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Di, 16:08 Uhr
14.08.2012

Adams: Falsch eingeschätzt

Im August 2011 hatte die schwarz-gelbe Bundesregierung die vollständige Befreiung energieintensiver Industrien von den Stromnetzentgelten beschlossen. Dieser Beschluss sollte eigentlich dazu beitragen, dass die vermeintlich internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen nicht gefährdet wird...


Die Folgen dieser Entscheidung kommen die Thüringer Verbraucherinnen und Verbraucher nun wesentlich teurer zu stehen als ursprünglich erwartet.

Für Dirk Adams, den energiepolitischen Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bleibt die vollständige Befreiung von den Stromnetzentgelten ein weiteres Geschenk an große EnergieverbraucherInnen in Deutschland, die auch schon weitgehend von der EEG-Umlage (EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz) befreit sind. „Wenn jetzt die Bundesnetzagentur ihre Annahmen korrigieren muss und statt der bisher festgelegten Umlage für KleinverbraucherInnen 0,151 Cent im Oktober 2012 eine wesentlich höhere Umlage von 0,45 Cent pro Kilowattstunde oder mehr festlegt, ist das mehr als eine grobe Fehleinschätzung“, stellt Adams fest. Denn statt der ursprünglich angenommenen 100 Anträge energieintensiver Unternehmen, werden nun weit über 200 Anträge durch die Bundesbehörde bewilligt.

Nach Ansicht des grünen Energiepolitikers gehört dies als dringliches Thema auf die Sitzung des Beirates der Bundesnetzagentur, dessen Vorsitzender Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig ist. „Klein- und mittelständische Unternehmen sowie private EndkundInnen im Freistaat haben ein Recht darauf, dass auch ihre Interessen bei der Bundesnetzagentur angemessen vertreten werden“, so Adams, und weiter: „Die energieintensiven Industrien entziehen sich jeglicher finanzieller Verantwortung für die Energiewende, während die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde tatenlos zuschaut und die Kosten an die KleinverbraucherInnen weitergibt.“
Autor: nnz

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Kommentare
Jörch
15.08.2012, 08:05 Uhr
die grösste fehleinschätzung...
sind die grünen und ihre halbseidene "energiewende" selber. da wurden seinerzeit marktunreife technologien eingeführt und mit viel viel geld durchgeboxt, übrigens sehr zum gefallen einiger parteimitglieder wie die herren wobben und asbeck und nun versucht man daran herumzuflicken, weil man merkt, dass es eben doch nicht funktioniert....

übrigens schon erstaunlich, wenn die hersteller von solarmodulen und halbzeugen wie solarworld mitlerweile neue, vor gerade mal 5 jahren geschaffene standorte überdenken und dies nicht ob zu hoher personalkosten, sondern ob zu hoher energiekosten...

ja ja, die energiewende frisst ihre kinder..... arbeitsplätze und jobwunder green economy ade... und nebenbei vernichten wir gleich mal noch 100.000 hochqualifizierte arbeitsplätze im anlagen und energietechniksektor.... und wofür, für den profit einiger greenlobbyisten und das gute gefühl die welt gerettet zu haben....
rmac
16.08.2012, 09:45 Uhr
Keine Ahnung!
So scheint es bei diesem Lobbiismus-Gequatsche immer zu sein. Die Atom-Energie wird auch gefördert. Seit Anfang an bis heute. Die ganze Entsorgung ist vollkommen ungeklärt und darf die nächsten 100.000 Jahre auch von uns Steuerzahlern bezahlt werden. Aber wehe die Erneuerbaren Energienen werden nur ein bisschen unterstützt. Welche Geldverschwendung.
Auch im Internationalen Wettbewerb werden die Konkurenten staatlich unterstützt. Und das teilweise in viel höherem Umfang. Aber wir als Industrieland mit unseren Ingenieuren, wir können Zukunftstechnologien ruhig im Ausland entwickeln lassen.

Außerdem war es die Schwarz-Gelbe Regierung, die den Energiekonsens mit der Energiewirtschaft, der fertig ausgehandelt und auch locker von der Energiewirtschaft zu tragen gewese wär, wieder aufgelöst hatte. Bis man nach Fukushima festgestellt hat, dass ja doch was passieren kann. Aber stimmt, das werden diese schwarz-gelben Politiker vorher wirklich nicht gewusst haben. Die wenn sie hätten soweit denken können wären sie in anderen Parteien.
So viel zu Fehleinschätzungen.
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