Di, 06:46 Uhr
08.01.2013
Südharz-Express ist auf Kurs
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Eine Redewendung die nicht allein nur auf eine Sportart zutrifft. Vor dem letzten Hinrundenspieltag der Handball-Männer des Nordhäuser Sportvereins gegen die Zweite vom ThSV Eisenach in der Thüringenliga ein kleiner Rückblick auf den bisherigen Saisonverlauf von Frank Ollech...
Am 13. Januar ist er genau 263 Tage im Amt, Nordhausens Trainer Stephan Albrecht. Er übernahm nach 10 Jahren den Staffelstab am 5. Mai 2012 von Meistermacher Andreas Meyer und eine Woche später, nach der letzten Saisonpartie, die Mannschaft.
Der "Neue", ausgestattet mit einer A- Lizenz, hatte auch die Aufgabe übernommen, in den nächsten Jahren ein neues Team aufzubauen. Die Vorgabe: Vorrangig mit dem eigenen Nachwuchs. Sein Konzept war gut und als ehemaliger Jugend - Internatstrainer vom ThSV Eisenach und Männertrainer beim Drittligisten TV Jan Duderstadt brachte er die für den Nordhäuser SV so wichtigen Erfahrung und Voraussetzungen mit.
Behutsam verschaffte er sich einen Überblick und machte sich ans Werk. Mit näher rückender Meisterschaft wurden seine Sorgenfalten auf einmal größer. Im August begann für den NSV eine beispielslose Serie von Verletzungs- und Krankheitsausfällen. Die Mission Klassenerhalt schien schon früh zum Überlebenskampf zu werden.
Beim Auftakt gastierte gleich ein Ligadino die GO GO HORNETS, eine Spielgemeinschaft aus Goldbach/Hochheim und Gotha, in der Ballspielhalle. Nachdem sich Linkshänder Andreas Ramonat bei einem Vorbereitungsturnier schwer verletzte und Stefan Fuhrmann seine Hüft-OP auskurierte, mussten ebenso Michael Spieß, Christian Flötling, Christian Müller und Martin Stritzel ersetzt werden.
Doch was die Zuschauer auf dem Parkett wahrnahmen war alles andere als ein Abstiegskandidat gegen einen Meisteranwärter. Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Nessetaler den Südharzexpress entscheidend überholen. Viele unnötige Ballverluste des NSV, der dünnen Spielerdecke gestundet, verhalfen ihnen dabei. Am Ende nahmen die Gäste zwar beide Punkte (21:27) mit, doch die Nordhäuser enttäuschten nicht.
Was folgte war das Duell der Nordlichter, Mühlhausen gegen Nordhausen. Das Derby hatte schon immer seine eigenen Gesetze, so auch diesmal. Mit einem Husarenstreich von 24:23 eroberte sich der NSV die ersten beiden Punkte der neuen Spielserie. Angesichts des anhaltenden Verletzungspechs und der vollbesetzten Bank der Mühlhäuser eine faustdicke Überraschung.
Frisch aufpoliert und mit Selbstvertrauen aufgetankt rollte der Südharzexpress zum Duell gegen Sonneberg aus dem Lokschuppen, immerhin der Tabellenvierte der Vorsaison. Bis Mitte der zweiten Halbzeit lieferten sich beide Team`s ein Kopf an Kopf Rennen, welches der NSV in den Schlussminuten mit 32:30 für sich entscheiden konnte.
Der Erfolg, so knapp er auch war, sollte nicht der letzte bleiben. Ebenso erging es dem Mitbewerber um einen Podestplatz Werratal, der das Tempo in der Ballspielhalle nicht bis zum Schluss mitgehen konnte. Riesiger Jubel bei den Hausherren, der dritte Streich (30:28) in Folge. Die Mannschaft war früher zusammengewachsen als sich das die Künsten haben träumen lassen. Die Spielanlage änderte sich komplett. Das "Team" stand im Mittelpunkt.
Die ersten Spieltage haben auch gezeigt das die Thüringenliga von Platz 2 bis 11 ausgeglichen wie noch nie ist. So konnten sich die Nordhäuser auf ihrer kleinen Serie von drei gewonnen Spielen nicht ausruhen. Es folgte die Reise zum Angstgegner Suhl/Goldlauter. Aber auch an diesem Spieltag waren die Rolandstädter nicht zu bezwingen. Mit einem 28:24 verließen sie Suhl in Richtung Harz, im Gepäck der vierte Erfolg in Folge.
