Fr, 14:21 Uhr
26.12.2003
Große kleine Bahn
Nordhausen(nnz). Auf 250 Metern Gleisanlage rollen 18 Züge, von der Dampflok bis zum Güterzug. Der Reisende erlebt eine interessante Gebirgslandschaft mit Tunnel und See. Wo Nordhausens kleinste Bahnstrecke zu entdecken ist, hat nnz für Sie herausgefunden.

Die große Bahn steht nicht immer im Ruf pünktlich zu sein, der Fahrplan wird häufig kritisiert, und das Rabattsystem ist ein Fall für Spezialisten. Im Kleinen klappt aber alles. Auf nur 250 Metern Gleislänge und 16,5 mm Spurbreite rasen zur Zeit 10 kleine Bahnen gleichzeitig. Acht weitere Züge stehen in den Startlöchern und werden nach Fertigstellung der Schattenbahnhöfe starten. Alles elektronisch gesteuert, garantiert pünktlich und stundenlang für wenige Euros zu erleben.
Auch heute hatten die Bastler vom Modellbahnclub Nordhausen e.V. ihre Tore für Besucher geöffnet. Im Gebäude von Nordbrand bauen sie an ihren Anlagen. 23 Mitglieder zählt der Verein um den Vorsitzenden Jürgen Alert. Zwei Jugendliche sind auch dabei. 10 Meter lang ist ihr Glanzstück, die Gebirgslandschaft mit den 18 Zugmodellen. Fertig wird so eine Anlage nie, darin sind sich die Männer einig. Außerdem macht das gemeinsame Werken den meisten Spaß. Und zuhause hat kaum einer Platz für so eine große Platte.
Um auch bei Ausstellungen mitmachen zu können, entsteht jetzt eine neue Anlage in Modulbauweise. Diese in der Spur TT (12 mm) entstehende Bahn wird transportabel und erweiterbar gestaltet. Sie war auch heute schon im Rohbau zu sehen, mit vielen Wagen und Loks aus DDR-Zeiten.
Der Verein besteht in seiner jetzigen Form zwar erst 10 Jahre, aber der Klub selbst nahm schon Anfang der 50 Jahre seine Tätigkeit im Klubhaus der Eisenbahner auf. Leider mußte man da 1990 raus und hing erstmal ein wenig in der Luft. Nach zweieinhalb Jahren fand sich dann die Möglichkeit in der Berufschule in der Breitscheidstraße zu bauen. Dort begannen die Hobby-Bahner ihre große Anlage.
Seit 4 Jahren sind sie nun bei Nordbrand. Es war gar nicht so leicht die 10 Meter lange Platte in die Räume zu schaffen, sogar einen Pfeiler mußten die Männer demontieren, damit sie ihr Modell durch die Tür bekamen. Nun hoffen sie, daß sie lange bleiben dürfen, denn durch weitere Verbesserungen ist es nahezu unmöglich wieder umzuziehen. Zumindest ohne Schaden für die Bahn.
Neben den Vereinsmitgliedern waren heute auch Gastaussteller angereist. Manfred Thiel zeigte seine Gartenbahn im Stil der Harzer Schmalspurbahn. Sogar eine Nachbildung des Brockenturms hatte er im Gepäck. Frank Vogt zeigte seine N-Spur Landschaft. Das ist schon eine kleine Spurweite, eine wahre Fummelei die Häuser und Figuren auf die Platte zu bringen. Auch er bastelt schon viele Jahre daran und hat bereits neue Ideen.
Die winzigste Bahn, die Z-Spur von Herrn Liebig, durfte leider heute nur stehend bewundert werden, da ihr Besitzer nicht dabei sein konnte.
Der Vorteil an diesen kleinen Spurweiten ist, daß man sich komplette Landschaften in der kleinsten Wohnung anlegen kann, wo man bei der HO einen Saal benötigen würde, zumindest aber ein großes Wohnzimmer.
Es können sich noch weitere Modellbahnfreunde dem Klub anschließen. Mehr als 30 sollten es jedoch nicht sein, meint Jürgen Alert, denn dann reicht der Platz nicht mehr zum Arbeiten für alle. Jeden Mittwoch treffen sie sich um 17.00 Uhr in ihren Klubräumen in der Erfurter Straße. Für Bahnfans lohnt sich das ganz bestimmt.
