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Di, 16:09 Uhr
13.11.2012

Im nächsten Jahr der GAU

Das Geld in den Kommunen wird knapp. Das spüren auch und insbesondere die Vereine, die sich der Jugendarbeit widmen. Bekannt ist, dass sich die Zuschüsse seitens Landkreis und Stadt verringern werden. Unbekannt ist die Höhe der Verringerung...

Junge Runde (Foto: nnz) Junge Runde (Foto: nnz)
Träger der Jugendarbeit informierten die Medien

Vor allem die Stadt Nordhausen und deren Stadtrat halten sich da bedeckt. Erste Zahlen seien für das kommende Jahr für Mitte 2013 zu erwarten, sagte Kreisjugendring-Geschäftsführerin Sabine Reich. Das wiederum bedeute für einige Träger den Gang in die Insolvenz.

Sabine Reich (Foto: nnz) Sabine Reich (Foto: nnz) Auch deshalb habe man einen „Wachrüttelbrief“ an alle „wichtigen Menschen“ in diesem Landkreis geschrieben. „Wir wollen wissen, welche Angebote seitens der Politik gebraucht und nicht gebraucht werden“, so Reich (Foto). Wenn sie den Landesjugendförderplan betrachtet, dann sind die derzeitigen Angebote im Landkreis Nordhausen „unter Niveau“.

Zur Klarstellung: Für die Jugendarbeit verpflichtet ist ausschließlich der Landkreis, der sein Geld wiederum vom Land bekommt und dies mit eigenen Mitteln auffüllt. Die halbe Million Euro, die zusätzlich von der Stadt bislang zu den Trägern floss, die ist eine freiwillige Angelegenheit, die so nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.

Es seien 4.000 bis 5.000 Kinder und Jugendliche, die durch die Offene-Tür-Arbeit erreicht werden. Rund zehn Mitarbeiter sind derzeit konkret von einer Kündigung betroffen. Vielleicht werden „danach“ noch große Einrichtungen noch geöffnet haben, die "Kleinen werden sterben". Konkret geht es immer um Projekte, die von der kommunalen Politik zum Sterben oder zum Leben verurteilt werden sollen.

Beim Kreisjugendring sind vier Sozialarbeiter beschäftigt, zum Beispiel sieben Jugendklubs in Orten des Landkreises Nordhausen. Fließt kein Geld, dann müssen drei entlassen werden. Nun wollen die Verantwortlichen des Kreisjugendrings noch einmal in den entsprechenden Ausschüssen sowie Fraktionen von Stadtrat und Kreistag vorsprechen. Erreicht habe man, dass in den nächsten Tagen und Wochen Gespräche geplant sind. In diesem Jahr wird alles nochmal gut gehen, da ist Geld durchaus vorhanden, das Desaster kommt vermutlich in 2013.

Zum Schluss ein konkretes Beispiel: Der Rockhaus-Verein wird zum 1. Januar 2013 sterben, schon im aktuellen Jahr habe man sich durchgehangelt, sagte Dustin Hoffmann von Rockhaus. Die 17.000 Euro zum Beispiel, die von der Stadt Nordhausen überwiesen wurden, die reichen nicht aus, um jede junge Band auch wirklich zu betreuen.
Autor: nnz

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Kommentare
Gudrun1974
13.11.2012, 18:37 Uhr
Sehe ich da Herrn Thume?
Sehe ich da Herrn Thume? Der von der FDP? Von der Steuersenkungspartei?

Na, ich gehe ja mal davon aus, dass er dort nicht gesessen hat, um zu klagen, dass die staatlichen Zuschüsse zurückgehen. Denn der Staat ist doch laut FDP das Böse ...

Was macht eigentlich dessen Kumpel Martin Höfer? Der, der seine Privatangelegenheiten über seine Funktion als Stadtrat aus der Welt schaffen will?

Diese Partei ist zumindest in Nordhausen Vergnügungssteuer-pflichtig!
Dora75
13.11.2012, 20:44 Uhr
Wie immer kein Geld für die Jugend
Also ich schließe mich meinen vorredner an. Frage mich was der Thume da zu suchen hat. Oder will er auch was vom Kuchen. Bis jetzt haben doch einige Träger gut an Geld Bekommen. Die Stadt hat gezahlt und der Landkreis hat auch nochmal an die gleichen Träger Bezahlt. Herr Weigel und Co solte sich die Einrichtungen mal genau anschauen ehe sie die Kohle verteilen. Den einigen auf der Zahliste haben nichts mit Jugendarbeit zu tun.
Manuel Thume
14.11.2012, 14:55 Uhr
@ Lachen & Dora75
Sehr geehrte Dora75, sehr geehrter Lachen,

um Ihre Frage zu beantworten, warum ich beim Pressegespräch des Kreijugendrings dabei war: Ich bin Vorsitzender eines Mitgliedsverbandes (Junge Liberale) im Kreisjugendring!