Durch den Erfolg avancierten die Nordhäuser zu einer Überraschungsmannschaft der Liga. Vielleicht wurden sie bis dahin unterschätzt. Eine Antwort sollte die Partie gegen Aufsteiger Altenburg geben. Der NSV führte nach 40. Spielminuten, zum Teil mit sieben Toren, und verlor am Ende nach desolater Schlussleistung mit 29:21. Trotz der derben Niederlage war die Partie keine wirkliche Standortbestimmung. Zu deutlich dominierten sie die ersten 40 Minuten und zu desolat gestalteten sie die restlichen 20.
Auch die Partie gegen Behringen/Sonneborn gab keinen aussagekräftigen Aufschluss, der die Leistung des NSV hätte beschreiben können. Zwar gewannen die Gäste nach einem hochdramatischen Schlussspurt knapp mit 29:28, doch die NSV Spieler schlugen sich in dieser Partie selbst. Der Schock von Altenburg schien nachhaltig zu wirken.
Ein Befreiungsschlag sollte gegen die schlecht gestarteten Ronneburger folgen. Aber auch hier verspielten sie am Ende einen sicher geglaubten Doppelpunktgewinn und mussten sich mit einem 28:28 begnügen.
Mit dem Minierfolg im Rücken ging es im Heimspiel gegen den besten Aufsteiger aller Zeiten, Fortuna Großschwabhausen. Die mit 1:5 Punkten aus den letzten drei Begegnung ins Straucheln gekommenen Nordhäuser ließen alle Kritiker staunen. Sie gewannen den Punktekampf überlegenen mit 34:28. Etwas anders sah da die Spielweise auf dem Parkett gegen den Tabellenletzten Post SV Gera aus. Mehr Krampf als Spielkultur, das Beste war der 27:25 Erfolg.
Somit standen noch zwei Punktspiele im alten Jahr aus. Auswärts gegen den Tabellenletzten Hermsdorf 2 und den unglücklich agierenden HSC Erfurt. Zuerst stellte sich Erfurt vor. Der Absteiger aus der mitteldeutschen Oberliga blieb im bisherigen Saisonverlauf weit hinter seinen Erwartungen zurück, ein Erfolg in Nordhausen schon fast Pflicht. Der HSC hatte gegen die beherzt aufspielenden Südharzer jedoch keine Chance und verlor mit 33:27.
Eine Woche später in Hermsdorf sah man wieder die andere Seite des NSV. Die Nerven flatterten und die Gastgeber spielten keineswegs wie ein Abstiegskandidat. Am Ende holten sie mit einem knappen 28:26 den Sieg aus dem Feuer. Gleichzeitig durften sie sich auf die beste Platzierung seid Ligazugehörigkeit freuen. Mit acht Erfolgen, drei Niederlagen und einer Punkteteilung nehmen sie mit 17:7 Punkten den Silberplatz hinter den bereits enteilten GO GO HORNETS ein.
Trotz der Platzierung bleiben die NSV-Verantwortlichen realistisch. Da die Liga am Ende unverständlicherweise auf 12 Teams reduziert wird, zwei weitere absteigen und zwei aus der mitteldeutschen Liga erwartet werden, kann es bei nur einem Aufsteiger gleich fünf Vereine "erwischen". Derzeit liegen zwischen Platz 2 und 9 noch 8 Punkte, jedoch zwischen 2 und 8 nur fünf Pünktchen. Die Liga - ausgeglichen wie noch nie - wird 2013 noch an Fahrt zulegen, vielleicht besinnen dann sich die Verantwortlichen und geben der Liga noch eine Chance und belassen es bei 14 Mannschaften.
Die Nordhäuser haben ihren Südharzexpress in den zurückliegen Spielen jedenfalls richtig flott gemacht. Die Umstellung auf neue Spielsysteme ist früher von Erfolg gekrönt als man erwarten durfte. Die Bank um Trainer Stephan Albrecht und Jörg Effenberger haben hervorragende Arbeit geleistet. Das Heranführen von jungen Spielern sowie die Einbindung von Spielern der Zweiten und Dritten, notwendig wegen Verletzungen, war ebenfalls erfolgreich.
