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Di, 10:00 Uhr
27.11.2012

Neuauflage wird vorgestellt

Vor etwa einem Jahr machte der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Professor Dr. Volkhard Knigge, darauf aufmerksam, dass das Buch "Die Graupenstrasse" von Werner und Ursula Rathsfeld (Nordhausen) vergriffen
sei. Er nannte es ein hervorragendes Anschauungsmaterial für Schüler und Besucher der Gedenkstätte. Jetzt gibt es eine Neuauflage...

Einband der Neuauflage (Foto: Verlag Iffland) Einband der Neuauflage (Foto: Verlag Iffland)

Das ehemalige KZ war nach 1945 von der sowjetischen Beatzungsmacht als Sonderlager weitergeführt worden. Ein Kreis von Nordhäuser Freunden, wenn auch in alle Winde verstreut, hat sich darum für einen Neudruck engagiert, angereichert durch Fotos, einem Glossar und vor allem mit einem Kapitel, das das punktuelle Geschehen in die allgemeine Entwicklung dieser Jahre vor und nach Gründung der DDR einbindet. Autor ist ebenfalls Volker Kähne, langjähriger Leiter der Berliner Senatskanzlei.

Werner Rathsfeld war Geschäftsführer und Teilhaber der Nordhäuser Maschinenfabrik Julius Fischer, die Tapetendruckmaschinen herstellte. Er wurde 1945 von der sowjetischen GPU in die Keller der Karolinger Straße gesteckt, kam später nach Buchenwald und ins Zuchthaus Waldheim. Erst dort - nach fünf Jahren - wurde er unter Anklage gestellt: Sein Unternehmen habe Material für Waffen hergestellt.

Seine Erlebnisse hat Rathsfeld in dem Buch "Die Graupenstrasse" beschrieben. Der Titel nimmt Bezug auf die Lagerstrasse in Buchenwald, von der die Essensausträger die dünne Wassersuppe in den Baracken verteilte. Das Buch erhält seine besondere Spannung, weil seine Frau Ursula parallel schildert, wie sie in dieser schweren Zeit in Nordhausen das Überleben mit den drei Kindern sicherte.

Der Sohn der Autoren, Lutz-Martin Rathsfeld, wird zum Start der Neuauflage (gedruckt bei Iffland, Nordhausen) aus dem Buch lesen. Dr. Manfred Schröter moderiert. Dr. Schröter wohnt heute in dem Haus wohnt, in dessen Keller Werner Rathsfeld 1945 festgesetzt wurde. Bei der Renovierung des Hauses hat er sorgsam noch vorhandene Spuren des GPU-Kellers erhalten.

Tabakspeicher Nordhausen, 5. Dezember, 19 Uhr
Autor: psg

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