Di, 18:24 Uhr
02.12.2003
Wirklich ein Signal?
Nordhausen (nnz). Die Zahl der Insolvenzen wird von einigen Experten gern als Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung gesehen. Wenn das stimmt, dann ist vielleicht ein Lichtblick am Horizont zu erkennen...
Von den 802 Unternehmensinsolvenzen wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 460 Verfahren (57,4 Prozent) eröffnet und 342 Verfahren mangels Masse abgewiesen. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren 4 309 Beschäftigte in den Unternehmen betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen belaufen sich dabei auf über 526 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 240 Verfahren wiederum im Baugewerbe, wobei sich die rückläufige Entwicklung gegenüber den ersten drei Quartalen 2002 (-37,8 Prozent) weiter fortsetzt. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden 130 Insolvenzen registriert, was in etwa dem Vorjahresniveau von 127 Insolvenzen entsprach. Der Bereich Handel sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen hatten mit 154 bzw. 117 Anträgen ebenfalls einen erheblichen Anteil an den Unternehmensinsolvenzen in Thüringen. Im Gegensatz zu den Unternehmensinsolvenzen stieg die Gesamtzahl der Insolvenzen in Thüringen in den ersten drei Quartalen des Jahres um 195 Anträge bzw. 9,7 Prozent auf 2 206 Verfahren weiter an.
Hier kommt das neue Insolvenzrecht vom 1. Dezember 2001 zum Tragen, das zu einer überdurchschnittlichen Zunahme der Insolvenzanträge bei den übrigen Schuldnern (Natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständige Tätige, private Verbraucher) um 469 bzw. 50,2 Prozent auf 1 404 Antragstellungen geführt hat.
Autor: nnzVon den 802 Unternehmensinsolvenzen wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 460 Verfahren (57,4 Prozent) eröffnet und 342 Verfahren mangels Masse abgewiesen. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren 4 309 Beschäftigte in den Unternehmen betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen belaufen sich dabei auf über 526 Millionen Euro.
Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 240 Verfahren wiederum im Baugewerbe, wobei sich die rückläufige Entwicklung gegenüber den ersten drei Quartalen 2002 (-37,8 Prozent) weiter fortsetzt. Im Verarbeitenden Gewerbe wurden 130 Insolvenzen registriert, was in etwa dem Vorjahresniveau von 127 Insolvenzen entsprach. Der Bereich Handel sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen hatten mit 154 bzw. 117 Anträgen ebenfalls einen erheblichen Anteil an den Unternehmensinsolvenzen in Thüringen. Im Gegensatz zu den Unternehmensinsolvenzen stieg die Gesamtzahl der Insolvenzen in Thüringen in den ersten drei Quartalen des Jahres um 195 Anträge bzw. 9,7 Prozent auf 2 206 Verfahren weiter an.
Hier kommt das neue Insolvenzrecht vom 1. Dezember 2001 zum Tragen, das zu einer überdurchschnittlichen Zunahme der Insolvenzanträge bei den übrigen Schuldnern (Natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., ehemals selbständige Tätige, private Verbraucher) um 469 bzw. 50,2 Prozent auf 1 404 Antragstellungen geführt hat.


