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Fr, 08:59 Uhr
19.10.2012

Richtig sägen

Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas werden stetig teurer.
Selbst aufgearbeitetes Brennholz erfreut sich immer größerer Beliebtheit in allen Waldbesitzarten, das bestätigt die wachsende Zahl der Motorsägennutzer. Aber: Steigende Unfallzahlen bei der Brennholzaufarbeitung im Wald zeugen oft von unzureichenden Kenntnissen und Fähigkeiten im Umgang mit der Motorsäge...

Lehrgang ist notwendig (Foto: Forstamt Bleicherode) Lehrgang ist notwendig (Foto: Forstamt Bleicherode)

Um diesen allgemeinen Trend entgegenzuwirken bietet ThüringenForst AöR Motorsägenkurse an. Die Ausrichtung erfolgt in den Forstämtern, dort im speziellen von erfahrenen Forstwirtschaftsmeistern. Ab 2013 fordert jedes Thüringer Forstamt bei der Brennholzaufarbeitung im Staatswald eine Nachweispflicht über die Teilnahme an einem Motorsägenkurs, er soll einen sicheren Umgang mit der Motorsäge bestätigen.

Ohne entsprechende Schutzausrüstung und einen gültigen Motorsägenschein der jederzeit vom Revierförster auf Verlangen eingesehen werden darf, besteht keine Möglichkeit sich im Staatswald Brennholz zu werben. Dazu bietet das Forstamt Bleicherode –Südharz seit den 90er Jahren jährlich mehrere Kurse an. Diese sind vom Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) streng zertifiziert worden, damit birgt man für die hohe Qualität und praxisnahe Ausbildung nach den Unfallverhütungsvorschriften der Versicherungsträger.

Bei einem zweitägigen Grundkurs wird theoretisches und praktisches Wissen zur Aufarbeitung von liegendem Holz vermittelt. Im möglichen anschließenden Aufbaukurs erlernen die Teilnehmer zusätzlich das exakte Fällen von Bäumen. Grund- und Aufbaukurs gehen auf ähnliche Lehrinhalte ein wie z.B.: Unfallverhütung und Arbeitssicherheit, Arbeitsschutzkleidung, Sicherheit und Inbetriebnahme der Motorsäge, Schneidetechniken am liegenden Holz (stehendem Holz), Brennholzaufarbeitung sowie Pflege und Wartung der Motorsäge.

Die erwähnten Lehrgänge sollen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit von privaten Waldbesitzern, Brennholzselbstwerbern und sonstigen Nutzergruppen im Umgang mit der Motorsäge beitragen. Aus Forstamtssicht wird kein übermäßiger Ansturm erwartet, aufgrund der jahrelangen Motorsägenausbildung. Somit sind die hier ansässigen Brennholzwerber gut vorbereitet auf die bevorstehende Pflicht der Motorsägenberechtigung. Bei entsprechenden Gruppengrößen von 7 – 9 Personen werden wochentags Kurse in der Ausbildungsstätte Netzkater durchgeführt. Interessierte können sich an das Forstamt Bleicherode-Südharz (036338/44160) wenden.
Michael Böhme
Autor: nnz

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Kommentare
alterNeunordhäuser
19.10.2012, 09:44 Uhr
Nicht nur richtig sägen auch Gefahren erkennen
Da ich voriges Jahr auch besagten Schein gemacht habe, kann ich das Geschriebene nur bestätigen. Der Laie sieht teilweise die Gefahren gar nicht, die beim Umgang mit der Kettensäge entstehen können. Mir hat die erfolgreiche Teilnahme die Augen geöffnet, wie sorglos doch der Umgang mit diesen Maschinen teilweise von Statten geht.

Andererseits verstehe ich nicht, dass jeder und wenn er auch nur den IQ einer Bockwurst besitzt, sich ein derartiges Gerät kaufen kann und dann wild und unkontrolliert loslegen darf. Hier ist meines Erachtens der Gesetzgeber gefragt der Verkauf und die Bedienung besagter Kettensägen NUR MIT SCHEIN!!! Im Straßenverkehr ist auch der Besitz eines Führerscheins vorgeschrieben, dieses ist in meinen Augen nichts anderes.
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