Mo, 10:38 Uhr
09.02.2004
Das Spiegelbild
Nordhausen (nnz). Hau! – Wir haben gesprochen! So könnte man vielleicht ausdrücken, was da am Samstag im Hotel Zur Hoffnung in Werther der CDU des Landkreises Nordhausen widerfahren war. Vor allem wurden Befindlichkeiten ausgedrückt...
Die Partei habe ihre Seele offenbart, meinte ein Christdemokrat heute im Nachgang, das hat die CDU gebraucht, sprach ein anderer. Doch ein solcher Nominierungsmarathon ist auch immer eine Denkzettel-Veranstaltung. Wo anders kann noch so gelobt oder bestraft werden? Klar, da kommt auch die CDU bei aller Vorbereitung nicht herum. Und so erging es denn zum Beispiel auch Martin Höfer. Der unbequeme Mann aus Nordhausen hatte nicht den Hauch einer Chance und vielleicht auch nicht die besten Fürsprecher, er selbst glänzte durch Abwesenheit. Auf der Liste findet man ihn nicht.
Dafür ist Jürgen Hohberg auf Platz 22 zu finden. Diese Platzierung schmerzt den Sollstedter Bürgermeister innerlich. Erstens aber gehörte er in den zurückliegenden Jahren zu den Unbequemen in der CDU-Fraktion, der auch schon mal indirekt mit einem Rückzug gedroht hatte, zweitens verzeiht eine Basis nicht. Die hatte nach fünf Jahren erwartet, dass sich der Sollstedter vorsichtig nicht nur der christdemokratischen Kommunalpolitik, sondern auch dem Programm der Partei nähere und dies auch mit einem unterschriebenen Aufnahmeantrag bekundet. Das tat Hohberg nicht, denn er muß an seine politische Heimat denken. Und die ist nun mal bei der BIS in Sollstedt zu suchen und zu finden.
Vielleicht wäre Jürgen Hohberg, der gegen JU’ler Manuel Thume den Kürzeren gezogen hatte, auch noch weiter durchgereicht worden, hätte bei Platz 22 nicht Egon Primas ein Wörtchen ans Parteivolk gerichtet. Und so erhielt Hohberg dann für diesen Platz 46 Ja-Stimmen. Er bekam aber auch 25 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen serviert. Und Egon Primas kann in der kommenden Legislatur dann wieder etwas fester mit Jürgen Hohberg planen.
Die weiteren Planungen aber, die übernimmt im Juni der Wähler. Der legt die Rang- und Reihenfolge fest, der Souverän bestimmt über die Zukunft der Bewerber für ein Kreistagsmandat. Letztlich geht es darum, die meisten Kreuze hinter dem eigenen Namen zu erhalten. Denn nur die Bewerber mit den meisten Wählerstimmen ziehen dann in den Kreistag ein und der Platz auf der Liste vom Samstag ist nur noch Makulatur.
Er bleibt aber doch das Spiegelbild der inneren Befindlichkeit einer Partei und es wird in den fünf Jahren danach kaum eine andere Möglichkeit geben, die Parteiarbeit so personell zu bewerten.
Autor: nnzDie Partei habe ihre Seele offenbart, meinte ein Christdemokrat heute im Nachgang, das hat die CDU gebraucht, sprach ein anderer. Doch ein solcher Nominierungsmarathon ist auch immer eine Denkzettel-Veranstaltung. Wo anders kann noch so gelobt oder bestraft werden? Klar, da kommt auch die CDU bei aller Vorbereitung nicht herum. Und so erging es denn zum Beispiel auch Martin Höfer. Der unbequeme Mann aus Nordhausen hatte nicht den Hauch einer Chance und vielleicht auch nicht die besten Fürsprecher, er selbst glänzte durch Abwesenheit. Auf der Liste findet man ihn nicht.
Dafür ist Jürgen Hohberg auf Platz 22 zu finden. Diese Platzierung schmerzt den Sollstedter Bürgermeister innerlich. Erstens aber gehörte er in den zurückliegenden Jahren zu den Unbequemen in der CDU-Fraktion, der auch schon mal indirekt mit einem Rückzug gedroht hatte, zweitens verzeiht eine Basis nicht. Die hatte nach fünf Jahren erwartet, dass sich der Sollstedter vorsichtig nicht nur der christdemokratischen Kommunalpolitik, sondern auch dem Programm der Partei nähere und dies auch mit einem unterschriebenen Aufnahmeantrag bekundet. Das tat Hohberg nicht, denn er muß an seine politische Heimat denken. Und die ist nun mal bei der BIS in Sollstedt zu suchen und zu finden.
Vielleicht wäre Jürgen Hohberg, der gegen JU’ler Manuel Thume den Kürzeren gezogen hatte, auch noch weiter durchgereicht worden, hätte bei Platz 22 nicht Egon Primas ein Wörtchen ans Parteivolk gerichtet. Und so erhielt Hohberg dann für diesen Platz 46 Ja-Stimmen. Er bekam aber auch 25 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen serviert. Und Egon Primas kann in der kommenden Legislatur dann wieder etwas fester mit Jürgen Hohberg planen.
Die weiteren Planungen aber, die übernimmt im Juni der Wähler. Der legt die Rang- und Reihenfolge fest, der Souverän bestimmt über die Zukunft der Bewerber für ein Kreistagsmandat. Letztlich geht es darum, die meisten Kreuze hinter dem eigenen Namen zu erhalten. Denn nur die Bewerber mit den meisten Wählerstimmen ziehen dann in den Kreistag ein und der Platz auf der Liste vom Samstag ist nur noch Makulatur.
Er bleibt aber doch das Spiegelbild der inneren Befindlichkeit einer Partei und es wird in den fünf Jahren danach kaum eine andere Möglichkeit geben, die Parteiarbeit so personell zu bewerten.

