nnz-Forum: Sternsinger global
Mit der Sternsingeraktion setzt sich in der nnz Bodo Schwarzberg auseinander und fordert dabei den Blick über den Tellerrand zu wagen...
Gerade ist der "Fleischatlas" erschienen, der den Deutschen abermals ins Stammbuch schreibt, wie verheerend die Auswirkungen ihres hemmungslosen Fleischkonsums u.a. auf die Regenwälder und die Armutssituation in den so genannten Entwicklungsländern sind.
Andererseits drücken "Brot für die Welt", Sternsinger und andere Organisationen bzw. Ideen mit zum Teil aufgeblähten und teuren Verwaltungsköpfen alljährlich auf die Tränendrüsen, um den satten Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und ebenso fördert die Bundesregierung Regenwaldschutzprojekte in Brasilien mit vielen Millionen Euro.
Zeitgleich werden für deutsche Saumägen aber Regenwälder in Größenordnungen gerodet, um Soja anzubauen und viel CO2 emmittierend nach Europa zu schippern, da ja hier in Europa, wegen des zunehmenden Energiepflanzenbooms, immer weniger Platz für Nahrungspflanzen ist. Folgen, die niemand in Europa sehen will, sind die damit und auch mit E 10 verbundene Vertreibung Einheimischer, inkl. Entführung, Mord und Brandschatzung (siehe z.B. www.regenwald.org) und die zunehmend unbezahlbaren Lebensmittel für die Armen, woran wir also mitschuldig sind.
Und weiter: Die deutschen "Hähnchen-KZs" produzieren so billig und decken einen so gigantischen Markt ab, dass den ursprünglich sehr zahlreichen Geflügel-Produzenten in den Entwicklungsländern die Existenzgrundlage genommen wurde, mit der Folge von Armut und Hunger vieler Familien und ganzer Dörfer. Das geht nachweislich auch zu Lasten tausender Kinder und ist Thema des jüngsten Fleischatlas'.
In diesem Kontext muss man die Sammlung der Sternsinger für die Schule in Nigeria einordnen und kritisieren. Gut gedacht, aber ein Ausdruck opportunistischer, unter dem Strich negativer und nur punktuell positiver Entwicklungshilfe.
Ich wünschte mir weniger Augenwischerei bei solchen Aktionen, sondern eine Diskussion miit den Kindern über das komplexe Versagen der Entwicklungshilfe, woran auch einzelne punktuelle Erfolge, wie vielleicht die Entwicklung dieser konkreten nigerianischen Schule, nichts ändern können. Das Beispiel zeigt, dass kleine konkrete Projekte den Blick auf das komplizierte, aber ENTSCHEIDENDE "große Ganze" verstellen, und zwar schon deswegen, weil das Denken und Argumentieren in komplexen Zusammenhängen kompliziert, energieaufwändig und unbequem ist.
Provinzpolitker sollten dennoch und gerade deswegen endlich ihrer globalen Verantwortung gerecht werden, statt sich im Klein-Klein solcher Sammelaktionen feiern zu lassen. Gerade von einer Linken-Politikerin wie Frau Keller wünschte ich mir hier eindeutige und kritische Bekenntnisse. Da haben wir von ihren politischen Vorgängern in der DDR tiefere Einblicke erhalten, - zumindest zum Komplex "kapitalistische Entwicklungshilfe". Schließlich sollen es diese Kinder ja möglichst einmal besser machen, als unsere heutigen Politiker.
Vermutlich trugen die Kinder bei ihrer Sammelaktion einige Kleidungsstücke, die von Tagelöhnern in Südostasien unter schlimmsten Verhältnissen produziert wurden? Allen diese Möglichkeit relativiert die Sammelaktion für die Schule in Nigeria und zeigt die Komplexität der Problematik auf. Diese Kinder sollen einst diesen Planeten führen und vor allem die von uns immer weiter verschärften globalen Probleme lösen! Sie müssen lernen, wie ihr eigenes alltägliches Tun zur Verschärfung der Konflikte im sozialen und ökologischen Bereich beiträgt und wie sie dagegen angehen können.
