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Mo, 15:00 Uhr
05.11.2012

„Mutig für Menschenwürde“

Unter diesem Motto steht der Gottesdienst, mit dem am kommenden Samstag dem 10. November um 17.00 Uhr das Nordhäuser Martinifest auf dem Blasiikirchplatz eröffnet wird. Für den „Mut zur Menschenwürde“ stehen auch die beiden Männer an deren Leben und Wirken das Martinsfest erinnern will...


In der katholischen Tradition der Heiligenverehrung hat St. Martin seit über 1600 Jahren am 11. November seinen festen Platz. Martin von Tours war Soldat im Dienste des römischen Kaisers. Aus seiner Militärzeit stammt auch die berühmteste Geschichte von der Teilung des Mantels mit einem Bettler, die alljährlich von den Kindern der Nordhäuser Kirchengemeinden auf der großen Bühne nachgespielt wird.

Auch das Teilen der Martinsbrezeln geht auf diese Geschichte zurück. Nach seiner Taufe erkennt Martin, dass Militärdienst und christlicher Glaube für ihn nicht vereinbar sind. Er beendet zum großen Ärger seines Vaters seine militärische Laufbahn. Später wählt ihn die christliche Gemeinde der französischen Stadt Tours zu ihrem Bischof. Martin ist einer der ersten Heiligen, der nicht als Märtyrer sondern am 8.11.397 eines natürlichen Todes stirbt. Sein Grab findet sich noch heute in der Nähe von Tours.

Über 1000 Jahre nach St. Martin wird am 10. November des Jahres 1483 in der Stadt Eisleben ein Kind geboren, dass trotz seiner großen Frömmigkeit in absehbarer Zeit wohl kaum einen offiziellen Platz in der katholischen Heiligenverehrung bekommen wird. Es handelt sich um Martin Luther. Luther wird dem damaligen Brauch folgend am Tag nach seiner Geburt getauft und erhält den Namen des Tagesheiligen „Martin“ zum Vornahmen.

Es ist anzunehmen, dass Martin Luther als Kind seinen Namenstag jedes Jahr feierlich begangen, und somit sozusagen selber „Martini“ gefeiert hat. Im der evangelischen Kirche wurde der Geburtstag des großen Reformators zum eigentlichen Martini – Fest und rutschte somit auf den 10. November eines jeden Jahres.

In Nordhausen feiern evangelische und katholische Christen nun schon seit vielen Jahren gemeinsam den Geburtstag des Reformators und den Gedenktag des heiligen Martin von Tours mit einem großen „Open Air“ – Gottesdienst auf dem Blasii – Kirchlatz.

Die Predigt wird in diesem Jahr von Superintendent Bornschein gehalten. Das Martinsspiel wird von der Theatergruppe der evangelischen Grundschule unter Leitung von Gemeindepädagogin Marit Krafcick aufgeführt und die musikalische Gestaltung übernehmen die Kinderchöre der Domgemeinde und der Blasii – Gemeinde sowie die Bläsergruppe der Evangelischen Kirche unter Leitung von Kantor Michael Kremzow.

Nach dem Gottesdienst auf dem Kirchplatz führen die Bläser den Zug bis zum Rathausplatz an. Dort gibt es dann nach der Ansprache des Bürgermeisters die traditionellen Martinsbrezeln. Sie werden von den Jugendlichen des KILA verteilt und sie reichen nur dann für alle Besucher, wen sie mehrfach untereinander geteilt werden.

Das Feuerwerk wird vom Petersberg aus den Nordhäuser Abendhimmel erhellen und den offiziellen Teil der Feierlichkeiten beenden.
Autor: nnz

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