Autor: wf
Die große Bahn steht nicht immer im Ruf pünktlich zu sein, der Fahrplan wird häufig kritisiert, und das Rabattsystem ist ein Fall für Spezialisten. Im Kleinen klappt aber alles. Auf nur 250 Metern Gleislänge und 16,5 mm Spurbreite rasen zur Zeit 10 kleine Bahnen gleichzeitig. Acht weitere Züge stehen in den Startlöchern und werden nach Fertigstellung der Schattenbahnhöfe starten. Alles elektronisch gesteuert, garantiert pünktlich und stundenlang für wenige Euros zu erleben.
Auch heute hatten die Bastler vom Modellbahnclub Nordhausen e.V. ihre Tore für Besucher geöffnet. Im Gebäude von Nordbrand bauen sie an ihren Anlagen. 23 Mitglieder zählt der Verein um den Vorsitzenden Jürgen Alert. Zwei Jugendliche sind auch dabei. 10 Meter lang ist ihr Glanzstück, die Gebirgslandschaft mit den 18 Zugmodellen. Fertig wird so eine Anlage nie, darin sind sich die Männer einig. Außerdem macht das gemeinsame Werken den meisten Spaß. Und zuhause hat kaum einer Platz für so eine große Platte.
Um auch bei Ausstellungen mitmachen zu können, entsteht jetzt eine neue Anlage in Modulbauweise. Diese in der Spur TT (12 mm) entstehende Bahn wird transportabel und erweiterbar gestaltet. Sie war auch heute schon im Rohbau zu sehen, mit vielen Wagen und Loks aus DDR-Zeiten.
Der Verein besteht in seiner jetzigen Form zwar erst 10 Jahre, aber der Klub selbst nahm schon Anfang der 50 Jahre seine Tätigkeit im Klubhaus der Eisenbahner auf. Leider mußte man da 1990 raus und hing erstmal ein wenig in der Luft. Nach zweieinhalb Jahren fand sich dann die Möglichkeit in der Berufschule in der Breitscheidstraße zu bauen. Dort begannen die Hobby-Bahner ihre große Anlage.
Seit 4 Jahren sind sie nun bei Nordbrand. Es war gar nicht so leicht die 10 Meter lange Platte in die Räume zu schaffen, sogar einen Pfeiler mußten die Männer demontieren, damit sie ihr Modell durch die Tür bekamen. Nun hoffen sie, daß sie lange bleiben dürfen, denn durch weitere Verbesserungen ist es nahezu unmöglich wieder umzuziehen. Zumindest ohne Schaden für die Bahn. Neben den Vereinsmitgliedern waren heute auch Gastaussteller angereist. Manfred Thiel zeigte seine Gartenbahn im Stil der Harzer Schmalspurbahn. Sogar eine Nachbildung des Brockenturms hatte er im Gepäck. Frank Vogt zeigte seine N-Spur Landschaft. Das ist schon eine kleine Spurweite, eine wahre Fummelei die Häuser und Figuren auf die Platte zu bringen. Auch er bastelt schon viele Jahre daran und hat bereits neue Ideen.
Die winzigste Bahn, die Z-Spur von Herrn Liebig, durfte leider heute nur stehend bewundert werden, da ihr Besitzer nicht dabei sein konnte.
Der Vorteil an diesen kleinen Spurweiten ist, daß man sich komplette Landschaften in der kleinsten Wohnung anlegen kann, wo man bei der HO einen Saal benötigen würde, zumindest aber ein großes Wohnzimmer.
Es können sich noch weitere Modellbahnfreunde dem Klub anschließen. Mehr als 30 sollten es jedoch nicht sein, meint Jürgen Alert, denn dann reicht der Platz nicht mehr zum Arbeiten für alle. Jeden Mittwoch treffen sie sich um 17.00 Uhr in ihren Klubräumen in der Erfurter Straße. Für Bahnfans lohnt sich das ganz bestimmt.