Das nenne ich nachhaltig und langfristig wirksam; das ist besser, als das Sammeln einiger Silberlinge zur Erlangung eines zweifelhaften Seelenfriedens. Wenn aber schon diese Kinder nicht mit den wahren Hintergründen ihres Tuns konfrontiert werden, dann frage ich mich, wie sie es später besser richten sollen, als wir.
Bodo Schwarzberg
Autor: red
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Kommentare
Boris Weißtal
11.01.2013, 18:02 Uhr
jetzt schlägts 13
Ich versuche es mit aller gebotenen Höflichkeit aber dennoch notwendiger Direktheit:
Junge Menschen bereiten sich wochenlang in ihrer Freizeit darauf vor, im Geiste der Nächstenliebe als Sternsinger von Tür zu Tür zu ziehen. Das machen sie dann nochmal wochenlang bei Regen und Schnee, um Geld für die Ärmsten des Planeten zu sammeln.
Und Sie?
Sie diskreditieren diesen tollen Einsatz und bringen ihn im Kontext zu - moment gleich haben wirs - aha hier:
"hemmungslosen Fleischkonsum,
Hühner-KZ, Entführung, Mord, Brandschatzung"
und dem Vorwurf
"die Kleidung der Sternsinger sei von Tagelöhnern in Südostasien unter schlimmsten Verhältnissen produziert worden". Dann kommt noch die Unterstellung, dass ein großteil der Spenden nicht ankommt.
Geeehts noch Herr Schwarzberg????
Zum Glück gehen Sie nur zu Fuß, denn bei so viel wirren und leider auch bösartigen Ergüssen sollten Sie einen großen Bogen um eine MPU machen. Die anderen Leser kann ich beruhigen und liefere auch gleich den Beleg dafür:
Es ist nicht ansteckend!
meiner meinung nach
11.01.2013, 18:13 Uhr
Caspar Melchior Balthasar@Bodo Schwarzberg
Sehr geehrter Herr Schwarzberg,
Ihr Engagement für die Umwelt in allen Ehren, aber Ihre Artikel sind manchmal unerträglich. Lassen Sie doch mal die Sternsinger außen vor. Das sind Kinder, denen es Freude macht anderen Kindern zu helfen, Kinder, die etwas Kleingeld sammeln und die einen Segen überbringen...
Die Rolle des ökologischen Besserwissers und Gutmenschen nützt niemandem und überzeugt niemanden. Sie selbst machen sich nur lächerlich und disqualifizieren damit auch noch das, wofür Sie stehen (Naturschutz, Ökologie etc.). Dem globalen Rad kann man kaum in die Speichen greifen. Und wenn dann geht das nur durch viele einzelne kleine Schritte.
Und diese kleinen Schritte lernen die Kinder in vielen Initiativen, in den Kindergärten und den Schulen. Auch hier in dieser Stadt, die, nebenbei in Sachen Fair trade u.ä. schon weiter ist, als andere Städte. Wenn Sie es nicht glauben oder das Ihnen nicht ausreicht, gehen Sie doch in die Schulen und werden Sie auch auf diesem Gebiet aktiv.
Ihr ökologischer Zeigefinger hilft da niemandem, er schadet eher...
Viele Grüsse von
den 3 Weisen aus dem Morgenland
hejo
11.01.2013, 18:27 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
V. Frischbier
11.01.2013, 18:36 Uhr
Was soll denn das?
Wie kann nur solch ein Scheuklappendenken öffentlich geäußert werden? Es ist doch egal, was oder wer in Nordhausen etwas bewegt, es wird von Ihnen, Herr Schwarzberg, alles immer mit dem gleichen Ergebnis diskutiert:
Alle mißachten die Natur, die weltweite Katastrophe wird nicht beachtet und alle denken ja nur in beschränkten Bahnen, nur Sie nicht.