Im Mittelpunkt steht das Teamwork, die Mannschaft. So kämpfen die Torhüter Sören Ahlert, Nikita Schneider und Torsten Theylich gegen die Lücken in der Abwehr. Diese versucht Abwehrstratege Michael Spieß erst gar nicht aufkommen zu lassen. Da sind die schnellen Außen Thomas Riemekasten und der wiedererstarkte Sebastian Kreutz, die nimmermüde Konterattacken erfolgreich laufen.
Da ist Kreisläufer Marc Phillip Tube, der die notwendigen Lücken in des Gegners Abwehr reist, um Torkanone Mathias Thiele und Marcel Effenberger Treffer zu ermöglichen. Da ist Mister Allrounder Christian Flötling, der Angriff und Abwehr Sicherheit geben kann.
Nicht zu vergessen der unauffällige auf dem Parkett, Andre Elster. In der Abwehr fast unüberwindbar und im Angriff der Kämpfer schlechthin. Oder Christian Müller, der nach einer langer Durststrecke wieder Anschluss gefunden hat. Besonders die beiden Eigengewächse Lukas Fehling und Johannes Ermisch konnten die gute Nachwuchsschule bei der Ersten unter Beweis stellen. Auch der zuletzt durch seine OP zurückgeworfene Kanonier Stefan Fuhrmann macht Fortschritte.
Insgesamt sahen 2165 Zuschauer die bisherigen sechs Heimspiele, auswärts hingegen sahen nur 860 die ebenfalls sechs Punktspielbegegnungen. Im Schnitt warfen die Nordhäuser dabei 27,8 Tore, gleichauf mit Großschwabhausen und nur hinter Werratal und den HORNETS. Kassiert haben sie dabei 27 Treffer pro Spiel. Damit liegen sie nur auf Platz 10.
Den höchsten Erfolg erzielte der NSV gegen Großschwabhausen mit 34:28 und die höchste Niederlage kassierten sie in Altenburg mit 21:29. Nun gilt es nach der Feiertagsruhe weiterhin zu punkten, um nicht doch in die Nähe eines Fahrstuhles in Richtung Landesliga zu gelangen.
Frank Ollech
Autor: redAm 13. Januar ist er genau 263 Tage im Amt, Nordhausens Trainer Stephan Albrecht. Er übernahm nach 10 Jahren den Staffelstab am 5. Mai 2012 von Meistermacher Andreas Meyer und eine Woche später, nach der letzten Saisonpartie, die Mannschaft.
Der "Neue", ausgestattet mit einer A- Lizenz, hatte auch die Aufgabe übernommen, in den nächsten Jahren ein neues Team aufzubauen. Die Vorgabe: Vorrangig mit dem eigenen Nachwuchs. Sein Konzept war gut und als ehemaliger Jugend - Internatstrainer vom ThSV Eisenach und Männertrainer beim Drittligisten TV Jan Duderstadt brachte er die für den Nordhäuser SV so wichtigen Erfahrung und Voraussetzungen mit.
Behutsam verschaffte er sich einen Überblick und machte sich ans Werk. Mit näher rückender Meisterschaft wurden seine Sorgenfalten auf einmal größer. Im August begann für den NSV eine beispielslose Serie von Verletzungs- und Krankheitsausfällen. Die Mission Klassenerhalt schien schon früh zum Überlebenskampf zu werden.
Beim Auftakt gastierte gleich ein Ligadino die GO GO HORNETS, eine Spielgemeinschaft aus Goldbach/Hochheim und Gotha, in der Ballspielhalle. Nachdem sich Linkshänder Andreas Ramonat bei einem Vorbereitungsturnier schwer verletzte und Stefan Fuhrmann seine Hüft-OP auskurierte, mussten ebenso Michael Spieß, Christian Flötling, Christian Müller und Martin Stritzel ersetzt werden.
Doch was die Zuschauer auf dem Parkett wahrnahmen war alles andere als ein Abstiegskandidat gegen einen Meisteranwärter. Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Nessetaler den Südharzexpress entscheidend überholen. Viele unnötige Ballverluste des NSV, der dünnen Spielerdecke gestundet, verhalfen ihnen dabei. Am Ende nahmen die Gäste zwar beide Punkte (21:27) mit, doch die Nordhäuser enttäuschten nicht.
