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Fr, 16:31 Uhr
09.11.2012

„Tanz der Welten“ in Günzerode

Günzerode zählt nur 221 Einwohner. Grundschule, Konsum und Kindergarten sind längst Geschichte. Der Schützenverein löste sich auf. Ein Dorf, in dem sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Keineswegs. Ein Bericht von Kurt Frank...

Auf zum Karneval in Günzerode (Foto: Kurt Frank) Auf zum Karneval in Günzerode (Foto: Kurt Frank)
Karnevalspräsident Frank Micheel mit den Gardetänzerinnen Cathrin Dochnahl und Celin Faupel.

Günzerode hat eine Gaststätte mit Saal, der 120 Personen Platz bietet. Hier wird fleißig geübt. Zweimal in der Woche. Seit Wochen. Der Karnevalsverein gibt sich ein Stelldichein. Er bereitet akribisch die 55. Saison vor.

Ein Zweieinhalb-Stunden-Programm wollen die Vereinsmitglieder auf die Beine stellen. Mit Gesang, Tänzen, Büttenreden, Sketchen und viel Humor. Um den Verein am Leben zu erhalten, sei viel Eigeninitiative und Idealismus vonnöten, sonst würde er sterben, sagt Frank Micheel, der Präsident. Auch die fünfte Jahreszeit koste Geld. Sie finanziert sich aus Einnahmen und Mitgliedsbeiträgen. Für das kleine Dorf soll sie wieder das gesellschaftliche Ereignis des Jahres werden.

Die Erwartung aller Beteiligten ist hoch. Die Spannung steigt. Sie soll sich durch das gesamte Programm ziehen. Der Tanz des Männerballetts ist ein Höhepunkt. Irdische tanzen mit einem Außerirdischen, einem Alien. Außerdem sind da noch die „Fünf Männer“, wie sich die Truppe nennt. Zu einem poppigen Lied schwingen sie ihre mehr oder weniger schönen Beine.

Tänze dominieren. Das gemischte Ballett studiert russische Rhythmen ein. Der „Tanz der Welten“ soll ebenfalls die Zuschauer von den Stühlen reißen. Cancan und Samba wollen geübt sein. Sören Micheel ist der einzige Mann, der sich im Weltentanz zwischen das Hausfrauen-Ballett wagt.

Die Gardetänzerinnen üben besonders eifrig. Jede Bewegung, jeder Schritt soll sitzen. Darauf achtet strikt Übungsleiterin Marina Dochnahl-Kahn. Cathrin Dochnahl ist die Solistin. Christa Spieß war 1958 das erste Tanzmarinchen. Ihr Vater Arthur Spieß hatte in jenem Jahr den Karneval in Günzerode aus der Taufe gehoben.

Acht Auftritte sind geplant. Auch in Pützlingen und Klettenberg. Traditionell auch einer am Rosenmontag in der Lebenshilfe in Nordhausen. Ein Kinderfasching ist neben Günzerode in Klettenberg vorgesehen. Rege Kontakte pflegen die Günzeröder Karnevalisten mit denen in Großbodungen. Gepflegt werden gegenseitige Besuche, so zur Weiberfastnacht.

Mit den Ehrenmitgliedern zählt der Günzeröder Karnevalsverein 81 Mitglieder. Aus Klettenberg, Holbach, Mackenrode und sogar aus Niedersachsen finden sie sich auf dem Saal der Gaststätte „Am Hagen“ ein. Unter dem Schlachtruf „Fickelschwänze Helau“ wollen die Aktiven gesellige Stunden guter Unterhaltung bieten. Die beste Gelegenheit, sagt Robert Schellenberger-Brockt, um dem grauen Alltag zu entfliehen.

Der Eintritt kostet neun Euro. Ein fairer Preis, bedenkt man den Aufwand. Die Festveranstaltung in die 55. Saison ist für den 11. Januar 2013 vorgesehen. Die Karnevalisten wünschen sich zahlreiche Besucher.
Kurt Frank
Autor: nnz

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