Was soll die Diffamierung von Kindern, welche sich in einem sozialen Projekt einbringen ohne einen eigenen Nutzen daraus ziehen zu wollen?
Ich frage mich in diesem Zusammenhang, ob Sie auf Ihren Wanderungen in Wollsachen gekleidet und mit Lappen an den Füßen Ihre 100 km durch den Harz laufen.
Wenn ich allerdings mal so Ihre veröffentlichten Fotos betrachte, da hört beim Wandern Ihr Umweltverständnis und Ihre Nächstenliebe auf, werden doch auch oft genug solch hochwertige Wanderausrüstungen in den Billiglohnländern gefertigt. Was nun, Herr Schwarzberg?
Janko
11.01.2013, 19:04 Uhr
man kann gar nicht so viel...
wenn spendensammelnde kinder an Ihrer tür klingeln, herr schwarzberg, führen Sie mit den kindern also "eine Diskussion über das komplexe Versagen der Entwicklungshilfe, woran auch einzelne punktuelle Erfolge, wie vielleicht die Entwicklung dieser konkreten nigerianischen Schule, nichts ändern können"? das ist nicht Ihr ernst, oder?
herr schwarzberg, lesen Sie eigentlich jemals die kommentare unter Ihren nnz-pamphleten? fällt Ihnen nicht auf, dass Sie mit Ihrer oberlehrerhaften besserwisserei und völlig realtitätsentfremdeten erhobener-zeigefinger-polemik die menschen eher abstoßen statt wachrütteln? dass Sie sich lächerlich machen, statt menschen über ökologie zum nachdenken zu bringen? ist Ihnen bewusst, dass der von Ihnen vorgetragene ökologische extremismus von niemanden ernst genommen werden kann, der formulierungen liest wie "diese spendensammelnden kinder tragen selbst kleidung, die von tagelöhnern unter schlimmsten verhältnissen..." - ach gott, ich hab gar keine lust, das nochmal abzutippen. ich würde es schon als okö-faschismus bezeichnen, sternsinger mit "mord und brandschatzung" in brasilien in verbindung zu bringen.
Ihre hehren ziele in allen ehren - aber so geht das einfach nicht. kein normal denkender mensch kann das nachvollziehen, geschweige denn ernst nehmen. in was für sphären schweben Sie denn eigentlich?
Zukunft
11.01.2013, 19:23 Uhr
Ignorieren
Die Zusammen hänge die Herr Schwarzberg hier darstellt sind nicht von der Hand zu weisen. Damit sollten sich die Kommentatoren auseinandersetzen, dass setzt natürlich tiefgruendigeres Wissen voraus.
Janko
11.01.2013, 20:20 Uhr
vielen dank, zukunft,
denn mit Ihrer äußerung unterstreichen Sie genau das, was ich meine.
zum beispiel: wie sollen die eltern der sternsingerkinder (die ihre kinder zu den proben brachten und dabei unterstützen, spenden zu sammeln und in ihrer freizeit spendenwege abzulaufen) über die hintergründe des schwarzberg'schen beitrages nachdenken, wenn er ihnen gleichzeitig unterstellt, ihren kindern klamotten aus ausgebeuteten billiglohnländern anzuziehen? wer soll sich nach solch einem angriff überhaupt noch ernsthaft mit dem inhalt auseinandersetzen? mit diesen und vielen anderen dingen stellt sich herr schwarzberg in seinen beiträgen stets selbst ein bein, nur merkt er es leider nicht.
dass Sie, zukunft, pauschal jedem, der sich durch herrn schwarzberg ökofaschistische beiträge erst einmal abgestoßen fühlt, unterstellen, ohnehin keine zusammenhänge herstellen zu können, macht seinen beitrag allerdings auch nicht gerade verdaulicher.
