Di, 15:28 Uhr
10.02.2004
Verschiebungen?
Nordhausen (nnz). Nichts ist in dieser Zeit der Reformen für die Ewigkeit gemacht. Nicht einmal Bundestagswahlkreise. Und so wird wohl Thüringen einen kompletten Wahlkreis abgeben müssen. Was das für unsere Region bedeutet, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.
Vermutlich hat das alles eine Wirkung auf den hiesigen Wahlkreis 191. Doch eines nach dem anderen. Da gab es im Auftrag des Bundestages eine Kommission, die sollte über eine Neuverteilung der Wahlkreise befinden. Neben Thüringen wird auch Schleswig-Holstein einen Wahlkreis abgeben müssen, Gewinner sollen Niedersachsen und Bayern sein.
Nach dem Vorschlag der Wahlkreiskommission soll der Wahlkreis 191 (bisher: Landkreise Eichsfeld und Nordhausen) um Teile des Unstrut-Hainich-Kreises erweitert werden. Konkret betrifft das nach nnz-Informationen die Gemeinden Anrode, Dünwald, Unstruttal sowie die Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengefeld unterm Stein. Der dickste Brocken als Zuschlag jedoch ist die Stadt Mühlhausen.
Kaum ist dieser Vorschlag auf dem Tisch, schon bekommen die Parteistrategen im Thüringer Norden feuchte Augen und prognostizieren schon ihnen genehme Wahlergebnisse für das Jahr 2006. Gewinner sind die Christdemokraten im Landkreis Eichsfeld, die sich freuen, dass katholische Eichsfeldkommunen quasi heim ins Reich geholt werden können. Das verdrießt ein wenig die Nordhäuser, denn dann verabschiedet sich jegliche Chance auf einen eigenen Bundestagskandidaten aus dem Landkreis Nordhausen ins politische Nirvana. Die Übermacht des Eichsfeld wird dann übermächtig.
Den Nordhäuser Sozialdemokraten kommt die eventuelle Neuaufteilung nicht ungelegen. Die müssen zwar anerkennen, dass in den katholischen Revieren kaum eine zusätzliche Stimme zu holen ist, doch in Mühlhausen sieht das schon gänzlich anders aus. Im SPD-Lager ist es erst einmal zweitrangig darüber nachzudenken, ob nun ein Mühlhäuser oder Nordhäuser irgendwann mal in den Bundestag direkt einziehen kann. Hier geht es um die Frage: Wird es überhaupt ein Sozi schaffen?
Was aber, wenn der Bundestag den Vorschlag der Kommission nicht so beschließt? Dann waren alles strategischen Anstrengungen schlicht und ergreifend umsonst.
Autor: nnzVermutlich hat das alles eine Wirkung auf den hiesigen Wahlkreis 191. Doch eines nach dem anderen. Da gab es im Auftrag des Bundestages eine Kommission, die sollte über eine Neuverteilung der Wahlkreise befinden. Neben Thüringen wird auch Schleswig-Holstein einen Wahlkreis abgeben müssen, Gewinner sollen Niedersachsen und Bayern sein.
Nach dem Vorschlag der Wahlkreiskommission soll der Wahlkreis 191 (bisher: Landkreise Eichsfeld und Nordhausen) um Teile des Unstrut-Hainich-Kreises erweitert werden. Konkret betrifft das nach nnz-Informationen die Gemeinden Anrode, Dünwald, Unstruttal sowie die Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengefeld unterm Stein. Der dickste Brocken als Zuschlag jedoch ist die Stadt Mühlhausen.
Kaum ist dieser Vorschlag auf dem Tisch, schon bekommen die Parteistrategen im Thüringer Norden feuchte Augen und prognostizieren schon ihnen genehme Wahlergebnisse für das Jahr 2006. Gewinner sind die Christdemokraten im Landkreis Eichsfeld, die sich freuen, dass katholische Eichsfeldkommunen quasi heim ins Reich geholt werden können. Das verdrießt ein wenig die Nordhäuser, denn dann verabschiedet sich jegliche Chance auf einen eigenen Bundestagskandidaten aus dem Landkreis Nordhausen ins politische Nirvana. Die Übermacht des Eichsfeld wird dann übermächtig.
Den Nordhäuser Sozialdemokraten kommt die eventuelle Neuaufteilung nicht ungelegen. Die müssen zwar anerkennen, dass in den katholischen Revieren kaum eine zusätzliche Stimme zu holen ist, doch in Mühlhausen sieht das schon gänzlich anders aus. Im SPD-Lager ist es erst einmal zweitrangig darüber nachzudenken, ob nun ein Mühlhäuser oder Nordhäuser irgendwann mal in den Bundestag direkt einziehen kann. Hier geht es um die Frage: Wird es überhaupt ein Sozi schaffen?
Was aber, wenn der Bundestag den Vorschlag der Kommission nicht so beschließt? Dann waren alles strategischen Anstrengungen schlicht und ergreifend umsonst.


