Sa, 12:03 Uhr
29.11.2003
nnz-Buchtipp: Alles Quatsch – oder was?
Nordhausen (nnz). Mysteriöse Ereignisse haben die Phantasie der Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Viele Jahrhunderte oblag dabei der Kirche die Deutungsmacht über das, was im christlichen Sinne wunderlich ist - und was Teufelswerk. Einen amüsanten Streifzug durch die Wunder bietet der nnz-Buchtipp.
Irgendwann aber entzog der Okkultismus der Kirche ihr Wundermonopol und als weltliches Gegenstück zum Gottesdienst wurden Tische gerückt und Geister befragt. Neben die herkömmliche Marienerscheinung traten Hypnotiseure und Hellseher, Geisterschiffe und Spukschlösser.
Alles Hokuspokus? Nichts als Humbug? Beweisen oder widerlegen jedenfalls lassen sich mysteriöse Ereignisse oftmals nicht - und gerade darin liegt ihr eigentlicher Reiz. Vor den Augen eines staunenden Publikums entfaltet Werner Fuld im Lexikon der Wunder. Ungeklärte Phänomene von Auferstehung bis Zwerg eine Welt des Einzigartigen.
Auf Fulds amüsantem Streifzug durch Religion, Volksglauben und Parawissenschaften erfährt man von Poltergeistern und Phantomkutschen, von der englischen Gesellschaft zur Erforschung von Elfen oder den vielen Wundern der christlichen Mythologie. Vorsehungen und Visionen, Wiedergänger und Wiedergeborene, Engel und Exorzisten, die Geheimnisse um Fatima und geheimnisvolle Erfahrungen von Victor Hugo bis Goethe werden ebenso dargestellt wie heilige Orte von Altötting bis Lourdes - oder die grassierende Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II. Immerhin: Jeder seiner 447 Heiligsprechungen allein bis zum Jahr 2000 liegen drei beglaubigte Wunder zu Grunde!
Manch Wunder wird von Werner Fuld entzaubert, manch falscher Heiliger überführt. Dennoch geht es Fuld nicht darum, Wunder zu erklären. Vielmehr hat der Autor, humorvoll und mit leichter Hand erzählt, ein Kompendium unerklärlicher Phänomene und erstaunlicher Geschichte vorgelegt. Sein Lexikon ist damit auch eine unterhaltsame Kulturgeschichte des Übernatürlichen.
Werner Fuld, geboren 1947, lebt als Autor und Literaturkritiker in der Nähe von München. Er schrieb u.a. Biographien über Walter Benjamin und Wilhelm Raabe. Im Eichborn Verlag erschienen 1999 sein Lexikon der Fälschungen und 2000 Das Lexikon der letzten Worte. Mehr Info gibt es beim Eichborn-Verlag im Internet.
Autor: nnzIrgendwann aber entzog der Okkultismus der Kirche ihr Wundermonopol und als weltliches Gegenstück zum Gottesdienst wurden Tische gerückt und Geister befragt. Neben die herkömmliche Marienerscheinung traten Hypnotiseure und Hellseher, Geisterschiffe und Spukschlösser.
Alles Hokuspokus? Nichts als Humbug? Beweisen oder widerlegen jedenfalls lassen sich mysteriöse Ereignisse oftmals nicht - und gerade darin liegt ihr eigentlicher Reiz. Vor den Augen eines staunenden Publikums entfaltet Werner Fuld im Lexikon der Wunder. Ungeklärte Phänomene von Auferstehung bis Zwerg eine Welt des Einzigartigen.
Auf Fulds amüsantem Streifzug durch Religion, Volksglauben und Parawissenschaften erfährt man von Poltergeistern und Phantomkutschen, von der englischen Gesellschaft zur Erforschung von Elfen oder den vielen Wundern der christlichen Mythologie. Vorsehungen und Visionen, Wiedergänger und Wiedergeborene, Engel und Exorzisten, die Geheimnisse um Fatima und geheimnisvolle Erfahrungen von Victor Hugo bis Goethe werden ebenso dargestellt wie heilige Orte von Altötting bis Lourdes - oder die grassierende Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II. Immerhin: Jeder seiner 447 Heiligsprechungen allein bis zum Jahr 2000 liegen drei beglaubigte Wunder zu Grunde!
Manch Wunder wird von Werner Fuld entzaubert, manch falscher Heiliger überführt. Dennoch geht es Fuld nicht darum, Wunder zu erklären. Vielmehr hat der Autor, humorvoll und mit leichter Hand erzählt, ein Kompendium unerklärlicher Phänomene und erstaunlicher Geschichte vorgelegt. Sein Lexikon ist damit auch eine unterhaltsame Kulturgeschichte des Übernatürlichen.
Werner Fuld, geboren 1947, lebt als Autor und Literaturkritiker in der Nähe von München. Er schrieb u.a. Biographien über Walter Benjamin und Wilhelm Raabe. Im Eichborn Verlag erschienen 1999 sein Lexikon der Fälschungen und 2000 Das Lexikon der letzten Worte. Mehr Info gibt es beim Eichborn-Verlag im Internet.