Bodo Schwarzberg
11.01.2013, 20:23 Uhr
Liebe Sternsinger: Nigerianer sterben am Öl
Die katastrophale ökologische und soziale Situation in Nigeria, die die reichen Länder und hier insbesondere die Mineralölkonzerne zu verantworten haben, sollte dringend diskutiert werden, wenn Sternsinger für eine nigerianische Schule sammeln. Wikipedia im Kapitel "Nigerdelta":
"Nach Regierungsangaben lief in den vergangenen Jahren durchschnittlich 300 mal im Jahr an beispielsweise Pipelines oder Bohrinseln Öl aus. Die Lebenserwartung der 30 Millionen dort lebenden Menschen sank im Vergleich zum Rest des Landes (51 Jahre), durch die Verschmutzung von Luft, Gewässern und Böden um etwa zehn Jahre.[2] Messungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ergaben hohe Belastungen des Grundwassers durch Kohlenwasserstoffe, in einem Dorf im Ogoniland wurde der Grenzwert für Benzol im Trinkwasser 900-fach überschritten.[3]"
Dieser Ausschnitt soll die diemensionalen Unterschiede zwischen einer geförderten Schule und einer riesigen von Konzernen devastierten Region bestehen, veranschaulichen. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass die Aktion der Sternsinger falsch ist-natürlich nicht. Jeder Schüler Afrikas, der eine Schule besuchen kann, hat großes Glück. Wichtig ist es aber, die Verantwortlichen für die Misere in Nigeria zu benennen. Warum wird dies den Sternsingern nicht gesagt? - Mit stetem und starken Druck auf die Verantwortlichen, die Misere für 30 Millionen Menschen und für die die Landschaft im Nigerdelta zu beenden, wird möglicherweise mehr erreicht, als mit einer Sammelaktion für eine einzelne Schule. Die Mineralölkonzerne, unter ihnen Shell, beuten das Land und die Menschen aus, statt einen Teil der Gewinne in die Umwelt und in die Bildung zu investieren. Das ist die Antwort auf die Frage, die im Rahmen der Sternsingeraktion dringend gestellt werden müsste, gerade von der Linken Frau Keller: "Warum müssen Sternsinger für Nigeria sammeln"? Aber niemand stellt diese für unsere Gesellschaft sehr peinliche Frage, da sie ihre Schwächen offenbart und zudem ihre Menschenfeindlichkeit außerhalb der vergleichsweise winzigen sozial-marktwirtschaftlichen Inseln in unserer globalisierten Welt.
Janko
11.01.2013, 21:28 Uhr
...und er macht unbeirrt weiter...
...er macht einfach weiter...
liebe nnz, da ich weiß, dass dieser kommentar als "chat" gesperrt wird, schreibe ich einfach, was ich denke: ist das nicht völlig irre, wie jeglicher kommentar an herrn schwarzberg abprallt? ich finde das schon geradezu faszinierend...
haaallo, herr schwarzberg: das ist eine wirklich, wirklich konstruktiv gemeinte kritik: weniger polemik, weniger rundumschläge, weniger "nur ich kenne die wahrheit"-verkündertum, und die leute hören Ihnen vielleicht tatsächlich zu... ist es Ihnen denn wirklich völlig egal, dass Sie nicht ernstgenommen werden und dadurch auch Ihre botschaft ungehört verhallt? da müsste man ja glatt fragen, ob Ihnen tatsächlich etwas daran liegt, die menschen durch Ihre beiträge zum ökologischen umdenken zu bewegen, oder Sie einfach die tinte nicht halten können, wie man früher sagte.
mal ganz im ernst: sollen die sternsinger daheim bleiben, weil man ihnen sagt: "mein liebes kind, dein soziales engagement in allen ehren, aber es bringt ja sowieso nichts, weil böse leute den planeten zerstören: wozu also für eine schule sammeln? bleib zu hause und schau fern!"
ach mensch, ich hab der nnz ja selbst schon nahegelegt, diesen kommentar zu sperren...
wie könnte ich das noch anders formulieren...
ist wurscht, herr schwarzberg ist ohnehin "behind the wall", da ist es völlig egal, was man schreibt. das ist schade. wirklich schade. einen solch von sich selbst überzeugten und absolut vermauerten menschen hab ich wirklich noch nicht kennengelernt. ich kriege aber gerade einen eindruck, wie die inquisitionsrichter des 17. jahrhunderts drauf gewesen sein müssen.
meiner meinung nach
11.01.2013, 21:46 Uhr
Er begreift es einfach nicht...
