So, 15:28 Uhr
09.09.2012
Emotionen vor dem Umzug
Am Sonnabendvormittag fand im Kirchgarten und auf dem Plan das Kinderfest statt. Zahlreiche Kinder nutzten die Gelegenheit für Sport und Spiel. Michael Randel hat Momente eingefangen, die die Zeit vor dem Festumzug zeigen...
Schon der Weg zum Fest gestaltete sich als Erlebnis der besonderen Art. Viele Bürger waren in den frühen Morgenstunden bereits fleißig und bereiteten vor den Häusern kleine Ausstellungen vor. Insbesondere in der Dorfstraße gab es viel zu sehen: Hühnerausstellungen, nette Sitzecken aus Stroh, landwirtschaftliche Geräte aller Art, Schlachtzubehör, einen alten Wartburg, Geschirr und Wäsche aus früheren Zeiten. Bilder und Urkunden wurden ebenfalls präsentiert.
Bei Schlegels wurde vor dem Haus gefrühstückt. So konnten sie das Treiben verfolgen und Vorbeigehende auch schön einladen. Gudrun Lübbecke bekam feuchte Augen, als sie die Dorfstraße entlang ging. Schade, dass es das nur alle 850 Jahre gibt, sagte sie. So eine emotionale Verbundenheit zwischen den Obergebraern hätte sie noch nie erlebt.
Anette Primas war begeistert: Punkt 10 Uhr verzogen sich die Wolken. Einfach genial zum Start des Kinderfestes. Frank Sallbach war ebenfalls sichtlich beeindruckt. Er fuhr am Morgen noch mal durch den Ort und staunte über die ausgegrabenen Schätze und die Mühe der Bürger.
Evelyn Lübbecke sagte nur: Super. Sie freute sich, dass sie gerade dem rasenden Reporter Michael Randel ein besonders Erlebnis verschafft hatte: die Erstbesteigung des Kirchturmes. Sicher haben die Bürger in Form von Bildern aus der Vogelperspektive auch etwas davon.
Auch Heidi Dittmar freute sich über den wunderschön geschmückten Ort. Auch sie spürte die Verbundenheit in Obergebra so deutlich wie noch nie. Gute Idee, zur Kirmes zu schmücken. – sie macht auf jeden Fall mit. Außerdem gab es noch ein riesiges Lob an alle Vereine. Ständig bekommt sie Gänsehaut, da sie ja bei der 900-Jahrfeier leider nicht mehr dabei ist.
Der Jugendfeuerwehrwart der Stadt Bleicherode Falk Pavlitschek sagte: Die Jugendfeuerwehr aus Obergebra zieht wunderbar mit. Er wird zur Kirmes auf jeden Fall mal nach Obergebra kommen.
Manfred und Marie-Luise Keilholz zeigten stolz den Meisterbrief von 1921 vom Großvater Friedrich Meitrodt. Klaus Böhning von gegenüber wies darauf hin, dass die Tischdecke auf dem Kaffeetisch bei Keilholzens aus der Textilfabrik Stiefler stammt. Diese wurde aus Muni-Garnresten geknüpft und gestickt. Herr Böhning erwies sich als guter Geschichtslehrer.
So war zu erfahren, dass die Dorfstraße mal eine Geschäftsstraße war: Gastwirtschaft, Kolonialwaren, Fleischerei Herrmann Böhning, Bäckerei und Hermann Heinemann verkaufte Gemüse, Fisch und Südfrüchte. Der Frisör Solf und die Schuhmacherei Kilian rundeten das Angebot ab. Nebenan gab´s dann noch die Landwirtschaft Meitrodt. Dieser Bauernhof war natürlich fürs Fest mit Kühen schön geschmückt.
Durch die Bilder Galerie im Dorfgemeinschaftshaus wurde so manche Erinnerung geweckt. Manni Keilholz bot an, dass er mit Herrn Böhning noch mal durchs Dorf geht und seine Erinnerungen an früher zu den Häusern dokumentiert.
Früher waren die Häuser fürs Schmücken zu Festen bestens gerüstet. Da gab es schmiedeeiserne Haken zur Befestigung von Girlanden. Herr Böhning weiß noch genau, wo die angebracht waren.
Vor dem Umzug stieg die Nervosität immer mehr. Dem Kay Bremer sah man an, dass er froh wäre, wenn das Aufstellen schon überstanden wäre. Mit Unterstützung des Kirmesvereins war er nämlich für das Aufstellen zum Umzug verantwortlich.
Petra Juch hatte da gegen 11 Uhr noch ganz andere Probleme. Sie rätselte, welche Strümpfe und Schuhe sie denn bei der Wärme nur unter ihr Kleid ziehen kann. So viel zu den Emotionen zum Fest. Es wird weitere Berichte von den Höhepunkten des Festes geben.
