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Sa, 07:43 Uhr
28.07.2012

Tradition wiederbelebt

Nach mehreren Jahrzehnten wurde jüngst in der
unmittelbaren Nähe des Naturerlebniszentrums HohneHof wieder mit der Beweidung der umliegenden Bergwiesen begonnen...

Mit Beweidung begonnen (Foto: M. Bollmann) Mit Beweidung begonnen (Foto: M. Bollmann)

17 Tiere der alten Haustierrasse Harzer Rotes Höhenvieh der Familie Uwe Tielecke aus Tanne sind nun wieder zwischen dem Löwenzahnpfad am Bahnhof Drei Annen-Hohne und dem Hohnehof zu sehen. Auf Initiative des zuständigen Nationalpark-Revierförsters Martin Bollmann verspricht sich der Nationalpark damit die Förderung der Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in seiner Nutzungszone.

Mit der Beweidung begonnen (Foto: M. Bollmann) Mit der Beweidung begonnen (Foto: M. Bollmann)

Auch wird die Maßnahme zum Erhalt der Vielfalt des historischen Landschaftsbildes am dortigen Übergang der Kulturlandschaft zur Naturlandschaft beitragen.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
28.07.2012, 10:52 Uhr
Extensiv-Weide bei uns? Kuhfladen in der Bere!
Ich begrüße den Auftrieb der Tiere zur Beweidung bei Drei-Annen sehr, vor allem, weil sie erst jetzt, Ende Juli erfolgt. Ddurch haben viele naturschutzrelevante Pflanzenarten die Chance, zu blühen und zu fruchten. Mit Bedauern sehe ich hingegen das Beweidungsregime auf der Netzwiese bei Netzkater. Dort werden die Tiere des Höhenviehs bereits ca. Ende Mai aufgetrieben, wodurch sich die typischen Pflanzengesellschaften feuchter Bergwiesen überhaupt nicht ausprägen können. Eine Wiesenblüte fimdet so gut wie nicht statt. Im Gegenteil:Bei einer Begehung stellte ich einen hohen Anteil stickstoffliebender Arten fest. Auch wurde z.B. der Uferbereich der Beere nicht von der Beweidung ausgespart, obwohl dieser gesetzlich geschützt ist: Ich konnte auch Kuhfladen unmittelbar am Flussufer ausmachen sowie Erosionserscheinung infolge Viehtritt feststellen und dokumentieren.
Ich hoffe, dass die zuständigen Behörden 2013 dazu übergehen, eine wirklich schonende Beweidung einzuführen: Auftrieb nicht vor Juli, Aukoppelung von 99% des Uferbereiches, keinen englichscn Rasen als Dauerzustand ab Juli sondern zumindest auf 50% der Netzwiesen nur ein ein- bis zweimaliges Abgrasen, schonende Nachmahd der vom Vieh nicht gefressenen aufgekommenen nitrophilen Arten, wie z,B. Stumpfblättriger Ampfer, um deren Aussamen zu verhindern. Außerdem fordere ich die Behörden auf, den im Zuge der erfolgten Maßnahmen (inkl. Rodungen an der B 81) aufkommenden Riesen-Bärenklau innerhalb der näcchsten Tage zu beseitigen. Er könnte zu einer Gefahr für die Flora werden.
Zu der Problematik werde ich demnächst einen Fotobericht liefern.
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