...er macht weiter... und blendet den Rest einfach aus.
Wenigstens einer nennt die Probleme beim Namen... hier in NDH! das ändert alles...ALLES!
...wenn die Sternsinger es nur begreifen würden ;-)
Akademiker
11.01.2013, 22:49 Uhr
Es waren doch nur Kinder...
Lieber Herr Schwarzberg,
bei der Verknüpfung Ihres geballten Wissens zu den ganzen Krisen, Katastrophen und Hühnermordszenarien auf dieser Welt mit der Sternsingeraktion ist Ihnen eine Sache wohl doch entgangen: Es waren nur Kinder.
Howie
12.01.2013, 02:05 Uhr
Lieber Bodo Schwarzberg
Ja, Sie haben ja so recht, Herr Schwarzberg.
Jedoch, bitte blicken Sie zurück auf die Entwicklungshilfe in unserer Jugend. Wir sammelten für Afrika. Dann wurden wir nochmals zur Hilfe für all die anderen aufgefordert. Wir gaben. Wir gaben. Wir gaben.
Was kam dabei heraus? Wir lieferten die Errungenschaften unserer Welt dorthin. Dann verrotteten dort Maschinen, LKW und Saatgut, etc.
Stellen wir uns vor: Jeden Mittwoch um 13 Uhr stellt sich ein Lieferlaster mit Lebensmitteln in den Umkreis von 10 Kilometern um ein hungerndes afrikanisches Dorf (angenommen Lambarene - Albert Schweitzer wird's uns danken) und teilt Essen aus. Dann sind die Einwohner wohl jeden Mittwoch um 13 Uhr dort, um die Lebensmittel abzuholen.
Das ist aber keine Hilfe, sondern Verteilung. Was die Menschen in den notleidenden Gebieten Afrikas benötigen, ist Hilfe zur Selbsthilfe. Die müssen ihr Einkommen selbst erwirtschaften; und auch da gebe ich Ihnen recht. Ausbeutung der Ärmsten dort ist ein Verbrechen.
Natürlich ist es in unserer so gesättigten Welt bequem, in die Kaufhalle zu gehen und sich Bananen, Lychees oder Kaffee (vielleicht auch Hirse aus Afrika) für billiges Geld zu kaufen.
Niemand denkt mehr darüber nach. Da haben Sie vollkommen recht. Trotzdem: Jeder Bauer, der sich unter Wert verkauft, wird seinen Hof früher oder später aufgeben müssen. Also: Entwicklungshilfe heißt nicht, in Nigeria Gebäude hinzusetzen, sondern in Nigeria Bildung zu generieren. Die Afrikaner sind nicht dümmer als wir. Die haben nur eine andere Lebensauffassung, auf deren Kosten wir hier leben.
Hat die Afrikaner jemals irgendeiner gefragt, ob die unsere sogenannte Hilfe überhaupt wollen? Was nützt uns ein tolles Auto aus Stuttgart, wenn wir keine Straßen haben, um damit zu fahren?
Die ganze Diskussion ist überflüssig, solange niemand von uns akzeptiert, dass es auf dieser Erde mehr gibt als unsere schmarotzende Gesellschaft.
So, lieber Bodo (ich darf das so sagen, wir waren früher Nachbarskinder), irgendwann ist dann auch mal Schluss mit diesem Gedöns. Du könntest doch selbst nicht deinem Leben entsagen.
Ich kann mich noch gut erinnern, als wir Nachbarskinder (aus der Stolli, Bachstraße, Huttenstraße, Naumannstraße, Trägerstraße, Haydnstraße, Beethovenring und so weiter und so fort, in allem NDH-Nord) unsere Spielchen mit den Feldern und der Kirschplantage gemacht haben. Da warst auch du dabei.
