Fr, 15:03 Uhr
19.12.2003
Erfolg für Nordhäuser Kripo
Nordhausen/Sondershausen (nnz). Die Nordhäuser Kripo hat eine Schändung des jüdischen Friedhofs in Sondershausen aufgeklärt. In der Nacht zum Dienstag hatten zunächst unbekannte Täter den jüdischen Friedhof verwüstet. Grabsteine waren umgestoßen und mit Farbe beschmiert worden. Weitere Einzelheiten mit einem Klick.
Die Ermittlungen führten zu zwei jungen Männern aus Sondershausen. Inzwischen liegen der Polizei Geständnisse vor. Danach sind die beiden 16- und 25-Jährigen nach einem Trinkgelage in der Wohnung des Älteren zum jüdischen Friedhof gegangen und haben dort wahllos Grabsteine umgestoßen. Einige wurden mit Fassadenfarbe verunstaltet, die die Täter mitgebracht und mit den Händen verschmiert und über die Steine geschüttet hatten. Insgesamt waren 45 Grabdenkmale betroffen.
Von einem Grabstein, der beim Umstoßen zerbrach, nahm sich der 25-Jährige ein Stück als Trophäe mit nach Hause. Schuhabdruckspuren, Farbe an der Kleidung der Verdächtigen und Reste des Steines erhärten den Verdacht der Ermittler. Als Motiv gaben die beiden Tatverdächtigen Langeweile und ihre rechte Einstellung an. Gegen sie wird nun wegen Störung der Totenruhe und gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt.
Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Polizeiinspektion Sondershausen ein Fall der Amtsanmaßung aufgeklärt, in den der 25-Jährige verwickelt ist. Die Öffentlichkeit war am Dienstag über diesen Fall informiert worden. Zwei Männer hatten sich am Montagabend als Polizisten ausgegeben und sich so Zutritt zu einer Wohnung verschafft. Auch der zweite "falsche Polizist" ist inzwischen bekannt. In beiden Fällen sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.
Autor: nnzDie Ermittlungen führten zu zwei jungen Männern aus Sondershausen. Inzwischen liegen der Polizei Geständnisse vor. Danach sind die beiden 16- und 25-Jährigen nach einem Trinkgelage in der Wohnung des Älteren zum jüdischen Friedhof gegangen und haben dort wahllos Grabsteine umgestoßen. Einige wurden mit Fassadenfarbe verunstaltet, die die Täter mitgebracht und mit den Händen verschmiert und über die Steine geschüttet hatten. Insgesamt waren 45 Grabdenkmale betroffen.
Von einem Grabstein, der beim Umstoßen zerbrach, nahm sich der 25-Jährige ein Stück als Trophäe mit nach Hause. Schuhabdruckspuren, Farbe an der Kleidung der Verdächtigen und Reste des Steines erhärten den Verdacht der Ermittler. Als Motiv gaben die beiden Tatverdächtigen Langeweile und ihre rechte Einstellung an. Gegen sie wird nun wegen Störung der Totenruhe und gemeinschädlicher Sachbeschädigung ermittelt.
Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Polizeiinspektion Sondershausen ein Fall der Amtsanmaßung aufgeklärt, in den der 25-Jährige verwickelt ist. Die Öffentlichkeit war am Dienstag über diesen Fall informiert worden. Zwei Männer hatten sich am Montagabend als Polizisten ausgegeben und sich so Zutritt zu einer Wohnung verschafft. Auch der zweite "falsche Polizist" ist inzwischen bekannt. In beiden Fällen sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.


