.
Die Investitionen für das Depot im Walkenrieder Hof könne das Kulturamt nicht allein meistern, sagte Amtsleiterin Dr. Cornelia Klose. "Deshalb würden wir uns über Spenden sehr freuen!" Diese müssten nicht nur finanzieller Art sein: "Es wäre eine große Hilfe, wenn uns Betriebe oder Privatleute vier Bauzaun-Felder bzw. Holz-Paletten zur Verfügung stellen könnten!" Wer Interesse habe, könne sich Amt im "Neuen Rathaus" oder telefonisch über die Nummer 696 414 melden.