Heute spielst du dich als der große Weltverbesserer auf. Das bist du nicht, obwohl ich dir in einigen Argumenten mehr als recht gebe. Du wirst das alles aber nicht ändern, auch wenn du auf alle anderen schimpfst, die nicht deiner Meinung sind.
Ich achte all das, was du tust und all das, wofür du dich einsetzt. Aber bitte übertreibe diese Spielchen nicht. Das wirkt nur lächerlich.
Dein altes Nachbarkind
Dr. SN
P.S. Bevor du wieder nach Klarnamen schreist; ich werde mich zu gegebener Zeit bei dir melden. Beste Grüße. Der Howie
98maschr
12.01.2013, 09:02 Uhr
Gutmensch Schwarzberg
Sehr geehrter Herr Schwarzberg, haben Sie überhaupt eine Ahnung was Brot für die Welt schon alles bewegt hat? Ich glaube kaum, aber es hält Sie dennoch nicht davon ab wirres Zeuf zu proklamieren was Sie in irgendeiner drittklassigen Reportage im Fernsehen gesehen haben.
Grade Sie als jemand der soviel "Gutes" tut in seiner Freizeit erdreistet sich Andere nieder zu machen für Ihr freiwilliges Engagement?
Jürgen Wiethoff
12.01.2013, 10:00 Uhr
Wenn ich in dieser Redaktion etwas zu sagen hätte,.....
...dann würde ich Herrn Schwarzberg einen Brief schreiben:
Sehr geehrter Herr Schwarzberg,
wie Sie wissen, finanziert sich die nnz über die Anzahl der Aufrufe der Seiten. Artikel von Ihnen und auch Ihre Diskussionsbeiträge tragen daher sehr nennenswert zu unserem Überleben bei, wofür wir herzlich danken, aber auch ein eminent schlechtes Gewissen haben. Jeder Klick erhöht den Stromverbrauch, mit den ganzen fatalen Auswirkungen, die Sie selbst schon unzählige Male beschrieben haben. Was sollen wir bloß tun? Unser Erscheinen einstellen? Wie unsozial wäre das! Möglicherweise würden Sie dann für den Freitag oder Bild oder FAZ oder … oder … schreiben, worauf hin diese über kurz oder lang, vom schlechten Gewissen geplagt, ebenfalls das Erscheinen einstellen müssten. Deren energieintensive Kosten sind nämlich noch viel höher.
Viele unserer Kollegen, am Ende sogar möglicherweise alle, würden arbeitslos. Was sicher aber gar nicht mal so schlecht wäre, denn dann könnten wir nächstes Jahr die Sternsinger mit einem konkreten, innenpolitisch wertvollen, Auftrag losschicken: Singt für die notleidenden Journalisten und deren Familien. Vielleicht geht ja ein Journalistenkind auch in Eure Schule. Und ganz leise, hinter der vorgehaltenen Hand, könnte jeder Vater dem Kind ins Ohr sagen: Am Hunger der Journalistenkinder ist ein Lehrer schuld.
Alternativ dazu würde uns nur einfallen, Sie veröffentlichen demnächst mal bei uns eine Idee von Ihnen, die die Welt rettet. Oder machen eine Erfindung, die selbiges tut. Erfinden Sie doch den geräuschlosen, unsichtbaren, in windstiller Zeit selbst Wind erzeugenden Windgenerator. Das wäre doch ein Ding! Und wir, die nnz, hätten exklusiv den Erfinder als Autor. Irgend jemand, der Ihre Erfindung dann in der Diskussion mies macht, finden wir schon.
Die vielen Klicks machen uns auch kein schlechtes Gewissen mehr, denn Strom haben wir dann ja in Hülle und Fülle.
Mit sch....freundlichem Gruß
(Krikelkrakel)
Chefredakteur
yven
12.01.2013, 10:22 Uhr
Sehr geehrter Herr Jürgen Wiethoff,
danke für die sehr treffende Zusammenfassung !
