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Mi, 19:42 Uhr
03.12.2003

Das Industriegebiet wird kommen!

Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Stadtrat positionierte sich heute noch einmal zum geplanten Industriegebiet in der Goldenen Aue. Während ein Mitarbeiter des Planungsamtes die wichtigsten Kriterien des Gebietes und den Stand des Verfahrens erläuterte, redete Dietrich Beyse (CDU) danach Klartext.


„Ich diskutiere mit niemandem mehr über die Frage, ob es ein Industriegebiet geben soll oder nicht“, so der Standpunkt des CDU-Dezernenten, für den er sowohl von den Stadträten als auch von den Gästen im Auditorium Beifall erhielt. Die Argumentation der Bürgerinitiative werde langsam lächerlich, denn das deutsche Baurecht ließe keine Bebauung gegen den Menschen zu. Beyse hob als ein entscheidendes Kriterium für das Gebiet in der Goldenen Aue hervor, dass sich diese Planung in voller Übereinstimmung sowohl mit dem Flächennutzungsplan als auch mit dem Regionalen Raumordnungsplan befinde.

Die negativen Äußerungen der Gegner des Industriegebietes würden nicht nur den gesetzlichen Planungen, sondern auch dem Image der Region schaden, denn derartig „kleinbürgerliches Gerede“ sei nicht förderlich. Beyse ging auf die „Parteiversammlung“ von Bündnis90/Die Grünen im November ein. „Die Kritik der Schüler und Studenten zeigt, dass hier eine eklatante Unkenntnis zu den Planungen und vor allem zur Situation in Nordthüringen vorliegt“, konterte Beyse und verwies auf die Fachhochschule, die LEG sowie das Regionalmanagement als die eigentlichen Partner des Verbandes.

Er plädierte im Stadtrat dafür, dass das Thema Industriegebiet nicht zur Profilierungssucht, zur Entfaltung von Egoismus sowie zum Wahlkampf herhalten dürfe. Lothar Emrich (PDS), der dem Planungsverband zum Industriegebiet Kohnstein vorsteht, meinte schließlich, dass man die Chancen dieser Entwicklung nicht vertun dürfe. Hier solle nicht mehr gemault, sondern gemacht werden. Auch die Vertreter der CDU- und der SPD-Fraktion legten ebenfalls noch mal ein klares Bekenntnis für die Planungen hinsichtlich der 100 Hektar in der Goldenen Aue ab.

Letztlich, da waren sich alle Fraktionäre einig, sei der Planungsverband mit seinen Mitgliedskommunen das legitimierte Gremium, nicht allein die Stadt Nordhausen.
Autor: nnz

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