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So, 13:03 Uhr
18.03.2001

Harzer Schmalspurbahnen feierten zehnjähriges Bestehen

Nordhausen (nnz). Dazu soll eine dritte Schiene eingebaut werden. In Hasselfelde werde geprüft, die neue Touristenattraktion Westernstadt an das HSB-Netz anzuschließen. In Nordhausen soll das Gleis bis zur Straßenbahnhaltestelle vor dem Bahnhof verlängert werden, um ein bequemes Umsteigen zu ermöglichen. Mittelfristig könnten neue Fahrzeuge vom Nordhäuser Krankenhaus im Stadtgebiet auf Straßenbahnschienen und weiter auf HSB-Gleisen bis zum Klinikum nach Ilfeld rollen.
Außerdem strebt die HSB die Gründung einer neuen Eisenbahngesellschaft an, mit der sie sich um den gesamten Zugbetrieb von Magdeburg in Richtung Harz bewerben will. Hierfür sieht auch Bahnchef Hartmut Mehdorn, der der "großen Bahn unter den Kleinen" gratulierte, gute Chancen. Im kommenden Jahr soll das moderne Zugleitsystem bis auf den Brocken verlängert werden. Bis 2004 werde es diese Sicherungsmaßnahmen auch im Bereich Nordhausen geben. Die Geschäftsführung war mit dem Besucherandrang zur Fahrzeugausstellung und der "Loveparade der Lokomotiven der HSB" trotz Nieselregen sehr zufrieden. Tausende Besucher drängelten sich am Samstagabend vor der Wernigeröder Westerntorkreuzung, als nach einer Multimedia-Show ein Querschnitt der 25 HSB-Dampfloks mit der ältesten Malletlok aus dem Jahr 1897, Triebwagen sowie etliche historische Züge mit Musik und Showbeleuchtung auffuhren.
Bei der HSB sind noch 25 Dampflokomotiven aus den Jahren 1898 bis 1956 im Einsatz. Das mit 132 Kilometern längste zusammenhängende Schmalspurnetz Deutschlands steht seit 1972 unter Denkmalschutz. Vor zehn Jahren war der Betrieb der Schmalspurbahn in die Hände einer kommunal betriebenen Gesellschaft übergegangen. Eigentümer der Meterspurbahn sind seit März 1991 die Landkreise Wernigerode, Nordhausen und Quedlinburg, die an der Strecke liegenden Gemeinden sowie Tanne und Quedlinburg. Im vergangenen Jahr benutzten rund 1,1 Millionen Fahrgäste die Züge der HSB.
Autor: nnz

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