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Mo, 11:43 Uhr
15.10.2012

Abgeflogen

Anfang September wurde die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 37 kurz vor Sonnenuntergang von der Leitstelle Harz nach Trautenstein (Landkreis Harz) alarmiert. Einzelheiten und eine Bilanz des Septembers mit nur einem Klick...

Christoph 37 im Landeanflug in Nordhausen (Foto: Michael Caspari (Blitzlicht-Nordhausen)) Christoph 37 im Landeanflug in Nordhausen (Foto: Michael Caspari (Blitzlicht-Nordhausen))

In einem ausgebauten Dachboden war eine Frau gestürzt, hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf zugezogen und klagte über starke Rückenschmerzen. Sofort machten sich die Luftretter aus Nordhausen auf den Weg und erreichten nach acht Minuten Flugzeit den 23 km entfernten Einsatzort. Der Hubschraubernotarzt verabreichte der Patientin Schmerzmittel und legte ihr eine Halskrause an.

Zur Stabilisierung ihrer Wirbelsäule bettete er sie gemeinsam mit dem Rettungsassistenten auf eine besonders leichte Trage, ein sogenanntes Spineboard. Da nur eine schmale Wendeltreppe zum Dachboden führte, war ein Abtransport der Frau hierüber nicht möglich. Aus diesem Grund wurden zusätzlich die freiwilligen Feuerwehren aus Trautenstein und Hasselfelde angefordert, um die Rettung über das Fenster durchzuführen. An Bord von Christoph 37 wurde die Patientin schnell und schonend in das Südharz Klinikum nach Nordhausen transportiert.

Im September war der an der Station des Deutschen Roten Kreuzes am Südharz-Krankenhaus stationierte Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung 146-mal im Einsatz. Von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang kann der mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten besetzte Hubschrauber Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern in maximal 15 Minuten erreichen.

Der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung mit dem Funkrufnamen „Christoph 37“ wird in der Notfallrettung als schneller Notarztzubringer alarmiert. Bei drei Einsätzen wurde die Maschine im September auch zum dringenden Transport von Intensivpatienten zwischen Kliniken eingesetzt. Der Hubschrauber ist mit allen medizintechnischen Geräten ausgestattet, die für eine optimale Patientenbetreuung notwendig sind.

Sein Einsatzgebiet umfasst vor allem die Landkreise Nordhausen, Kyffhäuser, Unstrut Hainich, Eichsfeld, Mansfeld-Südharz, Erfurt, Goslar und Osterode. Zum Einsatzgebiet zählt auch der gesamte Harz mit dem höchsten Berg, dem Brocken.

Darüber hinaus ist die Besatzung des Nordhäuser Rettungshubschraubers bereichsübergreifend in den Landkreisen Werra Meißner, Wartburg, Göttingen und Northeim im Einsatz. Für den Transport von Intensivpatienten werden die Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen angeflogen.
Autor: red

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Kommentare
Wolfi65
15.10.2012, 12:48 Uhr
Wieso nur am Tag?
Der Pilot kann sich doch mittels Nachtsichtgerät die Nacht zum Tag machen.
Ich kann mich auch daran erinnern, den Cristoph 37 auch mitten in der Nacht gehört zu haben. Oder war das etwa Cristoph 39 ?
Marie 2010
15.10.2012, 18:47 Uhr
Wenn ich mal...
...unglücklich stürze und der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommen müsste, hoffe ich nicht, daß jedes Detail in der nnz zu lesen ist! Manchmal ist weniger mehr und Neuigkeiten sollten nicht mit Sensation verwechselt werden!
Mr. Nordhausen
15.10.2012, 22:10 Uhr
verhältnismäßigkeit
Ich frage mich wirklich ob ein Rettungshubschrauber 23 kilometer wegen einer Platzwunde + rückenschmerzen fliegen muss
Flitzpiepe
16.10.2012, 09:02 Uhr
Was soll das?
Im nachhinein ist man immer klüger. Es ist doch gut, wenn sich der Unfall als nicht so schwerwiegend herausstellt. Man muss aber erstmal vom Schlimmsten ausgehen und deswegen muss auch der Hubschrauber dann dahin. Gut zu wissen, dass er im Falle des Falles schnell da ist.
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