Die Problematik der Kürzungen im Bereich Jugendarbeit ist mir besser bewusst, als Sie vielleicht glauben. Seit über 10 Jahren bin ich in der Jugendarbeit tätig (und damit meine ich nicht nur die politische Jugendarbeit) und musste feststellen, wie sehr in diesem Bereich immer wieder gekürzt wird.

Wer mich kennt weiß, dass ich seit Anbeginn meiner ehrenamtlichen Arbeit gegen diese Kürzungen aufbegehrt habe. Leider fehlt es der Jugend immer wieder an einer großen Lobby, so dass die großen Parteien auch keine Rücksicht genommen haben.

Die Jugendarbeit ist Pflichtaufgabe des Landkreises - das ist der rechtliche Fakt. Was aber viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass Jugendarbeit eine Investition in die Zukunft ist. Hier müsste ein Hauptaugenmerk der Politik sein. Leider ist dem nicht so. Die vorhandenen Gelder werden zum Teil lieber für sinnlose Projekte ausgegeben (wie z. B. der Bibliotheksneubau, die kostenexplodierte Flohburgsanierung usw. usf.), statt sie in die Jugend zu investieren und damit auch ein Stück weit Prävention zu leisten.

Ich werde immer ein Kämpfer für die Rechte der Jugend sein und auch für die Träger der Jugendarbeit. Die Vielfalt unserer Träger- und Angebotslandschaft ist gefährdet. Das dürfen wir nicht zulassen, sondern müssen gemeinsam dagegen ankämpfen. Auch Sie, liebe Dora75 und lieber Lachen, sollten daran mitwirken (wenn Sie es vielleicht nicht sogar schon tun).

Wir müssen hier mit Sachlichkeit an die Sache herangehen anstatt uns mit unsachlichen Kommentaren zu befassen. Damit schaden Sie der Sache an sich und spielen den Politikern in die Hände, welche die Kürzungen radikal durchsetzen wollen.

Da Sie beide mich offensichtlich nicht persönlich kennen, sondern nur oberflächlich meine Parteizugehörigkeit betrachten, biete ich Ihnen gern ein persönliches Gespräch an, bei dem wir unsere Standpunkte austauschen können und Sie sich von meiner Person und meiner Arbeit ein direktes Bild machen können.

Herr Greiner darf Ihnen meine Kontaktdaten gern dazu zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Manuel Thume
Dora75
14.11.2012, 17:40 Uhr
Herr Thume
Sehr geehrter Herr Thume
Der inhalt Ihres Antwortschreibens teile ich im vollen Umfang, und Hoffe das sie was ausrichten können. Ich war zu der Veranstaltung vor den Wahlen wo auch sie anwesend waren. Sagen sie mir Bitte was übrig gebliben ist von den versprechen der Politiker.Wen ich das hier alles so lese ist halt nichts übrig gebliben.
von hier
14.11.2012, 19:01 Uhr
lachen und Dora 75
sie sind nur peinlich !
-Insider-
14.11.2012, 20:51 Uhr
man
sollte meiner meinung nach von diesem parteiblick einmal wegkommen. nur weil man mitglied bei xyz ist, heißt es nicht, dass man jede meinung und handlung teilt. meine entscheidung für eine partei ist entsprechend der größten übereinstimmung der inhalte getroffen wurden. letztlich entscheiden die personen den kurs und da stimme ich herrn thume in vollem umfang zu. die jugend ist unser größtes kapital und das sollten wir schulen, mehren und gut versorgen.
Gudrun1974
14.11.2012, 21:06 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Dora75
15.11.2012, 00:37 Uhr
denk mal
Peinlich ist nur der der keine Meinung hat und das sind sie.
Retupmoc
15.11.2012, 08:30 Uhr
Meinungen
@ Insider - wenn man die Meinung der Partei nicht teilt, der man angehört, ist man dort fehl am Platze. Das ist meine Meinung.

Was die Gelder betrifft habe ich auch eine Meinung. Als meine Generation 14 - 18 Jahre alt war gab es auch kaum Gelder für uns ( außer wenn man aktiv in der FDJ war ). Wir haben es überlebt, weil wir uns sinnvolle Beschäftigungen suchten. Wir spielten Fußball, wir halfen Mitschülern oder den Eltern bei ihren Aufgaben, wir gingen ins Kino oder feierten am Kiesschacht unsere Party. Dafür brauchten wir kein staatliches Geld.

Vielleicht wäre es besser, wenn man die Jugendlichen von den PC und den Getränken wegbekommen könnte?
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