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Mi, 17:06 Uhr
21.01.2004

Schutzzonen gefordert

Nordhausen (nnz). Bundesweit wird derzeit über den Anbau von genmanipulierten Pflanzen diskutiert. Aus Sicht des Nordhäuser Kreisverbandes von Bündnis90/Die Grünen ist damit viel Verunsicherung der Verbraucher verbunden. Es besteht also Klärungsbedarf...


Der Nordhäuser Kreisverband fordert für Thüringen einen generellen Verzicht des Ausbringens von genmanipuliertem Saatgut. Bündnis90/Die Grünen stehen für eine natürliche Produktion von Lebensmitteln unter Berücksichtigung des Naturhaushaltes. Nachdem sich Sachsen-Anhalt auf den Weg macht, ungeachtet der breiten Verbraucherablehnung, eine Vorreiterrolle beim Anbau solch veränderter Pflanzen einzunehmen, fordert der Nordhäuser Kreisverband umgehend die Schaffung eines Bündnisses gegen derartige Bestrebungen. Vor allem in Nordthüringen sei es wichtig, dass sich die Landesregierung hier eindeutig positioniert, da von Feldern der Grenzregionen zu Sachsen-Anhalt die Gefahr der Kontamination ausgehen kann. Es ist nicht ausreichend, nur einige Gebiete (wie z.B. die Gegend Mühlhausen oder das Altenburger Land) frei von genmanipulierten Saaten zu lassen.

Die Nordhäuser Bündnisgrünen fordern daher von Seiten der CDU - Landesregierungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen die Ausweisung von weiträumigen gentechnikfreien Zonen zu Sachsen-Anhalt und anderen Anbaugebieten, zum Schutz der Felder der Nordthüringer Region. Ebenso fordert der Nordhäuser Kreisverband die hiesige Landwirtschaft auf, sich einer entsprechenden Verpflichtungserklärung anzuschließen. „Mittlerweile haben auch große Handelsketten erkannt, das die meisten Verbraucher Lebensmittel ablehnen, die aus genveränderten Rohstoffen hergestellt werden und einen Verzicht der Vermarktung erklärt“, so der Kreisverband.

Der Meinung des Thüringer Landwirtschaftsministers Volker Sklenar (CDU), dass die Problematiken noch in weiter Ferne liegen, werden sich die Bündnisgrünen nicht anschließen. „Wir fordern ein frühzeitiges Eingreifen seitens der Landesregierung“, so der Kreisverband, denn niemand wisse heute, welche Dimension die Gentechnik einmal erreiche und welche Einflüsse sie auf biologische Kreisläufe und auf unsere Gesundheit haben werde. Die Wissenschaft könne zwar die Gene verändern, aber nur sehr wenig über die langfristigen Folgen sagen, so die Nordhäuser Grünen.

Aus diesem Grund wird der Nordhäuser Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen dieses Problem thematisieren und demnächst einen Informationsabend anbieten, zu dem Fachleute, Verbraucher und Erzeuger schon heute eingeladen sind.
Autor: nnz

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