Die NNZ ist der neue "Eulenspiegel"? :-) Vielleicht sollte man die Zeilen des Herrn Sch. ignorieren und somit den Weltfrieden retten. Ab heute sind Sie hier mein Lieblingsschreiber, weiter so, dann macht das Lesen wieder Spaß.
o0Elli0o
12.01.2013, 10:39 Uhr
...........Herr Wiethoff.............
ich bin so was von bei Ihnen...
Könnten wir eine Unterschriftensammlung daraus machen...?
Ich habe bei Herrn Schwarzberg ständig das Gefühl, etwas falsch zu machen...
Aber, wir sind auch selbst ein wenig Schuld, denn...
wenn wir nicht auf alles reagieren würden, so wie ich es hiermit auch wieder tue, würde ihm die Lust an der ständigen Kritik an Allem und Jedem evtl. vergehen...
So wie auch den immer wiederkehrenden, selben Kritikern und Nörglern hier überhaupt...
könnten die Herrschaften vielleicht einmal "die Gläser halbvoll" und nicht immer "ganz leer" sehen?
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes, sonniges Wochenende...
Bodo Schwarzberg
12.01.2013, 11:01 Uhr
Sternsingerkommentatoren! Argumentiert endlich!
Liebe Kommentatoren zum Thema Sternsinger, ich bin wirklich enttäuscht von den meisten Kommentaren zum Thema "Sternsinger global". Mir ist nur einer aufgefallen, der argumentiert und der sich inhaltlich mit dem auseinandersetzt, was ich in einem Beitrag und in einem Kommentar schrieb. Das aber ist sehr positiv!
Ich finde es sehr traurig, Sie mit ein paar noch traurigeren Fakten so schnell außer Gefecht zu setzen, hatte ich doch immer auf eine wirkliche Unterhaltung gehofft! Leider aber kommt diese nicht zustande. Und ich weiß warum: Die meisten von Ihnen reiben sich daran, dass Ihnen nicht wirklich etwas gegen das einfällt, was ich schreibe.
Das kann tatsächlich ärgerlich machen. Falten zu ignorieren und den Schreiber von Fakten oberflächlich zu kritisieren, das bringt uns auf diesem Planeten nicht weiter. Glauben Sie mir. Nehmen Sie Schweitzer, Einstein, Marx, Schellnhuber, OECD, UNEP, IUCN Munich Re, Weltbank und viele andere. Sind diese Instítutionen wirklich alle dumm? Mit Ihren Kommentaren versuchen Sie aber tatsächlich, alle möglichen Fachleute und Institutionen, die ich zitiere, für dumm zu verkaufen. Merken Sie nicht, dass Sie damit auf dem Holzweg sind?
Geradezu lustig finde ich es, wenn Sie mich für "unbelehrbar" halten. Ich würde mich ja belehren lassen, liebe Mitkommentatoren: Bringen sie Fakten und Zitate, statt Oberflächlichkeiten! Und wenn Sie schon so überzeugt von Ihrer Meinung sind: Nennen Sie bitte Ihren richtigen Namen. Das erhöht Ihre Glaubwürdigkeit wenigstens ein bisschen.
Boris Weißtal
12.01.2013, 13:41 Uhr
Gelegenheit zum Schweigen verpasst
Herr Schwarzberg erinnert mich an einen alten Witz:
Ein Autofahrer hört im Verkehrsfunk die Warnung vor einem
Geisterfahrer auf seinem Autobahnabschnitt. Empört reagiert er über die Nachricht: "Ein Geisterfahrer? Nein hunderte sind hier unterwegs!"
Ich würde mich sofort einer Organisation anschließen, die hier vor Ort sich gegen die Ausbeutung Afrikas wehrt.
Aber das hat nichts und aber auch gar nichts mit dem tollen Einsatz unserer Sternsinger zu tuen. Aber das begreift dieser Herr leider nie....
