Mi, 07:39 Uhr
02.01.2013
Schwarzbergs Wegwerfgesellschaft (6)
Von 30 Tonnen Böllermüll musste allein die Stadt Hamburg am Neujahrsmorgen ihre Straßen befreien. Was im bebauten Gebiet trotz aller Gefahren noch als Teil der menschlichen Kultur gesehen werden könnte, kann auf dem Poppenberg nur noch als Frevelei bezeichnet werden - vor allem, wenn der Müll wie so oft im Wald liegenbleibt...
Ich wandere oder laufe relativ oft den Poppenberg zu Trainingszwecken hinauf, stieß aber am Neujahrstag wie fast jedes Jahr auf fragwürdige Überreste einer Silvesterfeier unter freiem Himmel. Dass die Natur in der Marktwirtschaft weltweit zu unser aller Schaden als Selbstbedienungsladen missbraucht wird, setzt sich im privaten Bereich oft fort. Niemand hätte wahrscheinlich etwas gegen eine dezente Party oben auf dem Südharzer Berg - wenn sie denn unbemerkt bliebe.
Ich jedoch stieß auf zwei noch frische Lagerfeuerstellen, die eine noch teils glühend, auf leere Flaschen, teils herumliegend, teils eingetütet und auf Dutzende Raketen- und Knallerreste sowie anderen frischen Müll. Nicht zuletzt waren die Täter mit dem Auto auf dem Berg, was wohl an sich dem Forst und den Jägern allein gestattet ist. Dieses Vergehen wäre ja im Einzelfall noch verkraftbar, wenn die Silvesterrowdys vom Poppenberg doch wenigstens den von Ihnen verursachten Müll in den Kofferraum gepackt und mit nach Haus genommen hätten. Stattdessen hinterließen sie eine Müllkippe auf dem bekanntesten Berg im Landkreis.
Ich bin überzeugt davon, dass sie Sektflaschen und Tetrapacks nicht in ihrem Wohnzimmer belassen, sondern regelmäßig dem Müllschlucker übergeben - in der Landschaft hingegen glauben sie all dies der Allgemeinheit zumuten zu können.
Nicht nur, dass es in unserer Ellenbogengesellschaft an Disziplin, Ordnung und Rücksichtnahme auf andere mangelt: Auch die zuständigen Behörden erscheinen oft machtlos gegen Derartiges. Seit Jahren ist bekannt, dass an geografisch neuralgischen Punkten im Südharz Silvester unter freiem Himmel gefeiert wird. Dort wünschte ich mir mehr nächtliche Kontrollen, mehr Präsenz der Ordnungsbehörden. Nicht um wirklich dezente Feiern zu verhindern, sondern um zu zeigen, 'wir passen auf, dass ihr nichts liegen lasst, wenn ihr schon nicht von selbst darauf kommt'. Parksündern im kommunalen Bereich gelbe Zettelchen hinter den Scheibenwischer zu klemmen, ist einfach. Ein wenig mehr Aufwand zum Schutze der Natur wäre da schon wünschenswert auf allen Seiten.
Bodo Schwarzberg
Autor: redIch wandere oder laufe relativ oft den Poppenberg zu Trainingszwecken hinauf, stieß aber am Neujahrstag wie fast jedes Jahr auf fragwürdige Überreste einer Silvesterfeier unter freiem Himmel. Dass die Natur in der Marktwirtschaft weltweit zu unser aller Schaden als Selbstbedienungsladen missbraucht wird, setzt sich im privaten Bereich oft fort. Niemand hätte wahrscheinlich etwas gegen eine dezente Party oben auf dem Südharzer Berg - wenn sie denn unbemerkt bliebe.
Ich jedoch stieß auf zwei noch frische Lagerfeuerstellen, die eine noch teils glühend, auf leere Flaschen, teils herumliegend, teils eingetütet und auf Dutzende Raketen- und Knallerreste sowie anderen frischen Müll. Nicht zuletzt waren die Täter mit dem Auto auf dem Berg, was wohl an sich dem Forst und den Jägern allein gestattet ist. Dieses Vergehen wäre ja im Einzelfall noch verkraftbar, wenn die Silvesterrowdys vom Poppenberg doch wenigstens den von Ihnen verursachten Müll in den Kofferraum gepackt und mit nach Haus genommen hätten. Stattdessen hinterließen sie eine Müllkippe auf dem bekanntesten Berg im Landkreis.
Ich bin überzeugt davon, dass sie Sektflaschen und Tetrapacks nicht in ihrem Wohnzimmer belassen, sondern regelmäßig dem Müllschlucker übergeben - in der Landschaft hingegen glauben sie all dies der Allgemeinheit zumuten zu können.
Nicht nur, dass es in unserer Ellenbogengesellschaft an Disziplin, Ordnung und Rücksichtnahme auf andere mangelt: Auch die zuständigen Behörden erscheinen oft machtlos gegen Derartiges. Seit Jahren ist bekannt, dass an geografisch neuralgischen Punkten im Südharz Silvester unter freiem Himmel gefeiert wird. Dort wünschte ich mir mehr nächtliche Kontrollen, mehr Präsenz der Ordnungsbehörden. Nicht um wirklich dezente Feiern zu verhindern, sondern um zu zeigen, 'wir passen auf, dass ihr nichts liegen lasst, wenn ihr schon nicht von selbst darauf kommt'. Parksündern im kommunalen Bereich gelbe Zettelchen hinter den Scheibenwischer zu klemmen, ist einfach. Ein wenig mehr Aufwand zum Schutze der Natur wäre da schon wünschenswert auf allen Seiten.
Bodo Schwarzberg
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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