Ina Schmücking
Autor: nnzSchon der Weg zum Fest gestaltete sich als Erlebnis der besonderen Art. Viele Bürger waren in den frühen Morgenstunden bereits fleißig und bereiteten vor den Häusern kleine Ausstellungen vor. Insbesondere in der Dorfstraße gab es viel zu sehen: Hühnerausstellungen, nette Sitzecken aus Stroh, landwirtschaftliche Geräte aller Art, Schlachtzubehör, einen alten Wartburg, Geschirr und Wäsche aus früheren Zeiten. Bilder und Urkunden wurden ebenfalls präsentiert.
Bei Schlegels wurde vor dem Haus gefrühstückt. So konnten sie das Treiben verfolgen und Vorbeigehende auch schön einladen. Gudrun Lübbecke bekam feuchte Augen, als sie die Dorfstraße entlang ging. Schade, dass es das nur alle 850 Jahre gibt, sagte sie. So eine emotionale Verbundenheit zwischen den Obergebraern hätte sie noch nie erlebt.
Anette Primas war begeistert: Punkt 10 Uhr verzogen sich die Wolken. Einfach genial zum Start des Kinderfestes. Frank Sallbach war ebenfalls sichtlich beeindruckt. Er fuhr am Morgen noch mal durch den Ort und staunte über die ausgegrabenen Schätze und die Mühe der Bürger.
Evelyn Lübbecke sagte nur: Super. Sie freute sich, dass sie gerade dem rasenden Reporter Michael Randel ein besonders Erlebnis verschafft hatte: die Erstbesteigung des Kirchturmes. Sicher haben die Bürger in Form von Bildern aus der Vogelperspektive auch etwas davon.
Auch Heidi Dittmar freute sich über den wunderschön geschmückten Ort. Auch sie spürte die Verbundenheit in Obergebra so deutlich wie noch nie. Gute Idee, zur Kirmes zu schmücken. – sie macht auf jeden Fall mit. Außerdem gab es noch ein riesiges Lob an alle Vereine. Ständig bekommt sie Gänsehaut, da sie ja bei der 900-Jahrfeier leider nicht mehr dabei ist.
Der Jugendfeuerwehrwart der Stadt Bleicherode Falk Pavlitschek sagte: Die Jugendfeuerwehr aus Obergebra zieht wunderbar mit. Er wird zur Kirmes auf jeden Fall mal nach Obergebra kommen.
Manfred und Marie-Luise Keilholz zeigten stolz den Meisterbrief von 1921 vom Großvater Friedrich Meitrodt. Klaus Böhning von gegenüber wies darauf hin, dass die Tischdecke auf dem Kaffeetisch bei Keilholzens aus der Textilfabrik Stiefler stammt. Diese wurde aus Muni-Garnresten geknüpft und gestickt. Herr Böhning erwies sich als guter Geschichtslehrer.
So war zu erfahren, dass die Dorfstraße mal eine Geschäftsstraße war: Gastwirtschaft, Kolonialwaren, Fleischerei Herrmann Böhning, Bäckerei und Hermann Heinemann verkaufte Gemüse, Fisch und Südfrüchte. Der Frisör Solf und die Schuhmacherei Kilian rundeten das Angebot ab. Nebenan gab´s dann noch die Landwirtschaft Meitrodt. Dieser Bauernhof war natürlich fürs Fest mit Kühen schön geschmückt.
Durch die Bilder Galerie im Dorfgemeinschaftshaus wurde so manche Erinnerung geweckt. Manni Keilholz bot an, dass er mit Herrn Böhning noch mal durchs Dorf geht und seine Erinnerungen an früher zu den Häusern dokumentiert.
Früher waren die Häuser fürs Schmücken zu Festen bestens gerüstet. Da gab es schmiedeeiserne Haken zur Befestigung von Girlanden. Herr Böhning weiß noch genau, wo die angebracht waren.
Vor dem Umzug stieg die Nervosität immer mehr. Dem Kay Bremer sah man an, dass er froh wäre, wenn das Aufstellen schon überstanden wäre. Mit Unterstützung des Kirmesvereins war er nämlich für das Aufstellen zum Umzug verantwortlich.
Petra Juch hatte da gegen 11 Uhr noch ganz andere Probleme. Sie rätselte, welche Strümpfe und Schuhe sie denn bei der Wärme nur unter ihr Kleid ziehen kann. So viel zu den Emotionen zum Fest. Es wird weitere Berichte von den Höhepunkten des Festes geben.
Ina Schmücking


















