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So, 08:45 Uhr
23.12.2012

Nun kann's Christkind kommen

Viele Besucher waren zum Weihnachtskonzert 2012 in das Nordhäuser Theater gekommen. Ein Spaziergang über den Adventsmarkt unmittelbar vor der Tür entlang der festlich geschmückten Stände, vorbei am Schwibbogen und der großen Pyramide stimmten weihnachtlich ein. Für die nnz sah und hörte Christel Laude zu...


Unter den Gästen waren auch viele Kinder aller Altersstufen, lautete doch der Titel des Konzertes „Teddys Weihnachtsträume“. Einige Kinder hatten sogar ihren Teddy von zu Hause mitgebracht und warteten nun ganz gespannt auf das Geschehen auf der Bühne, denn auch die war liebevoll und passend zum Thema geschmückt.

Die Musiker des Loh-Orchesters stimmten unter der Leitung von Elena Pierini zunächst zwei Ausschnitte aus der Oper „Schneeflöckchen“ des russischen Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow an. Diese klangen recht ruhig und waren vom Charakter her wohl nicht der erwartete Einstieg in das Konzert. Auch die kunstvollen Weihnachtslieder op.8, von Peter Cornelius, vorgetragen von Anja Daniela Wagner, gefielen wohl eher den Erwachsenen.
Weihnachtliches Konzert im Theater (Foto: Kh. Theus)
Weihnachtliches Konzert im Theater (Foto: Kh. Theus)
Weihnachtliches Konzert im Theater (Foto: Kh. Theus)
Aber dann durften alle, die es schon konnten, zwei ganz bekannte Weihnachts- bzw. Winterlieder mit dem großen Orchester mitsingen. Anja Daniela Wagner hatte dazu mit den passenden Worten eingeladen und sang auch selbst schön laut mit. Den ersten Teil des Konzertes beendeten wieder die Musiker des Orchesters mit einem weiteren Ausschnitt aus dem oben genannten Werk, der sehr gut gefiel und viel Beifall auslöste.

Nun kam endlich die lang ersehnte Geschichte vom kleinen Bär mit dem Namen Paddington, der sein erstes Konzert erlebte. Paddington kam als blinder Passagier mit einem Schiff aus Peru nach London, wo ihn die Familie Brown fand, sich des „Findelkindes“ annahmen, ihm den Namen der Stelle gaben, wo sie ihn fanden, nämlich an der Bahnstation Paddington.

Später lernten sie den aus Ungarn stammenden Herrn Gruber kennen, und der lud Fam. Brown und Bärchen Paddington zu einem Konzert in die riesige Royal Albert Hall ein. Dort machten sie Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Instrumenten, erfuhren, dass die Unvollendete von Schubert doch fertig ist, und Bärchen durfte am Ende sogar die Zugabe für das Orchester bestimmen. Aus diesem tollen Erlebnis heraus wünschte sich Paddington dann zu Weihnachten einen Taktstock.

Diese reizende Geschichte war natürlich mit Musik unterlegt. Da hörte man fremde Vögel zwitschern und wähnte sich im Urwald -herrliche Pikkoloflöte-, erklangen Kastagnetten aus Spanien, ungarische Melodien – spontaner Beifall für die Violine - u.v.m. Da wurden Themen von Haydn und Schubert zitiert, und es gabt darüber hinaus so viel verborgene musikalische Einfälle zu entdecken. Für Kinder sicherlich nicht erkennbar. Aber die Geschichte an sich, vor allem, wenn sie so lebendig erzählt wird wie von Uta Haase, vermochte auch die Kleinen zu fesseln. Schade, dass das Orchester an manchen Stellen ihre Stimme übertönte.

Mit dem wiederum gemeinsamen Gesang von „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ klang das Konzert versöhnlich aus.

Es war ein einfallsreiches und anspruchsvolles Konzert, das viel Freude gebracht hat. Den richtigen Titel zu finden ist sicherlich für die Verantwortlichen ein schwieriger Balanceakt.

Den Mitarbeitern des Theaters immer gute Ideen für ihre Programme und allen: fröhliche Weihnachten.
Christel Laude
Autor: red

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