Fr, 11:11 Uhr
09.11.2012
Echter Nordhäuser
Diese Bezeichnung wird immer öfter verwendet, man findet sie an Auto-Hecks oder an Kfz-Kennzeichen. Einer von dieser "Sorte", ein echter Nordhäuser, feiert heute seinen 60. Geburtstag. Die nnz mit einer Indiskretion...
Echter Nordhäuser (Foto: nnz)
Ich weiß, er mag das nicht. Ich weiß auch, dass er lieber im Hintergrund steht. Doch, was sein muss, muss sein: Michael John hat heute Geburtstag. Der "Echte Nordhäuser", und das im wahrsten Sinne des Wortes, ist 60 geworden.
Er, der während seiner beruflichen Karriere viele Stationen auch geografisch absolviert hat, ist immer eines geblieben: ein "Echter Nordhäuser". Ob Pilzen, Freyburg oder Eltville - das spielte keine Rolle- seiner Heimatstadt, in der er vor 60 Jahren geboren wurde, ist er immer treu geblieben. Und dem Unternehmen, das immer noch das Markenzeichen der Rolandstadt ist - Nordbrand Nordhausen - ist er vermutlich zeitlebens verbunden.
Hier, an der Bahnhofstraße, begann seine Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter (WIMI) 1977. Bereits sein Vater war hier für die Finanzen zuständig. Zehn Jahre später war er der Ökonomische Direktor. Nach der Wende kümmerte er sich weiter um die Zahlen, die hinter den alkoholischen Genüssen stecken, erst als Geschäftsführer in Nordhausen, dann bei bei Eckes Stock, nun bei Rotkäppchen-Mumm.
Echter Nordhäuser (Foto: nnz)
Er, der das Fußballspielen aufgrund einer Verletzung aufgeben musste und das Golfspielen in diesem Leben wohl nicht mehr erlernen wird, ist auch der Fußball-Verrückte und wie es Hans-Joachim Junker in seiner Laudatio sagte: der totale Wacker-Fan. Ich habe das an dieser Stelle schon mehrfach kundgetan: Gebe es Junker und John nicht - diese beiden Fußball-Verrückten" - , Wacker würde - salopp und vorsichtig formuliert - vermutlich nicht in der Oberliga spielen.
Doch auch bei dieser Verrücktheit nimmt sich Michael John - so mein Eindruck - immer ein Stück zurück. Er schaut lieber aus zweiter und dritter Reihe zu, spielt sich nie in den Vordergrund. Vermutlich wird er gerade deshalb auch kein Politiker mehr. Dieses Zurücknehmen, dieses Stückchen Bescheidenheit ist - vor allem in der heutigen Zeit - nicht nur selten, sondern ich empfinde es als so wohltuend, dass ich das an dieser Stelle auch mal öffentlich kund tun kann.
Lieber Michael, ich weiß, dass Du diese Zeilen eigentlich nicht lesen willst, und die großen Reden ohne Zahlen, die liegen dir nicht. Nicht ohne Hintergedanken hast Du heute Luther (der morgen Geburtstag hat) zitiert, wenn man eine Rede halten soll: "Tritt fest auf, mach's Maul auf und hör' schnell auf".
In diesem Sinne - alles Gute und vor allem Gesundheit, Echter Nordhäuser.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Echter Nordhäuser (Foto: nnz)
Ich weiß, er mag das nicht. Ich weiß auch, dass er lieber im Hintergrund steht. Doch, was sein muss, muss sein: Michael John hat heute Geburtstag. Der "Echte Nordhäuser", und das im wahrsten Sinne des Wortes, ist 60 geworden. Er, der während seiner beruflichen Karriere viele Stationen auch geografisch absolviert hat, ist immer eines geblieben: ein "Echter Nordhäuser". Ob Pilzen, Freyburg oder Eltville - das spielte keine Rolle- seiner Heimatstadt, in der er vor 60 Jahren geboren wurde, ist er immer treu geblieben. Und dem Unternehmen, das immer noch das Markenzeichen der Rolandstadt ist - Nordbrand Nordhausen - ist er vermutlich zeitlebens verbunden.
Hier, an der Bahnhofstraße, begann seine Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter (WIMI) 1977. Bereits sein Vater war hier für die Finanzen zuständig. Zehn Jahre später war er der Ökonomische Direktor. Nach der Wende kümmerte er sich weiter um die Zahlen, die hinter den alkoholischen Genüssen stecken, erst als Geschäftsführer in Nordhausen, dann bei bei Eckes Stock, nun bei Rotkäppchen-Mumm.
Echter Nordhäuser (Foto: nnz)
Er, der das Fußballspielen aufgrund einer Verletzung aufgeben musste und das Golfspielen in diesem Leben wohl nicht mehr erlernen wird, ist auch der Fußball-Verrückte und wie es Hans-Joachim Junker in seiner Laudatio sagte: der totale Wacker-Fan. Ich habe das an dieser Stelle schon mehrfach kundgetan: Gebe es Junker und John nicht - diese beiden Fußball-Verrückten" - , Wacker würde - salopp und vorsichtig formuliert - vermutlich nicht in der Oberliga spielen.Doch auch bei dieser Verrücktheit nimmt sich Michael John - so mein Eindruck - immer ein Stück zurück. Er schaut lieber aus zweiter und dritter Reihe zu, spielt sich nie in den Vordergrund. Vermutlich wird er gerade deshalb auch kein Politiker mehr. Dieses Zurücknehmen, dieses Stückchen Bescheidenheit ist - vor allem in der heutigen Zeit - nicht nur selten, sondern ich empfinde es als so wohltuend, dass ich das an dieser Stelle auch mal öffentlich kund tun kann.
Lieber Michael, ich weiß, dass Du diese Zeilen eigentlich nicht lesen willst, und die großen Reden ohne Zahlen, die liegen dir nicht. Nicht ohne Hintergedanken hast Du heute Luther (der morgen Geburtstag hat) zitiert, wenn man eine Rede halten soll: "Tritt fest auf, mach's Maul auf und hör' schnell auf".
In diesem Sinne - alles Gute und vor allem Gesundheit, Echter Nordhäuser.
Peter-Stefan Greiner

