So, 18:20 Uhr
14.10.2012
nordhäuser flohburgblätter Nr. 3
Das Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Nordhausen gibt seit der Eröffnung der Flohburg - Das Nordhausen Museum die nordhäuser flogburgblätter heraus. Das erste achtseitige Heft trägt den Titel Die Geschichte des Hauses 'Flohburg', das zweite Nordhausens 1085-jährige Geschichte - ein Überblick...
Der Verfasser ist jeweils Dr. Peter Kuhlbrodt, Satz und Layout stammen von der Agentur wirsinds. Das dritte Heft ist dieser Tage unter dem Titel Das Gemälde 'Im Museum' und sein Maler Carl Welz aus Nordhausen erschienen und wurde von Heidelore Kneffel verfasst. Es liegt also gemeinsam mit den zwei Vorgängern an der Kasse für 70 Cent zum Erwerb bereit.
Seit dem die Flohburg - Das Nordhausen Museum seine Pforten öffnete, gibt es ein Plakat, das für die Präsentation werben soll, allerdings etwas zurückhaltend dargeboten wird. Es heißt Im Museum und das Original, ein Ölgemälde auf Leinwand, hängt in einem Raum der historischen Flohburg, der an ein Naturalienkabinett erinnert.
Das Bild entstand im Jahr 1899 und wurde von dem aus Nordhausen stammenden Künstler Carl Welz (1860-1929) geschaffen, der seit seinem Kunststudium in Berlin im dortigen Stadtteil Charlottenburg lebte. Wie der Titel aussagt, blickt man in das damalige Museum der Stadt, dass sich seit 1892 in der Predigerstraße 1 in einer Schule befand. Im Heft gibt es neun Abbildungen. In der dritten Ausgabe der nordhäuser flohburgblätter wird dargestellt, dass Nordhausen seit 1876 ein Museum hatte, wie es zu der Gründung kam, welche Persönlichkeiten dafür den Anlass gaben, in welchen Häusern es untergebracht war, bevor es in die Predigerstraße an die Stadtmauer zog. Augenmerk wird auch darauf gelegt, welche Personen sich darum verdient gemacht haben. Zwei von diesen hat der Maler Carl Welz in Ganzfigur auf seinem Ölgemälde dargestellt.
Es handelt sich um die Museumsförderer Hermann Arnold und Hermann Hanewacker. Der Maler hat Hermann Arnold (1831-1909), Fabrikant und außergewöhnlicher Mäzen der Stadt, als Ganzfigur porträtiert. Mit ihm im Gespräch befindet sich Hermann Hanewacker (1845-1922), Fabrikant, Stadtverordneter, ab 1917 Ehrenbürger der Stadt.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es der Raum vier, den Welz für sein Gemälde auswählte, denn in ihm waren u. a. die unterschiedlichen Waffen und Rüstungen untergebracht und ein Renaissance-Schrank, in dem ethnographische (völkerkundliche) Gegenstände aufbewahrt wurden. Man entdeckt eine Hufeisensammlung, einen imposanten Walfischwirbel, mehrere Gemälde, darunter eines vom Preußenkönig Friedrich II., der sich 1754 in unserer Breiten aufgehalten hat.
Arnold, der etwas kleinere Mann im dunklen Anzug, ein Blatt Papier in den Händen, lauscht aufmerksam dem etwas größeren, grau gekleideten Hermann Hanewacker, der ihm etwas erläutert. Diese Personen geben den Blick frei auf eine Skulpturensammlung.
Förderer des Museums - Arnold und Hanewacker (Foto: H. Kneffel)
Natürlich wird der Schöpfer des Gemäldes, Carl Welz, im Heft vorgestellt,der ein gefragter Porträtist und ein Genre- und Landschaftsmaler war. Er blieb seiner Geburtsstadt treu und hielt sich während seines erfolgreichen Künstlerlebens mehrmals in der Region auf. Im Jahr 1928 stellte er im Juli/August im Kunstverein in Nordhausen 33 Ölgemälde aus, darunter vor allem Bilder, die in Nordhausen und der Umgebung entstanden waren. Im städtischen Besitz befanden sich seit 1927 das hier beschriebene Gemälde Im Museum, Kommunenstube im Frauenberger Kloster, Beichte im Nordhäuser Dom, Hof in der Nordhäuser Elisabethstraße. Der Kunstverein kaufte Schäfer in der Goldenen Aue an, der Harzclub Netzkater.
Aber vor allem machte sich Welz als Porträtist einen Namen. In Nordhausen malte er den Pastor Carl Hermann Theodor Pabst (1879-1915) von der Altendorfer Kirche, den Königlichen Landrat Philipp Schaeper (gest. 1926), den Oberbürgermeister Kurt Schustehrus (1856-1913), den Oberbürgermeister i. R. Dr. Carl Ernst Contag (1863-1934), den Verleger Wilhelm Nebelung (1864-1920), in Neustadt unterm Hohnstein den Begründer des Neustädter Kurbetriebes Hermann Kronberg (1848-1941).