Was folgte war das Duell der Nordlichter, Mühlhausen gegen Nordhausen. Das Derby hatte schon immer seine eigenen Gesetze, so auch diesmal. Mit einem Husarenstreich von 24:23 eroberte sich der NSV die ersten beiden Punkte der neuen Spielserie. Angesichts des anhaltenden Verletzungspechs und der vollbesetzten Bank der Mühlhäuser eine faustdicke Überraschung.
Frisch aufpoliert und mit Selbstvertrauen aufgetankt rollte der Südharzexpress zum Duell gegen Sonneberg aus dem Lokschuppen, immerhin der Tabellenvierte der Vorsaison. Bis Mitte der zweiten Halbzeit lieferten sich beide Team`s ein Kopf an Kopf Rennen, welches der NSV in den Schlussminuten mit 32:30 für sich entscheiden konnte.
Der Erfolg, so knapp er auch war, sollte nicht der letzte bleiben. Ebenso erging es dem Mitbewerber um einen Podestplatz Werratal, der das Tempo in der Ballspielhalle nicht bis zum Schluss mitgehen konnte. Riesiger Jubel bei den Hausherren, der dritte Streich (30:28) in Folge. Die Mannschaft war früher zusammengewachsen als sich das die Künsten haben träumen lassen. Die Spielanlage änderte sich komplett. Das "Team" stand im Mittelpunkt.
Die ersten Spieltage haben auch gezeigt das die Thüringenliga von Platz 2 bis 11 ausgeglichen wie noch nie ist. So konnten sich die Nordhäuser auf ihrer kleinen Serie von drei gewonnen Spielen nicht ausruhen. Es folgte die Reise zum Angstgegner Suhl/Goldlauter. Aber auch an diesem Spieltag waren die Rolandstädter nicht zu bezwingen. Mit einem 28:24 verließen sie Suhl in Richtung Harz, im Gepäck der vierte Erfolg in Folge.
Durch den Erfolg avancierten die Nordhäuser zu einer Überraschungsmannschaft der Liga. Vielleicht wurden sie bis dahin unterschätzt. Eine Antwort sollte die Partie gegen Aufsteiger Altenburg geben. Der NSV führte nach 40. Spielminuten, zum Teil mit sieben Toren, und verlor am Ende nach desolater Schlussleistung mit 29:21. Trotz der derben Niederlage war die Partie keine wirkliche Standortbestimmung. Zu deutlich dominierten sie die ersten 40 Minuten und zu desolat gestalteten sie die restlichen 20.
Auch die Partie gegen Behringen/Sonneborn gab keinen aussagekräftigen Aufschluss, der die Leistung des NSV hätte beschreiben können. Zwar gewannen die Gäste nach einem hochdramatischen Schlussspurt knapp mit 29:28, doch die NSV Spieler schlugen sich in dieser Partie selbst. Der Schock von Altenburg schien nachhaltig zu wirken.
Ein Befreiungsschlag sollte gegen die schlecht gestarteten Ronneburger folgen. Aber auch hier verspielten sie am Ende einen sicher geglaubten Doppelpunktgewinn und mussten sich mit einem 28:28 begnügen.
Mit dem Minierfolg im Rücken ging es im Heimspiel gegen den besten Aufsteiger aller Zeiten, Fortuna Großschwabhausen. Die mit 1:5 Punkten aus den letzten drei Begegnung ins Straucheln gekommenen Nordhäuser ließen alle Kritiker staunen. Sie gewannen den Punktekampf überlegenen mit 34:28. Etwas anders sah da die Spielweise auf dem Parkett gegen den Tabellenletzten Post SV Gera aus. Mehr Krampf als Spielkultur, das Beste war der 27:25 Erfolg.
Somit standen noch zwei Punktspiele im alten Jahr aus. Auswärts gegen den Tabellenletzten Hermsdorf 2 und den unglücklich agierenden HSC Erfurt. Zuerst stellte sich Erfurt vor. Der Absteiger aus der mitteldeutschen Oberliga blieb im bisherigen Saisonverlauf weit hinter seinen Erwartungen zurück, ein Erfolg in Nordhausen schon fast Pflicht. Der HSC hatte gegen die beherzt aufspielenden Südharzer jedoch keine Chance und verlor mit 33:27.
