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So, 16:25 Uhr
04.01.2004

nnz-News am Wochenende (2)

Nordhausen (nnz). Auch an diesem Sonntag haben wir die wichtigsten Meldungen aus Thüringen und der Welt für Sie „gesammelt“. Los geht der Überblick mit einem sturzbetrunkenen Rodler in Thüringen.


Blau gerodelt
Sturzbetrunken ist ein 46-Jähriger mit seinem siebenjährigen Sohn auf dem Inselsberg im Thüringer Wald gerodelt. Nach einem Atemalkoholtest hatte er 4,05 Promille. Die Beamten hatten den Mann aus dem Kreis Gotha am Freitag hilflos in seinem Auto auf dem Parkplatz am Rodelhang gefunden. Die Überprüfung habe ergeben, dass der Mann beim Rodeln erheblich Alkohol getrunken hatte, teilte die Polizei am Sonntag mit. Vater und Sohn seien der Schwiegermutter übergeben worden, hieß es.


Matschie gegen Schäuble
Thüringens SPD-Vorsitzender Christoph Matschie hat sich gegen CDU-Politiker Wolfgang Schäuble als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten ausgesprochen. Aus ostdeutscher Sicht sei Schäuble für den Thüringer SPD-Chef kein akzeptabler Kandidat. Schäuble sei der Bundesregierung in den Rücken gefallen, als er sich im Irak- Konflikt für eine militärische Lösung der US-Regierung ausgesprochen habe. Ein Präsident dürfe nicht polarisieren. Hessens Regierungschef Roland Koch (CDU) machte sich für eine Kandidatur Schäubles stark.


Mit Drogen auf der Autobahn
Zivilfahnder der Autobahnpolizei Hermsdorf haben bei zwei Jugendlichen 40 Gramm Haschisch und Marihuana sicher gestellt. Die beiden 17- und 19-Jährigen waren am Freitag auf der A 4 zwischen Jena-Göschwitz und Schorba aufgefallen. Da die Drogen in mehreren kleinen Tütchen verpackt waren und im Fahrzeug eine Feinwaage gefunden wurde, gingen die Beamten von Drogenhandel aus. Die Staatsanwaltschaft Jena ordnete eine Hausdurchsuchung an. Sie ermittelt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsgesetz.


Schill tritt wieder zur Wahl an
Hamburgs früherer Innensenator Ronald Schill will zusammen mit Bolko Hoffmann von der "Pro-DM-Partei" für die neue Bürgerschaft kandidieren. Das gab die Vorsitzende der Ronald-Schill- Fraktion, Kathrin Freund, am Nachmittag nach einem Treffen der Politiker in der Hansestadt bekannt. Die von der Fraktion der Partei Rechtstaatlicher Offensive abgespaltenen Abgeordneten wollen unter dem Namen "Pro-DM-Schill" antreten. Hoffmann hatte die Pro-DM-Partei gegründet, um die Einführung des Euro zu verhindern.


Ausgehverbot für Kinder
CSU-Generalsekretär Markus Söder hat ein abendliches Ausgehverbot für Kinder ohne Erwachsenenbegleitung gefordert. So sollen Kriminalität, Drogenmissbrauch und Verwahrlosung eingedämmt werden. Das Jugendschutzgesetz müsse um einen Paragrafen erweitert werden, der für Kinder unter 14 Jahren nach 20 Uhr eine obligatorische Erwachsenenbegleitung festschreibt, sagte Söder der "Bild am Sonntag". Familienministerin Renate Schmidt wies den Vorstoß als "absolut unsinnig" zurück.


Wieder mehr Trinkgeld
Seit der Euro-Einführung sind die Deutschen zu großzügig mit dem Trinkgeld. "Vielen ist es peinlich, beim Bezahlen kleinere Cent-Beträge zurückzufordern", sagte der Marketing-Experte Claudius Schmitz der "Bild am Sonntag". Da werde lieber großzügig auf eine glatte Summe aufgerundet, "obwohl allen bewusst ist, dass sie zu viel Tip geben". Schon beim Zahlen einer Tasse Kaffee für 2,50 Euro rundeten viele Menschen auf 3 Euro auf, anstatt 30 Cent von der Bedienung zurückzufordern - und gäben damit 20 Prozent Trinkgeld.


Attac kritisiert Steuersenkungen
Die Globalisierungskritiker von Attac haben die Debatte um Steuersenkungen kritisiert. Deutschland sei definitiv kein Hochsteuerland, sagte Sven Giegold vom Attac- Koordinierungsausschuss. Forderungen nach weiteren Steuersenkungen seien unsozial, sagte Giegold. Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie Nahverkehr stünden auf dem Spiel, wenn die staatlichen Einnahmen sänken. Wer sich jetzt als großer Steuersenker feiern lasse, verschweige die Konsequenzen, sagte Giegold.
Autor: nnz

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