Carl Welz fand für seine Ölgemälde Käufer in Deutschland und im Ausland, darunter waren nicht selten hochgestellte Personen. Er starb am 17. Juni 1929 in Berlin.
Heidelore Kneffel
Autor: psgDer Verfasser ist jeweils Dr. Peter Kuhlbrodt, Satz und Layout stammen von der Agentur wirsinds. Das dritte Heft ist dieser Tage unter dem Titel Das Gemälde 'Im Museum' und sein Maler Carl Welz aus Nordhausen erschienen und wurde von Heidelore Kneffel verfasst. Es liegt also gemeinsam mit den zwei Vorgängern an der Kasse für 70 Cent zum Erwerb bereit.
Seit dem die Flohburg - Das Nordhausen Museum seine Pforten öffnete, gibt es ein Plakat, das für die Präsentation werben soll, allerdings etwas zurückhaltend dargeboten wird. Es heißt Im Museum und das Original, ein Ölgemälde auf Leinwand, hängt in einem Raum der historischen Flohburg, der an ein Naturalienkabinett erinnert.
Das Bild entstand im Jahr 1899 und wurde von dem aus Nordhausen stammenden Künstler Carl Welz (1860-1929) geschaffen, der seit seinem Kunststudium in Berlin im dortigen Stadtteil Charlottenburg lebte. Wie der Titel aussagt, blickt man in das damalige Museum der Stadt, dass sich seit 1892 in der Predigerstraße 1 in einer Schule befand. Im Heft gibt es neun Abbildungen. In der dritten Ausgabe der nordhäuser flohburgblätter wird dargestellt, dass Nordhausen seit 1876 ein Museum hatte, wie es zu der Gründung kam, welche Persönlichkeiten dafür den Anlass gaben, in welchen Häusern es untergebracht war, bevor es in die Predigerstraße an die Stadtmauer zog. Augenmerk wird auch darauf gelegt, welche Personen sich darum verdient gemacht haben. Zwei von diesen hat der Maler Carl Welz in Ganzfigur auf seinem Ölgemälde dargestellt.
Es handelt sich um die Museumsförderer Hermann Arnold und Hermann Hanewacker. Der Maler hat Hermann Arnold (1831-1909), Fabrikant und außergewöhnlicher Mäzen der Stadt, als Ganzfigur porträtiert. Mit ihm im Gespräch befindet sich Hermann Hanewacker (1845-1922), Fabrikant, Stadtverordneter, ab 1917 Ehrenbürger der Stadt.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es der Raum vier, den Welz für sein Gemälde auswählte, denn in ihm waren u. a. die unterschiedlichen Waffen und Rüstungen untergebracht und ein Renaissance-Schrank, in dem ethnographische (völkerkundliche) Gegenstände aufbewahrt wurden. Man entdeckt eine Hufeisensammlung, einen imposanten Walfischwirbel, mehrere Gemälde, darunter eines vom Preußenkönig Friedrich II., der sich 1754 in unserer Breiten aufgehalten hat.
Arnold, der etwas kleinere Mann im dunklen Anzug, ein Blatt Papier in den Händen, lauscht aufmerksam dem etwas größeren, grau gekleideten Hermann Hanewacker, der ihm etwas erläutert. Diese Personen geben den Blick frei auf eine Skulpturensammlung.
Förderer des Museums - Arnold und Hanewacker (Foto: H. Kneffel)
Natürlich wird der Schöpfer des Gemäldes, Carl Welz, im Heft vorgestellt,der ein gefragter Porträtist und ein Genre- und Landschaftsmaler war. Er blieb seiner Geburtsstadt treu und hielt sich während seines erfolgreichen Künstlerlebens mehrmals in der Region auf. Im Jahr 1928 stellte er im Juli/August im Kunstverein in Nordhausen 33 Ölgemälde aus, darunter vor allem Bilder, die in Nordhausen und der Umgebung entstanden waren. Im städtischen Besitz befanden sich seit 1927 das hier beschriebene Gemälde Im Museum, Kommunenstube im Frauenberger Kloster, Beichte im Nordhäuser Dom, Hof in der Nordhäuser Elisabethstraße. Der Kunstverein kaufte Schäfer in der Goldenen Aue an, der Harzclub Netzkater.
Aber vor allem machte sich Welz als Porträtist einen Namen. In Nordhausen malte er den Pastor Carl Hermann Theodor Pabst (1879-1915) von der Altendorfer Kirche, den Königlichen Landrat Philipp Schaeper (gest. 1926), den Oberbürgermeister Kurt Schustehrus (1856-1913), den Oberbürgermeister i. R. Dr. Carl Ernst Contag (1863-1934), den Verleger Wilhelm Nebelung (1864-1920), in Neustadt unterm Hohnstein den Begründer des Neustädter Kurbetriebes Hermann Kronberg (1848-1941).
Carl Welz fand für seine Ölgemälde Käufer in Deutschland und im Ausland, darunter waren nicht selten hochgestellte Personen. Er starb am 17. Juni 1929 in Berlin.
Heidelore Kneffel


