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Mo, 13:24 Uhr
23.07.2012

Gäste aus Weißrussland

Heute Vormittag hat Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) 20 Kinder aus Gomel aus der Region Tschernobyl im Rathaus empfangen. Sie sind seit Sonnabend zu einem Erholungsbesuch in Nordhausen und bleiben bis zum 11. August...

Zu Besuch in Nordhausen (Foto: psv) Zu Besuch in Nordhausen (Foto: psv)

Der Verein „3. Welt-Initiative“ Nordhausen organisiert ihren Aufenthalt im Rahmen seiner Aktion “Hilfe für Kinder von Tschernobyl“. Zur finanziellen Unterstützung aber auch in Anerkennung der nun mehr 21jährigen ehrenamtlichen Arbeit des Vereins übergab der Bürgermeister im Namen der Stadtverwaltung einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

Den ersten Teil ihres Besuchs verbringen die 9 bis 11-Jährigen im Landschulheim „Harzrigi“. Anschließend gehen sie zu Gastfamilien aus der Nordhäuser Region.
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
23.07.2012, 14:20 Uhr
Schlimm so etwas
Für alle, die der Atomkraft immer noch hinterher weinen. Die Region um Gomel in Weißrußland ist eine der schlimmsten von Tschernobyl verstrahlten Regionen in Europa.
Eigentlich dürften sich dort keine Menschen längere Zeit aufhalten.
Aber die Menschen haben nur eine Heimat und so sind sie geblieben.
Schlimm für die Kinder, welche zu achtzig prozent unter Schildrüsenkrebs leiden.
Zwei Wochen der Strahlung zu entkommen wird keine Wunder vollbringen, aber ein Wunder haben die Menschen dort bitter nötig.
arnLe
23.07.2012, 20:35 Uhr
Relativierung ...
Die Kinder kommen aus einer radioaktiv belasteten Region Weißrusslands, in der man jedoch durchaus leben kann. Nicht bewohnbare Gebiete sind, nach wie vor, geräumt und gesperrt.
Sicher kann man von einem geschwächten Immunsystem reden und von einem stark erhöhten Risiko, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken. Wissentlich erkrankt sind die Kinder bislang nicht.
Der Aufenthalt in Nordhausen dient zur Stabilisierung des Gesundheitszustandes.
Studien haben gezeigt, dass so ein Erholungseffekt Wochen bis Monate anhalten kann.
Wolfi65
24.07.2012, 07:15 Uhr
Studien unter Anderen
Studien der WHO haben gezeigt, das z.B. die Neuerkrankungen an Schildrüsenkrebs der Kinder, welche zum Zeitpunkt der Tschernobyl-Kathastrophe zwischen 0 und vier Jahren alt waren bis 1995 um mehr als die Hälfte zugenommen haben.
Weiter wurde festgestellt, dass dieser Schildrüsenkrebs zu einer häufigen Methastisierung neigt und somit in kurzer Zeit durch die Bildung der Tochter-Krebs-Zellen andere Organe befällt und rasch zum Tode führt.
In dieser Region ist laut WHO mit bis zu 100.000 Neuerkrankungen zu rechnen.
Im Oblast Gomel sind die Krebserkrankungen von 1989 bis 1999 von 240,8 auf 346,0 pro 100.000 Einwohner gestiegen.
Männer erkranken häufig an Krebs der Lunge,Prostata,Magen und der Haut, während bei Frauen der Brustkrebs, der Gebärmutter, des Magens und der Haut festzustellen ist.
Auch ist in diesem Bereich die Leukämie um etwa 50 Prozent angestiegen.
Quelle:Umweltinstitut München e.V

@arnLe
Von einer Relativierung kann hier beim besten Willen nicht die Rede sein. Die Stadt Gomel ist nur aus einen Grund nicht evakuiert worden. Weil man einfach nicht weiss, wo hin mit fast 500.000 Menschen?!
Ich wünsche den Kindern aus dem Gebiet um Gomel und auch den Anderen durch Tschernobyl verstrahlten Gebieten alles Gute!

PS:Der Mensch wird erst wach, wenn er festellt, was er für immer verloren hat.
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