nnz-Forum: Heute bei der Post
Über die Zustände auf dem Nordhäuser Postamt hatte die nnz in den vergangenen Jahren oftmals berichtet. Geändert hat sich vermutlich nicht viel, wie die Erfahrungen einer nnz-Leserin aufzeigen...
Wer glaubt dass ein Unternehmen wie die Deutsche Post lernfähig ist, wenn auch nur langsam, der konnte sich heute vom Gegenteil überzeugen. Ca. 20 Kunden verbrachten 25 Minuten bei der Post, weil lediglich an einem Schalter die wartenden Kunden bedient wurden. Eine weitere Mitarbeiterin war mit einem einzelnen älteren Kunden ca. 15 Minuten beschäftigt, sicher wollte sie ihm ein neues Girokonto verkaufen oder ihn vom Stromwechsel überzeugen. Beides habe ich gerade beim Zielpublikum Rentner schon öfter miterlebt.
So versuchte also eine Mitarbeiterin den Ansturm in der Mittagszeit zu bewältigen, was ihr nicht gelingen wollte. Es ist aber auch seltsam, das die Postmitarbeiter wissen, wann ihre eigene Mittagspause beginnt, aber jeden Tag aufs Neue überrascht sind, dass da soviel Menschen in kurzer Zeit kommen!? Eine Verlegung der Mittagspausenzeiten der Angestellten jedes Wirtschaftsunternehmens wäre nach einmaligem Vorkommen die Reaktion, nicht bei der Post! Dort bleibt alles beim Alten - keine guten Vorsätze für das Neue Jahr. Nein, schön Pause machen, während sich die Kunden die Beine in den Bauch stehen.
Liebe Deutsche Post, es war schon nicht unser Kundenwunsch, das ihr später öffnet, aber das wir nun auch noch unsere Mittagapause bei euch verbringen, weil eure Kollegen essen gehen, das ist nicht das, was wir unter Service verstehen. Die Hälfte der Kunden würde euch in der Mittagszeit auch nicht belästigen, wenn ihr versuchen würdet, die Päckchen und Paket beim Nachbarn abzugeben, so wie es Hermes, DPD und all die anderen Paketzusteller doch auch tun.
Claudia Hünger
Autor: red
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Kommentare
mOnkEy
07.01.2013, 15:37 Uhr
Und täglich grüßt das Murmeltier...
Bin ich froh, dass es nicht nur mir so geht! Ich dachte schon, ich wäre die Einzige die Probleme mit der Post hat. "Schlangestehen" ist hierbei allerdings meist das Kleinere Übel. Richtig spannend wird es erst, wenn man Briefe mit Marken versehen muss, die es gar nicht gibt und man dann die Angestellten am Kornmarkt ins Schwitzen bringt, weil sie errechnen müssen aus welchen Marken sie den benötigten Wert am besten zusammen stellen...
Ich möchte nicht alle Damen unserer Postfiliale über einen Kamm scheren, aber Kundenservice und Freundlichkeit sind mir in der Hauptpost in Nordhausen noch nicht sehr oft begegnet.
Dora75
07.01.2013, 16:05 Uhr
Postamt in Nordhausen
Ja ganz schlimm da, es graute mir immer zum ersten dort hin zu fahren um die Rentenschecks einzulösen. Aber ich Fahre jetzt immer nach Salza da sind sie sehr schnell und sehr Freundlich. Ja die Deutsche Post. Traurig.
pauli08
07.01.2013, 17:34 Uhr
ohja...
Am schlimmsten finde ich an dieser Filiale, dass ewige Anbieten und Werben für irgendwelche Konten, Telefontarife oder Stromerzeuger.
Immer wieder passiert es, das man dann, wenn man höflih ablehnt, nur noch sehr unfreundlich behandelt wird, weil man "nur" ein Brief versenden will oder ähnliches.
Da sollte echt mal langsam was getan werden, unfreundlichkeit ist eine schlechte Werbung!!!
98maschr
07.01.2013, 18:24 Uhr
Wie es in den Wald hineinschallt...
Ich glaube gern, daß der Ein oder Andere schlechte Erfahrungen dort gemacht hat, nichtsdestotrotz ist es immer leicht rumzumeckern und unter Nordhäusern ein nur allzu beliebtes Freizeitvergnügen.
Aber die meisten Kunden sind viel unfreundlicher und unverfrorener als jegliche Angestellte. Zumal die Meisten schon am rumzappeln und rummosern sind wenn sie auch nur 5 Minuten warten müssen. Und nein ich arbeite nicht dort - das muß man ja hier mittlerweile immer dazu schreiben wenn man mal was nicht Negatives postet.
Janko
07.01.2013, 20:44 Uhr
mit der deutschen post...
...im allgemeinen und mit der nordhäuser filiale im speziellen habe ich bislang nur positive erfahrungen gemacht.
mir wollte noch nie jemand ein konto oder einen kredit aufschwatzen, und mir ist bislang auch noch keine kopfrechenschwäche bei den angestellten, denen ich meine briefe zum frankieren übergab, aufgefallen.
entgegen der landläufigen meinung habe ich auch noch nie erlebt, dass eine sendung von mir verschollen wäre oder über gebühr lange gebraucht hätte den empfänger zu erreichen, nein, meine post kommt in der regel tatsächlich am nächsten werktag egal wo an, und sogar europaweit, wie ich in letzter zeit häufig post versende, hatte ich noch nie grund zur klage. mit längeren schlangen zur mittagszeit muss man halt leben (dachte ich bisher achselzuckend und offenbar zu blauäugig, weil da eben alle los stürmen, die mittagspause haben, und "mittagspause" ist nun einmal meistens mittags, deswegen heißt sie so).
verbuche ich das allgemeine gejammere und verfluche in diesem threat also mal wieder unter "nordhäuser befindlichkeit", oder bin ich ein glückskind? ich weiß es nicht, der nordhäuser beschwert sich ja so oft und so gern über alles und jedes, dass man inzwischen nicht mehr weiß, was man noch ernst nehmen soll und was nicht.
