So, 18:43 Uhr
14.12.2003
Langsamer, schlechter und teurer
Nordhausen (nnz). Während der heute in Kraft getretene Fahrplanwechsel bundesweit Verbesserungen bringt, sieht es im Südharz nicht so gut aus: Langsamer, schlechter und teurer – zu dieser Einschätzung kommt die Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz...
Dieser Fahrplanwechsel geht vielerorts mit Verbesserungen im Nahverkehr einher. Die Liste der Verbesserungen umfasst für Südthüringen allein schon knapp zwanzig Punkte. Leider sieht dies im Südharz nicht so positiv aus. Die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" hat die negative Entwicklung des ÖPNV einmal zusammengefasst.
Nordhausen ist seit diesem Fahrplanwechsel in alle Himmelsrichtungen spürbar schlechter angebunden. So wurden die Fahrzeiten nach Halle erneut bis zu fünf Minuten erhöht. Die Regionalbahnen nach Erfurt, die nach langer Zeit nun wieder bis zum Hauptbahnhof verkehren, benötigen bis zu neun Minuten länger. Auch nach Northeim geht es über die sanierte Südharzstrecke bis zu sieben Minuten langsamer. In das Ruhrgebiet müssen Reisende mindestens 30 Minuten längere Fahrzeiten wegen schlechter Anschlüsse in Kassel in Kauf nehmen. Wer wie bisher nur einmal umsteigen möchte ist eine Stunde länger unterwegs.
Aber nicht nur die Fahrzeitverlängerungen schrecken die Reisenden ab, sondern auch die 24 weggefallenen Anschlüsse in Nordhausen für Reisende zwischen Northeim und Erfurt. Außerdem ist mit dem Fahrplanwechsel eine vierprozentige Fahrpreiserhöhung in Kraft getreten. Auch der Service wurde weiter zurückgefahren. So staunten vor einigen Tagen Reisende in Herzberg nicht schlecht, als sie Widerwillen zu "Schwarzfahrern" wurden. Der geplante Fahrkartenkauf am Fernverkehrsautomaten war nicht mehr möglich, da die DB AG diesen Automaten abgebaut hatte.
"Die Deutsche Bahn AG unternimmt im Südharz alles, um einen Rekord in Kundenunzufriedenheit aufzustellen", äußerte sich der Sprecher der Initiative empört und forderte die Verantwortlichen der DB AG auf, endlich positive Signale zu setzen.
Download-Tipps
Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen ihr Magazin "Thüringer RegioTakte". In der Ausgabe "12 Jahre Thüringer Verkehrspolitik - Zug um Zug" wird die Entwicklung der Bahn seit der Grenzöffnung auf 48 Seiten beschrieben. Die neueren Ausgaben sind auch im Internet Internet verfügbar und liegen als PDF-Datei vor.
Autor: nnzDieser Fahrplanwechsel geht vielerorts mit Verbesserungen im Nahverkehr einher. Die Liste der Verbesserungen umfasst für Südthüringen allein schon knapp zwanzig Punkte. Leider sieht dies im Südharz nicht so positiv aus. Die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" hat die negative Entwicklung des ÖPNV einmal zusammengefasst.
Nordhausen ist seit diesem Fahrplanwechsel in alle Himmelsrichtungen spürbar schlechter angebunden. So wurden die Fahrzeiten nach Halle erneut bis zu fünf Minuten erhöht. Die Regionalbahnen nach Erfurt, die nach langer Zeit nun wieder bis zum Hauptbahnhof verkehren, benötigen bis zu neun Minuten länger. Auch nach Northeim geht es über die sanierte Südharzstrecke bis zu sieben Minuten langsamer. In das Ruhrgebiet müssen Reisende mindestens 30 Minuten längere Fahrzeiten wegen schlechter Anschlüsse in Kassel in Kauf nehmen. Wer wie bisher nur einmal umsteigen möchte ist eine Stunde länger unterwegs.
Aber nicht nur die Fahrzeitverlängerungen schrecken die Reisenden ab, sondern auch die 24 weggefallenen Anschlüsse in Nordhausen für Reisende zwischen Northeim und Erfurt. Außerdem ist mit dem Fahrplanwechsel eine vierprozentige Fahrpreiserhöhung in Kraft getreten. Auch der Service wurde weiter zurückgefahren. So staunten vor einigen Tagen Reisende in Herzberg nicht schlecht, als sie Widerwillen zu "Schwarzfahrern" wurden. Der geplante Fahrkartenkauf am Fernverkehrsautomaten war nicht mehr möglich, da die DB AG diesen Automaten abgebaut hatte.
"Die Deutsche Bahn AG unternimmt im Südharz alles, um einen Rekord in Kundenunzufriedenheit aufzustellen", äußerte sich der Sprecher der Initiative empört und forderte die Verantwortlichen der DB AG auf, endlich positive Signale zu setzen.
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Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen ihr Magazin "Thüringer RegioTakte". In der Ausgabe "12 Jahre Thüringer Verkehrspolitik - Zug um Zug" wird die Entwicklung der Bahn seit der Grenzöffnung auf 48 Seiten beschrieben. Die neueren Ausgaben sind auch im Internet Internet verfügbar und liegen als PDF-Datei vor.


