Do, 12:02 Uhr
28.09.2000
Sollstedter Bürger forderten Tunnellösung für Schutzgut "Mensch"
Sollstedt (nnz). "Es war eine kontroverse aber stets faire Diskussion", urteilte am gestrigen Abend der DEGES-Mann Joachim Wintjen in Sollstedt. Fast 200 Einwohner waren in die Festhalle des Ortes gekommen und wollten wissen, wo die Trasse der Autobahn 38 entlang führt und vor allem: wie nah am Ort vorbei.
Wintjen verteidigte zunächst die derzeitige sogenannte "Friedhofsvariante". Zu der seien die Planer gekommen, weil es bei der bisherigen Vorzugsvariante südlich der Bleicheröder Berge erheblich geologische Probleme gebe. Wintjen kündigten an, die geologischen Untersuchungen erst einmal einzustellen, übte zugleich Selbstkritik an der unzureichenden Informationspolitik der DEGES.
Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg erläuterte den Einwohnern die weitere Vorgehensweise. Akribisch werde man Probleme und Vorschläge der Sollstedter auflisten und der DEGES übergeben. Jetzt aber schon sollten sich die Planer im Klaren sein: gegen die "Friedhofsvariante" werde der Ort mit allen Mitteln Front machen. Die Aufgabe dieser Variante sei die Minimalforderung.
Mehrere Redner zeigten sich verwundert, warum im Eichsfelder Raum Tunnel für die Schutzgüter Natur und Umwelt gebaut werden, im Raum Bleicherode/Sollstedt das Schutzgut "Mensch" aber nicht genügend gewürdigt wird. Die Sollstedter werden jetzt noch wachsamer sein, was bis zum Abschluß des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2002 quasi vor ihrer Haustür passiert. Und diese Veranstaltung in der Sollstedter Festhalle wird auf jeden Fall nicht die letzte gewesen sein.
Autor: psgWintjen verteidigte zunächst die derzeitige sogenannte "Friedhofsvariante". Zu der seien die Planer gekommen, weil es bei der bisherigen Vorzugsvariante südlich der Bleicheröder Berge erheblich geologische Probleme gebe. Wintjen kündigten an, die geologischen Untersuchungen erst einmal einzustellen, übte zugleich Selbstkritik an der unzureichenden Informationspolitik der DEGES.
Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg erläuterte den Einwohnern die weitere Vorgehensweise. Akribisch werde man Probleme und Vorschläge der Sollstedter auflisten und der DEGES übergeben. Jetzt aber schon sollten sich die Planer im Klaren sein: gegen die "Friedhofsvariante" werde der Ort mit allen Mitteln Front machen. Die Aufgabe dieser Variante sei die Minimalforderung.
Mehrere Redner zeigten sich verwundert, warum im Eichsfelder Raum Tunnel für die Schutzgüter Natur und Umwelt gebaut werden, im Raum Bleicherode/Sollstedt das Schutzgut "Mensch" aber nicht genügend gewürdigt wird. Die Sollstedter werden jetzt noch wachsamer sein, was bis zum Abschluß des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2002 quasi vor ihrer Haustür passiert. Und diese Veranstaltung in der Sollstedter Festhalle wird auf jeden Fall nicht die letzte gewesen sein.