Eine Woche später in Hermsdorf sah man wieder die andere Seite des NSV. Die Nerven flatterten und die Gastgeber spielten keineswegs wie ein Abstiegskandidat. Am Ende holten sie mit einem knappen 28:26 den Sieg aus dem Feuer. Gleichzeitig durften sie sich auf die beste Platzierung seid Ligazugehörigkeit freuen. Mit acht Erfolgen, drei Niederlagen und einer Punkteteilung nehmen sie mit 17:7 Punkten den Silberplatz hinter den bereits enteilten GO GO HORNETS ein.
Trotz der Platzierung bleiben die NSV-Verantwortlichen realistisch. Da die Liga am Ende unverständlicherweise auf 12 Teams reduziert wird, zwei weitere absteigen und zwei aus der mitteldeutschen Liga erwartet werden, kann es bei nur einem Aufsteiger gleich fünf Vereine "erwischen". Derzeit liegen zwischen Platz 2 und 9 noch 8 Punkte, jedoch zwischen 2 und 8 nur fünf Pünktchen. Die Liga - ausgeglichen wie noch nie - wird 2013 noch an Fahrt zulegen, vielleicht besinnen dann sich die Verantwortlichen und geben der Liga noch eine Chance und belassen es bei 14 Mannschaften.
Die Nordhäuser haben ihren Südharzexpress in den zurückliegen Spielen jedenfalls richtig flott gemacht. Die Umstellung auf neue Spielsysteme ist früher von Erfolg gekrönt als man erwarten durfte. Die Bank um Trainer Stephan Albrecht und Jörg Effenberger haben hervorragende Arbeit geleistet. Das Heranführen von jungen Spielern sowie die Einbindung von Spielern der Zweiten und Dritten, notwendig wegen Verletzungen, war ebenfalls erfolgreich.
Im Mittelpunkt steht das Teamwork, die Mannschaft. So kämpfen die Torhüter Sören Ahlert, Nikita Schneider und Torsten Theylich gegen die Lücken in der Abwehr. Diese versucht Abwehrstratege Michael Spieß erst gar nicht aufkommen zu lassen. Da sind die schnellen Außen Thomas Riemekasten und der wiedererstarkte Sebastian Kreutz, die nimmermüde Konterattacken erfolgreich laufen.
Da ist Kreisläufer Marc Phillip Tube, der die notwendigen Lücken in des Gegners Abwehr reist, um Torkanone Mathias Thiele und Marcel Effenberger Treffer zu ermöglichen. Da ist Mister Allrounder Christian Flötling, der Angriff und Abwehr Sicherheit geben kann.
Nicht zu vergessen der unauffällige auf dem Parkett, Andre Elster. In der Abwehr fast unüberwindbar und im Angriff der Kämpfer schlechthin. Oder Christian Müller, der nach einer langer Durststrecke wieder Anschluss gefunden hat. Besonders die beiden Eigengewächse Lukas Fehling und Johannes Ermisch konnten die gute Nachwuchsschule bei der Ersten unter Beweis stellen. Auch der zuletzt durch seine OP zurückgeworfene Kanonier Stefan Fuhrmann macht Fortschritte.
Insgesamt sahen 2165 Zuschauer die bisherigen sechs Heimspiele, auswärts hingegen sahen nur 860 die ebenfalls sechs Punktspielbegegnungen. Im Schnitt warfen die Nordhäuser dabei 27,8 Tore, gleichauf mit Großschwabhausen und nur hinter Werratal und den HORNETS. Kassiert haben sie dabei 27 Treffer pro Spiel. Damit liegen sie nur auf Platz 10.
Den höchsten Erfolg erzielte der NSV gegen Großschwabhausen mit 34:28 und die höchste Niederlage kassierten sie in Altenburg mit 21:29. Nun gilt es nach der Feiertagsruhe weiterhin zu punkten, um nicht doch in die Nähe eines Fahrstuhles in Richtung Landesliga zu gelangen.
Frank Ollech


