Mo, 10:20 Uhr
26.01.2004
Joah, ist denn schon Wahlkampf?
Nordhausen (nnz). Die Kandidaten, die für die Menschen der Stadt Nordhausen den Landtag erobern wollen, die stehen zum Teil schon fest. Und die wollen Wahlkampf machen. Die ersten Auswüchse hat die nnz beobachtet.
Nehmen wir den, dessen Kandidatur noch ganz frisch ist. Rainer Bachmann will für die PDS ins Feld ziehen, Am Wochenende ist er im Jägerhof in Woffleben gewählt worden. Rainer Bachmann ist nicht mehr der jüngste, doch das ist bei der PDS nicht so schlimm, schließlich repräsentiert er so in etwa das Durchschnittsalter der Mitglieder. Aber repräsentiert er auch das Klientel, auf dessen Stimmen die Sozialisten Mitte des Jahres unbedingt setzen müssen? – Neben den alten Genossen!
Im Wahlkampf werden nicht nur möglichst viele Stimmen gebraucht, sondern vor allem die Unterstützung der Basis. Und selbst Matthias Mitteldorf, der Unterlegene, versprach schon im Vorfeld, jeden anderen Kandidaten zu unterstützen. Doch das kann momentan noch nicht beobachtet werden. Da gab es schon eine gewisse Distanz zwischen ihm und Bachmann, auch räumlich vor dem Rathaus.
Aber solch eine Gegendemo ist schon mal ein guter Platz, sich zu zeigen. Auch für Manfred Breitrück von der SPD. Manfred Breitrück ist gewählt worden, doch ob er auch unterstützt wird, das ist offen. Nach nnz-Informationen soll sich der Leimbacher derzeit ein Wahlkampfteam zusammenstellen. Bei einigen Genossen habe er nachgefragt, von einigen schon eine indirekte Absage erhalten. Jedenfalls macht Breitrück schon längere Zeit Wahlkampf, um genau zu sein, seit dem 31. Oktober 2003, hatte er damals versprochen. Und man hat ihn seit dem auch bei vielen Gelegenheiten gesehen: Beim Neujahrsempfang der Kreissparkasse, beim Neujahrsempfang im Nordhäuser Rathaus, bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Nord- und Sondershausen, bei einer Premiere im Theater und am Wochenende. Dort ließ es sich der SPD-Kandidat nicht nehmen, an vorderster Front – direkt hinter einer Kehrmaschine – gegen den braunen Müll in dieser Stadt vorzugehen.
Übrigens: Heute macht Manfred Breitrück schon wieder Wahlkampf. Er will ab 16 Uhr mit dem betreuenden Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider im Wahlkreisbüro eine Bürgersprechstunde abhalten. Zuvor wird man sich den Problemen der Senioren annehmen, danach geht’s in die Fachhochschule zu einem Generationen-Vortrag.
Einen prallen Terminkalender hat auch der bislang dritte Kandidat im Bunde. Den hat er eigentlich immer, denn Dr. Klaus Zeh ist Minister in Thüringen. Morgen ist er zum Beispiel in Nordhausen. Da wird er die Wacker-Klaus eröffnen und vielleicht – so nebenbei – ein bisschen Wahlkampf machen. Als Minister hat man es eben leichter, als die, die erst nach Erfurt wollen.
Aber kann sich Zeh beruhigt zurücklehnen? Vor fünf Jahren wählten ihn 45,7 Prozent der Nordhäuser in den Landtag und da war er vorher nur Abgeordneter. Der SPD-Kandidat hieß Richard Dewes und war damals noch Minister, er kam hinter Klaus Gorges (damals noch PDS) auf Platz 3.
Autor: nnzNehmen wir den, dessen Kandidatur noch ganz frisch ist. Rainer Bachmann will für die PDS ins Feld ziehen, Am Wochenende ist er im Jägerhof in Woffleben gewählt worden. Rainer Bachmann ist nicht mehr der jüngste, doch das ist bei der PDS nicht so schlimm, schließlich repräsentiert er so in etwa das Durchschnittsalter der Mitglieder. Aber repräsentiert er auch das Klientel, auf dessen Stimmen die Sozialisten Mitte des Jahres unbedingt setzen müssen? – Neben den alten Genossen!
Im Wahlkampf werden nicht nur möglichst viele Stimmen gebraucht, sondern vor allem die Unterstützung der Basis. Und selbst Matthias Mitteldorf, der Unterlegene, versprach schon im Vorfeld, jeden anderen Kandidaten zu unterstützen. Doch das kann momentan noch nicht beobachtet werden. Da gab es schon eine gewisse Distanz zwischen ihm und Bachmann, auch räumlich vor dem Rathaus.
Aber solch eine Gegendemo ist schon mal ein guter Platz, sich zu zeigen. Auch für Manfred Breitrück von der SPD. Manfred Breitrück ist gewählt worden, doch ob er auch unterstützt wird, das ist offen. Nach nnz-Informationen soll sich der Leimbacher derzeit ein Wahlkampfteam zusammenstellen. Bei einigen Genossen habe er nachgefragt, von einigen schon eine indirekte Absage erhalten. Jedenfalls macht Breitrück schon längere Zeit Wahlkampf, um genau zu sein, seit dem 31. Oktober 2003, hatte er damals versprochen. Und man hat ihn seit dem auch bei vielen Gelegenheiten gesehen: Beim Neujahrsempfang der Kreissparkasse, beim Neujahrsempfang im Nordhäuser Rathaus, bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Nord- und Sondershausen, bei einer Premiere im Theater und am Wochenende. Dort ließ es sich der SPD-Kandidat nicht nehmen, an vorderster Front – direkt hinter einer Kehrmaschine – gegen den braunen Müll in dieser Stadt vorzugehen.
Übrigens: Heute macht Manfred Breitrück schon wieder Wahlkampf. Er will ab 16 Uhr mit dem betreuenden Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider im Wahlkreisbüro eine Bürgersprechstunde abhalten. Zuvor wird man sich den Problemen der Senioren annehmen, danach geht’s in die Fachhochschule zu einem Generationen-Vortrag.
Einen prallen Terminkalender hat auch der bislang dritte Kandidat im Bunde. Den hat er eigentlich immer, denn Dr. Klaus Zeh ist Minister in Thüringen. Morgen ist er zum Beispiel in Nordhausen. Da wird er die Wacker-Klaus eröffnen und vielleicht – so nebenbei – ein bisschen Wahlkampf machen. Als Minister hat man es eben leichter, als die, die erst nach Erfurt wollen.
Aber kann sich Zeh beruhigt zurücklehnen? Vor fünf Jahren wählten ihn 45,7 Prozent der Nordhäuser in den Landtag und da war er vorher nur Abgeordneter. Der SPD-Kandidat hieß Richard Dewes und war damals noch Minister, er kam hinter Klaus Gorges (damals noch PDS) auf Platz 3.