Bodo Schwarzberg
07.01.2013, 21:21 Uhr
Deutsche Post: Gejammere der Verwöhnten
Ja, natürlich ist es nicht immer angenehm, etwas länger als heute oft üblich warten zu müssen. Und der Deutsche freut sich ja geradezu, wenn er sich im Klein Klein seiner alltäglichen "Unzufriedenheiten" ergehen kann. Da es dem Durchschnittsbürger, vom Unternehmer bis zum Hartz IV-Empfänger, so gut geht, wie gegenwärtig, dann muss er sich zwangsläufig neue Jammerfelder suchen. Man seid Ihr alle verwöhnt! In 24 Stunden nimmt der Empfänger Eure Post heute aus dem Briefkasten, im Supermarkt bekommt ihr alles, was ihr essen wollt, Ihr könnt reisen wohin ihr wollt und müsst nicht unter der Brücke schlafen. Und trotzdem jammert ihr! Arme Mitmenschen kann ich da nur sagen.
Viele Unternehmer, die ich interviewe, sagen mir, die Kunden wollen rücksichtslos alles sofort, weil ihnen von der Werbung gesagt wird, dass sie heute alles sofort bekommen können. - Allen realistischen Möglichkeiten zum Trotz.
Wisst Ihr: Ich rege mich auch über eine Menge auf: Aber im Grundtenor nicht über solche alltäglichen, wirklichen Kleinigkeiten, die niemandem wirklich schaden. Weitet Euren Blick auf das Globale, auf die Auswirkungen unserer Gesellschaft auf die Ökologie und auf die Ärmsten der Armen, statt Euch in Sinnlosigkeiten zu ergehen! Seht auch die Todkranken in Krankenhäusern und im Hospiz.
Ein Bestatter und Seelsorger in einer onkologischen Klinik sagte mir mal: "Wenn ich im Alltag mitunter auf Menschen treffe, die sich über Kleinigkeiten aufregen, dann würde ich am liebsten sagen: Begleitet mich einen Tag lang, dann relativieren sich Eure Probleme."
Ostseefan
07.01.2013, 21:49 Uhr
die Damen am Schalter...
...sind die letzten, die für den Zustand was können. In meinen Augen sind sie bei dem Dauerstress immer freundlich. Die obere Etage bestimmmt, wieviel Personal am Schalter steht, was sie dem Kunden noch anbieten müssen, und eine Pause muss wohl jeder mal machen,gerade diese Frauen, deren Job ich nicht machen will, brauchen besonders die Pause.
Dienstlich stehe ich teils mehrmals täglich in der "Wartegemeinschaft", habe innerlich genau so viel Wut im Bauch, zu mir sind die Frauen aber immer freundlich.
Annett W.
08.01.2013, 09:48 Uhr
Überwiegend freundlich
Ich kann mich nur meinen positiven Vorrednern anschließen. Selbst als ich einmal unfreundlich war, blieb die Dame sehr ruhig und freundlich.
Zu der Abgabe der Post beim Nachbarn:
Für mich ist es auch bequemer, wenn das Paket beim Nachbarn abgegeben wird.
Jedoch ist dies, meiner Meinung nach, theoretisch nur mit dem vorherigen Einverständnis des Adressaten möglich.
Die Deutsche Post muss das Briefgeheimnis beachten. Durch den Absender könnten Rückschlüsse gezogen werden, die der Adressat nicht "veröffentlichen" möchte.
Harzer_Wolf
08.01.2013, 10:41 Uhr
Jammern auf hohem Niveau?
@ Schwarzberg - natürlich haben Sie Recht, das einige Leute auf hohem Niveau jammern. Aber damit Sie verstehen, was manche Leute meinen, hier ein Beispiel vom Dezember.
Meine Mutter ist gehbehindert. Sie hat ein Konto auf der Postbank. Also bin ich so nett und fahre in meiner Mittagspause ( 30 min ) mit der Straßenbahn ( man ist ja umweltbewusst ) zur Post. Dort angekommen muß ich feststellen, das der Geldautomat wieder einmal ( das passiert öfter ) defekt ist. Leider hat die Postbank dort auch nur einen Automaten. Also in der Reihe ( ca. 20 Personen ) anstellen, um Geld am Schalter zu holen. Was ich nach 15 min Wartezeit nicht bekomme - ich habe ja keine Vollmacht dabei. Ok - der Automat ist kaputt, aber ...? Dann eben wenigstens den Kontauszug holen, wieder zurück in den Vorraum. Auch hier nur ein Automat, vor mir 3 Kunden. Einer davon holt nicht nur den Auszug sondern tippt auch noch umständlich zwei Überweisungen ein.
Als ich dran bin, zeigt mir der Automat erst einmal Werbung. Muß vielleicht sein, nervt aber. ( Mittlerweile sind nochmals 15 min vergangen ). Ich habe also insgesamt 30 min auf der Post abgehangen, um einen Kontoauszug zu bekommen. ( Das Geld habe ich dann noch auf der Commerzbank geholt ). Das nennen Sie also Jammern? Ich nenne das Servicewüste.
PS: Und ja - die Damen am Schalter können dafür am Wenigsten. Die hohen Tiere sind dafür verantwortlich !
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