Fr, 07:03 Uhr
09.11.2012
Flicken und Pfuschen
Wenn man dieser Tage durch die Stadt geht, kann man sie wieder sehen, die fleißigen Straßenbauer bei ihrem Flickarbeiten. Es ist schon seltsam, immer kurz vorm Eintritt des Winters werden die Löcher auf den Nordhäuser Straßen geflickt, auf dass die im Frühjahr wieder zum Vorschein kommen. Ist das nicht absurd, fragt nnz-Leser Christian Brothuhn...
Ja, ich weiß, von Seiten der Stadt und des Landkreises, wird es heißen: "Wir haben die Gelder jetzt erst bewilligt bekommen!" Darin liegt ja das absurde. Der Bürger zahlt im Regelfall seine Steuern, und das pünktlich. So zum Beispiel die Autosteuer. Diese Steuer wurde eingeführt, um das Straßennetz zu erhalten und gegebenenfalls auszubauen. Aber was geschieht mit der Steuer? Sie wird zu großen Teilen zweckentfremdet verbraucht.
Fragen Sie einmal nach, bekommen Sie garantiert zur Antwort: "Steuern sind nicht zweckgebunden!" Aus diesem Grund zahlen wir heute noch die Schaumweinsteuer. Diese Steuer wurde 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführt, um sich für den Krieg zu rüsten, besser gesagt um die Kriegsflotte aufzubauen, 1933 zur Überwindung der Wirtschaftskrise abgeschafft, 1939 jedoch zum Aufbau der U-Boot-Flotte wieder eingeführt. Diese Steuer bezahlen wir heute noch. Naja richtig gesehen stehen wir ja noch im Krieg (mit Afghanistan).
Wie sieht es aber mit der Autosteuer aus? Für den Erhalt oder Neubau der Straßen wird nur ein geringer Teil ausgegeben. Der große Rest wird zweckentfremdet. Ich habe mir gerade das bekannte Schwarzbuch des Jahres 2012 angesehen, da kommen einem schon die Tränen wenn man das liest, was hier Jahr für Jahr für Milliarden Euro von den Politikern und Beamten verschwendet werden.
Ich hätte da einen sehr guten Vorschlag: Jeder Politiker wird über Amtseid verpflichtet, das jährliche Schwarzbuch zu lesen. Die Politiker und Beamten, die an der Verschwendung beteiligt waren, haben eine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Das wird den Damen und Herren allerdings nicht passen, aber ihre zum Teil fingierten Erfolge tratschen sie ja auch in der Öffentlichkeit breit und werden mit allen möglichen Auszeichnungen behangen.
Zum Schluß möchte ich hier einmal den Kabarettisten Dieter Hildebrandt zitieren: "Politiker muss man nicht achten, man muss auf sie achten."
Christian Brothuhn, Nordhausen
Autor: nnzJa, ich weiß, von Seiten der Stadt und des Landkreises, wird es heißen: "Wir haben die Gelder jetzt erst bewilligt bekommen!" Darin liegt ja das absurde. Der Bürger zahlt im Regelfall seine Steuern, und das pünktlich. So zum Beispiel die Autosteuer. Diese Steuer wurde eingeführt, um das Straßennetz zu erhalten und gegebenenfalls auszubauen. Aber was geschieht mit der Steuer? Sie wird zu großen Teilen zweckentfremdet verbraucht.
Fragen Sie einmal nach, bekommen Sie garantiert zur Antwort: "Steuern sind nicht zweckgebunden!" Aus diesem Grund zahlen wir heute noch die Schaumweinsteuer. Diese Steuer wurde 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführt, um sich für den Krieg zu rüsten, besser gesagt um die Kriegsflotte aufzubauen, 1933 zur Überwindung der Wirtschaftskrise abgeschafft, 1939 jedoch zum Aufbau der U-Boot-Flotte wieder eingeführt. Diese Steuer bezahlen wir heute noch. Naja richtig gesehen stehen wir ja noch im Krieg (mit Afghanistan).
Wie sieht es aber mit der Autosteuer aus? Für den Erhalt oder Neubau der Straßen wird nur ein geringer Teil ausgegeben. Der große Rest wird zweckentfremdet. Ich habe mir gerade das bekannte Schwarzbuch des Jahres 2012 angesehen, da kommen einem schon die Tränen wenn man das liest, was hier Jahr für Jahr für Milliarden Euro von den Politikern und Beamten verschwendet werden.
Ich hätte da einen sehr guten Vorschlag: Jeder Politiker wird über Amtseid verpflichtet, das jährliche Schwarzbuch zu lesen. Die Politiker und Beamten, die an der Verschwendung beteiligt waren, haben eine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Das wird den Damen und Herren allerdings nicht passen, aber ihre zum Teil fingierten Erfolge tratschen sie ja auch in der Öffentlichkeit breit und werden mit allen möglichen Auszeichnungen behangen.
Zum Schluß möchte ich hier einmal den Kabarettisten Dieter Hildebrandt zitieren: "Politiker muss man nicht achten, man muss auf sie achten."
Christian Brothuhn, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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