Mi, 10:29 Uhr
11.07.2012
Quo vadis Euro?
Klappt die Euro-Rettung? Und welche Folgen hätte ein Aus der Gemeinschaftswährung? – nur zwei Fragen die aktuell die Öffentlichkeit bewegen. Antworten darauf zu finden ist sehr schwierig. Mögliche Lösungen werden in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft kontrovers diskutiert. Einzelheiten wie immer mit dem bekannten Klick...
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) Erfurt haben deshalb die aktuelle Finanzsituation in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Jahresempfangs am heutigen Abend gestellt. Vor allem Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten als Wachstumslokomotive und Anker der Stabilität in Europa erwiesen, erklärt IHK-Präsident Dieter Bauhaus. Nicht zuletzt der Initiative der Bundesregierung, aber auch den Bundesländen sei es zu verdanken, dass wichtige Entscheidungen zur Bewältigung der Krise getroffen wurden. Fiskalpakt und Europäischer Rettungsschirm müssten nun dazu beitragen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Ich bin zuversichtlich, dass Europa und vor allem die Bundesrepublik gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen, ist Bauhaus optimistisch. Der Weg dorthin sei aber noch sehr steinig. Der europäische Gedanke dürfe nicht in Frage gestellt werden. Schließlich sei gerade auch die Thüringer Wirtschaft stark von einem funktionierenden europäischen Markt abhängig.
In wieweit Deutschland die anstehenden Herausforderungen allein schultern kann, ist fraglich, gibt der IHK-Präsident zu bedenken. Sicher habe auch die Bundesrepublik die Grenzen der Belastbarkeit erreicht. Schließlich hätte Deutschland einen Schuldenstand von mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsleistung, viele Kommunen seien in akuten Finanznöten und der demografische Wandel schlage sich in Fragen der Fachkräftesicherung und der Sozialversicherung dramatisch nieder.
Gerade mit Blick auf nachfolgende Generationen sei jetzt verantwortungsvolles Handeln gefragt. Deutschland könne Europa nicht alleine retten. Der IHK-Präsident betont, dass Impulse von den betroffenen Ländern selber ausgehen müssten. Leistung und Gegenleistung seien nicht nur marktwirtschaftliche Grundprinzipien, sondern würden erst recht in einer Solidargemeinschaft wie der EU gelten.
Keinen Zweifel sollten wir jedoch daran lassen, dass die Einführung des Euro richtig war. Wir alle profitieren davon, so Bauhaus. Die Beteiligten wären aber gezwungen sich an die verabredeten Stabilitätskriterien zu halten, um ein Funktieren der Währungsunion sicher zustellen. Wer diese missachte, habe die Konsequenzen zu tragen.
In seiner Festansprache zum Thema Konsolidierung und Wachstum in der Krise? wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Rahmen des diesjährigen Jahresempfangs von IHK und HWK das wohl derzeit meist diskutierte Thema aufgreifen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und weitere Mitglieder des Thüringer Kabinetts sind heute Abend prominente Gäste unter den rund 700 erwarteten Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Autor: nnzDie Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) Erfurt haben deshalb die aktuelle Finanzsituation in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Jahresempfangs am heutigen Abend gestellt. Vor allem Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten als Wachstumslokomotive und Anker der Stabilität in Europa erwiesen, erklärt IHK-Präsident Dieter Bauhaus. Nicht zuletzt der Initiative der Bundesregierung, aber auch den Bundesländen sei es zu verdanken, dass wichtige Entscheidungen zur Bewältigung der Krise getroffen wurden. Fiskalpakt und Europäischer Rettungsschirm müssten nun dazu beitragen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Ich bin zuversichtlich, dass Europa und vor allem die Bundesrepublik gestärkt aus der aktuellen Situation hervorgehen, ist Bauhaus optimistisch. Der Weg dorthin sei aber noch sehr steinig. Der europäische Gedanke dürfe nicht in Frage gestellt werden. Schließlich sei gerade auch die Thüringer Wirtschaft stark von einem funktionierenden europäischen Markt abhängig.
In wieweit Deutschland die anstehenden Herausforderungen allein schultern kann, ist fraglich, gibt der IHK-Präsident zu bedenken. Sicher habe auch die Bundesrepublik die Grenzen der Belastbarkeit erreicht. Schließlich hätte Deutschland einen Schuldenstand von mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsleistung, viele Kommunen seien in akuten Finanznöten und der demografische Wandel schlage sich in Fragen der Fachkräftesicherung und der Sozialversicherung dramatisch nieder.
Gerade mit Blick auf nachfolgende Generationen sei jetzt verantwortungsvolles Handeln gefragt. Deutschland könne Europa nicht alleine retten. Der IHK-Präsident betont, dass Impulse von den betroffenen Ländern selber ausgehen müssten. Leistung und Gegenleistung seien nicht nur marktwirtschaftliche Grundprinzipien, sondern würden erst recht in einer Solidargemeinschaft wie der EU gelten.
Keinen Zweifel sollten wir jedoch daran lassen, dass die Einführung des Euro richtig war. Wir alle profitieren davon, so Bauhaus. Die Beteiligten wären aber gezwungen sich an die verabredeten Stabilitätskriterien zu halten, um ein Funktieren der Währungsunion sicher zustellen. Wer diese missachte, habe die Konsequenzen zu tragen.
In seiner Festansprache zum Thema Konsolidierung und Wachstum in der Krise? wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Rahmen des diesjährigen Jahresempfangs von IHK und HWK das wohl derzeit meist diskutierte Thema aufgreifen. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und weitere Mitglieder des Thüringer Kabinetts sind heute Abend prominente Gäste unter den rund 700 erwarteten Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

