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Mo, 11:55 Uhr
02.02.2004

Sonne, Mond und Pegasus

Nordhausen (nnz). Wer glaubt, dass im Winter in Nordhausen auf den Baustellen Ruhe herrscht, der konnte sich heute eines Besseren belehren lassen. Ihrer Bestimmung übergeben wurden die Sonne, der Mond und Pegasus. Wenn Sie jetzt neugierig sind, dann klicken Sie doch einfach...


Rinke, Rennebach, Rechtacek/nnz-Fotos: Wiethoff


Am Wochenende noch hätte sich Architekt und nnz-Autor Detlef Schmidt noch die Haare raufen können. Sein Büro ist für den Umbau eines Wohnhauses zu einem Kindergarten zuständig. Vor 14 Tagen wurde die Auslegeware bestellt, gestern waren noch jede Menge Handwerker in dem Haus zugange, doch heute Punkt 6 Uhr konnte das „Tierhäuschen“ seine Pforten für Kinder und Erzieherinnen öffnen. Noch ist der Kindergarten eingerüstet und doch – die hölzernen Fassadenelemente machen neugierig.

Enthüllt Gelüftet wurden im wahrsten Sinne des Wortes auch die drei Skulpturen der Herren Rennebach und Rechtacek. Die hatten auf einer Freifläche neben dem neuen Durchgang vom Petersberg zum Theater drei überdimensionierte Figuren erschaffen: Sonne, Mond und Pegasus. Was üblich bei Künstlern ist, das sind Einfaltsreichtum, Kreativität und Aussagekraft. Ob das erreicht wurde, das werden die Nordhäuser und ihre Gäste in diesem Jahr beurteilen. Nicht üblich in diesen Zeiten, dass ist die Unterstützung des künstlerischen Vorhaben ohne dafür eine Rechnung auszustellen. Lothar Rechtacek und Jürgen Rennebach möchten sich an dieser Stelle ausdrücklich beim Architekturbüro „aing“, beim Kunstglasermeister Rolf Drechsler und bei Schlosser Frank Ballhause für deren Hilfe bedanken.

Mit den drei Figuren, dem Durchgang als Teilstück des historischen Stadtrundgangs, dem neuen Kindergarten und dem schmucken Innenhof ist letztlich eine Wohnumfeldmaßnahme der SWG abgeschlossen, die es in sich hatte. Seit 199 waren hier mehr als sieben Millionen Euro verbaut worden. Rund 5,3 Millionen Euro waren Städtebaufördermittel. Begonnen hatte alles mit einem Architekturwettbewerb im Jahr 1999, fortgesetzt wurde der Umbau mit der Sanierung der drei Wohnscheiben von SWG und WBG, letztlich war der Einbau der Plastiken der Abschluß.

Können Sie sich noch daran erinnern, wie das alles im zeitigen Frühjahr 2002 aussah? Der hässliche Durchgang? Das alles ist Vergangenheit. Die Gegenwart – das sind die Sonne, der Mond und Pegasus und lachende Kinder gleich daneben.
Autor: nnz

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