Do, 07:15 Uhr
05.02.2004
Vortrag im Geschichtsverein
Nordhausen (nnz). Zur ersten öffentlichen Veranstaltung in diesem Jahr lädt der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein in das Vereinshaus Thomas Mann ein. Termin, Thema und weitere Informationen erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.
Am kommenden Dienstag (10. Februar) um 19.30 Uhr steht ein Vortrag von Gundula Otto und Frank Lawrenz zum Thema Brunnen in Nordhausen an. Zahlreiche Aufnahmen werden das Gesagte ergänzen. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Zur Einstimmung ein kleine Exkurs in punkto Brunnen der Stadt Nordhausen.
Die Brunnen, einst Wasserkünste genannt, gehörten bereits im 16. Jahrhundert zum Straßenbild der freien Reichstadt Nordhausen. Mittels der Ober- und der Unterkunst wurde das Wasser aus dem Mühlgraben bzw. aus dem Kunstkanal ins Schöppmännchen auf dem Geiersberg eines der Sieben Wunder von Nordhausen gepumpt, von dort floss das kostbare Nass durch hölzerne Röhren in die Brunnen auch Künste genannt. Mehrere erhielten 1755 barocke Sandsteinfiguren, die von dem Arnstädter Künstler Johann Ludwig Meil geschaffen wurden.
So zierte einst das Meerpferdchen den Brunnen auf dem Pferdemarkt (heute den Brunnen auf dem Postplatz). Triton hatte seinen Platz auf dem Lutherplatz, Leda stand in der unteren Rautenstraße, Neptun auf dem Königshof und Laocoon stand in der oberen Rautenstraße. Diese Brunnenfiguren sind heute im Meyenburg-Park aufgestellt und zeugen von der Fertigkeit des Meisters Meil. Die Künste verschwanden, neue Brunnen wurden geschaffen, so der Lutherbrunnen mit Luther, der Baltzerbrunnen auf dem Hagen und der Neptunbrunnen mit dem Neptun von Ernst Rietschel, um nur einige zu nennen. Der Krieg und die Bombardierung der Stadt am 3. und 4. April 1945 forderte auch unter den Brunnen ihren Tribut, Luther- und Baltzerfigur gingen verloren. Heute erfreuen wieder weit über ein Dutzend Brunnen, verteilt über die ganze Stadt, die Nordhäuser und ihre Gäste. Bis zum Beginn der Landesgartenschau kommen noch einige hinzu.
Autor: rhAm kommenden Dienstag (10. Februar) um 19.30 Uhr steht ein Vortrag von Gundula Otto und Frank Lawrenz zum Thema Brunnen in Nordhausen an. Zahlreiche Aufnahmen werden das Gesagte ergänzen. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Zur Einstimmung ein kleine Exkurs in punkto Brunnen der Stadt Nordhausen.
Die Brunnen, einst Wasserkünste genannt, gehörten bereits im 16. Jahrhundert zum Straßenbild der freien Reichstadt Nordhausen. Mittels der Ober- und der Unterkunst wurde das Wasser aus dem Mühlgraben bzw. aus dem Kunstkanal ins Schöppmännchen auf dem Geiersberg eines der Sieben Wunder von Nordhausen gepumpt, von dort floss das kostbare Nass durch hölzerne Röhren in die Brunnen auch Künste genannt. Mehrere erhielten 1755 barocke Sandsteinfiguren, die von dem Arnstädter Künstler Johann Ludwig Meil geschaffen wurden.
So zierte einst das Meerpferdchen den Brunnen auf dem Pferdemarkt (heute den Brunnen auf dem Postplatz). Triton hatte seinen Platz auf dem Lutherplatz, Leda stand in der unteren Rautenstraße, Neptun auf dem Königshof und Laocoon stand in der oberen Rautenstraße. Diese Brunnenfiguren sind heute im Meyenburg-Park aufgestellt und zeugen von der Fertigkeit des Meisters Meil. Die Künste verschwanden, neue Brunnen wurden geschaffen, so der Lutherbrunnen mit Luther, der Baltzerbrunnen auf dem Hagen und der Neptunbrunnen mit dem Neptun von Ernst Rietschel, um nur einige zu nennen. Der Krieg und die Bombardierung der Stadt am 3. und 4. April 1945 forderte auch unter den Brunnen ihren Tribut, Luther- und Baltzerfigur gingen verloren. Heute erfreuen wieder weit über ein Dutzend Brunnen, verteilt über die ganze Stadt, die Nordhäuser und ihre Gäste. Bis zum Beginn der Landesgartenschau kommen noch einige hinzu.