Janko
12.01.2013, 13:49 Uhr
lieber herr schwarzberg,
jetzt noch einmal gaaanz langsam und ohne viele worte:
man kann sich durch die art und weise, wie Sie Ihre meinung vertreten, nicht mit den inhalten Ihrer meinung auseinandersetzen.
das verstehen Sie wirklich nicht, oder?
over and out.
Bodo Schwarzberg
12.01.2013, 17:25 Uhr
@janko:Mehr als Tatsachen kann ich nicht schreiben
Ich wiederhole noch einmal: Das was ich hier zum Besten gebe, ist nicht meine eigene, von vielen als "verschroben" angesehene Meinung sondern jene zahreicher Institutionen und Prominenter bishin zum Nobelpreisträger. Ich kann es nunmal nicht ändern, liebe nnz-Gemeinde. Das was ich schreibe, hat seine inhaltlichen Wurzeln bei besagten Institutionen! Mehr als Quelen nennen kann ich nicht. Ob Sie das aber akzeptieren oder nicht, steht Ihnen frei. Nur ein Zitat eines ganz Großen (Albert Einstein), das Sie aber garantiert kennen: "Zwei Dinge sind unendlich. Das Weltall und die Dummheit des Menschen. Beim Weltall aber bin ich mir nicht so sicher."
G. Meskalowski
12.01.2013, 18:10 Uhr
Keine der Institutionen
die Sie hier anführen, Herr Schwarzberg, hat sich in Bezug auf die Sternsinger geäussert.
Nur Sie bringen hier gebetsmühlenartig Fakten und Zitate, welche noch nicht einmal von Ihnen stammen, denn Sie haben anscheinend keine eigene Meinung, wie Sie selbst schreiben.
Was kongret haben Sie denn getan um die zerstörerischen Konzerne aufzuhalten.
Ich meine damit nicht Ihre Zitatensammlung.
Und mich würde auch mal interessieren wo Ihre Wandersachen hergestellt wurden, ich denke mal Sie unterstützen dieses ausbeuterische System selbst.
mfg
Giselher Meskalowski
Dittsche 2.0
12.01.2013, 18:39 Uhr
Und das bei dem schönem Wetter heut.
Nix besseres zu tun???
Janko
12.01.2013, 19:46 Uhr
ich wollte nicht, ich wollte nicht...
...ach mensch, ich wollte nicht nochmal schreiben...arrrgh, ich beiß mir auf die zähne, aber ich MUSS...
herr schwarzberg, bitte lesen Sie doch mal die kommentare richtig: Sie schreiben, Sie würden nur fakten bringen und sich wundern, warum mit Ihnen darüber keiner diskutieren will.
verstehen Sie denn wirklich nicht, dass, wenn Sie zum beispiel als "fakt" die unterstellung bringen, die sternsingerkinder würden von ihren eltern in klamotten gesteckt, die von ausgebeuteten tagelöhnern in billiglohnländern produziert werden, dass dann niemand mehr mit Ihnen über inhalte diksutieren kann und will? wo ist da Ihr "fakt"? woher wollen Sie das wissen? verstehen Sie nicht, was die leute daran stört? verstehen Sie das wirklich nicht?
ich dreh hier echt gleich durch...
genau um solce unterstellungen geht es, und wenn man sowas um die ohren gehauen bekommt von Ihnen KANN man sich nicht mehr über inhalte unterhalten. wenn man von sternsingern auf hühner-KZ's kommt: wer soll da mitdiskutieren? prallt denn wirklich alles ab, was die mitkommentatoren kritisieren, verstehen Sie tatsächlich nicht, worum es den kommentatoren eigentlich geht?
so, und JETZT bin ich wirklich raus aus der diskussion.
Bodo Schwarzberg
13.01.2013, 10:48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Diskussion ist beendet (siehe nnz-intern)
Boris Weißtal
13.01.2013, 11:52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Diskussion ist beendet (siehe nnz-intern)
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