Mo, 18:20 Uhr
09.07.2012
Champions League in Nordhausen
Nein, liebe Leser von nnz und kn, diesmal geht es nicht um Fußball, es geht um eine andere andere Ballsportart, die in Thüringen erfolgreich beheimatet ist. Und da bahn sich jetzt eine Sensation an. In Nordhausen, um genau zu sein..
Für jene, die es (noch) nicht wissen, die Handballdamen des Thüringer HC sind in diesem Jahr zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister geworden. Und dieser Titel bedeutet - bei aller Freude und allem Jubel - die Teilnahme an der Champions League. Im vergangenen Jahr spielten die "Mädels" des THC in Erfurt, da die Spielstätte für die Heimspiele der Bundesliga, die Salza-Halle in Bad Langensalza, nicht Champions League-tauglich ist. Ähnlich ergeht es der Halle in Eisenach.
Doch mit der Erfurter Halle hatten die Menschen im Klub sowie in der THC-Sport GmbH so ihre Probleme. Bernhard Schönau, Bürgermeister in Bad Langensalza und Mitglied im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft, bringt es im Gespräch mit nnz und kn auf den Punkt: "In der Halle in Erfurt gibt es einfach nicht die Atmosphäre, die sich die Zuschauer und die Spielerinnen gleichermaßen wünschen. Und unser Club hatte bereits im vorigen Jahr mit einer anderen Spielstätte geliebäugelt, nämlich mit der Wiedigsburghalle in Nordhausen".
Warum dann doch in Erfurt statt in Nordhausen Champions League gespielt wurde, ist zweitrangig. Schönau geht von einem gestörten Informationsfluss zwischen Nordhausen und Bad Langensalza aus. Dieser Info-Kanal ist jetzt blitzblank, auch Dank eines der THC-Hauptsponsoren, der Autohaus Peter Gruppe. "Helmut Peter hatte sich sofort für die Austragung der Champions League-Spiele unseres THC in Nordhausen engagiert. Und heute, mit etwas Abstand zur damaligen Euphorie, kann ich sagen: Es ist gut, dass es Männer wie ihn gibt, bei denen ein Handschlag noch etwas wert ist", so Schönau. Auch der Bürgermeister von Nordhausen, Matthias Jendricke, hatte sich für die Wiedigsburghalle als Spielort stark gemacht.
Gemeinsam mit Gert Störmer und Andreas Meyer wird nun gewerkelt. Und dabei bekommt das Wort "Strippenziehen" eine gänzlich andere Bedeutung, denn für die Übertragung der Spiele im Fernsehen müssen die Lichtbedingungen in der Wiedigsburghalle optimiert werden. Das jedoch haben die Organisatoren zugesagt. Für die Stimmung in der Halle sind andere zuständig.
Die drei Vorrundenspiele in der Gruppe D sind fest terminiert. Ausgetragen werden sie am 14. und 28. Oktober sowie am 18. November. Anpfiff an diesen Sonntagen ist jeweils um 15 Uhr. Sollten die Langensalzaer Handballerinnen die Vorrundenspiele erfolgreich gestalten, dann sind auch die weiteren Spiele in Nordhausen gebongt. Bis zum Finale.
Bernhard Schönau ist sich sicher, dass die Wiedigsburghalle krachend voll wird, denn die wahren Handball-Fans in Nordthüringen, die fahren statt nach Erfurt auch gern nach Nordhausen. Dass auch die Nordhäuser alles andere als Handball-Muffel sind, das versteht sich nicht nur von selbst, sondern wurde durch viele Aktionen, nicht zuletzt durch einen Handball-Tag der Legenden unter Beweis gestellt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzFür jene, die es (noch) nicht wissen, die Handballdamen des Thüringer HC sind in diesem Jahr zum zweiten Mal hintereinander Deutscher Meister geworden. Und dieser Titel bedeutet - bei aller Freude und allem Jubel - die Teilnahme an der Champions League. Im vergangenen Jahr spielten die "Mädels" des THC in Erfurt, da die Spielstätte für die Heimspiele der Bundesliga, die Salza-Halle in Bad Langensalza, nicht Champions League-tauglich ist. Ähnlich ergeht es der Halle in Eisenach.
Doch mit der Erfurter Halle hatten die Menschen im Klub sowie in der THC-Sport GmbH so ihre Probleme. Bernhard Schönau, Bürgermeister in Bad Langensalza und Mitglied im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft, bringt es im Gespräch mit nnz und kn auf den Punkt: "In der Halle in Erfurt gibt es einfach nicht die Atmosphäre, die sich die Zuschauer und die Spielerinnen gleichermaßen wünschen. Und unser Club hatte bereits im vorigen Jahr mit einer anderen Spielstätte geliebäugelt, nämlich mit der Wiedigsburghalle in Nordhausen".
Warum dann doch in Erfurt statt in Nordhausen Champions League gespielt wurde, ist zweitrangig. Schönau geht von einem gestörten Informationsfluss zwischen Nordhausen und Bad Langensalza aus. Dieser Info-Kanal ist jetzt blitzblank, auch Dank eines der THC-Hauptsponsoren, der Autohaus Peter Gruppe. "Helmut Peter hatte sich sofort für die Austragung der Champions League-Spiele unseres THC in Nordhausen engagiert. Und heute, mit etwas Abstand zur damaligen Euphorie, kann ich sagen: Es ist gut, dass es Männer wie ihn gibt, bei denen ein Handschlag noch etwas wert ist", so Schönau. Auch der Bürgermeister von Nordhausen, Matthias Jendricke, hatte sich für die Wiedigsburghalle als Spielort stark gemacht.
Gemeinsam mit Gert Störmer und Andreas Meyer wird nun gewerkelt. Und dabei bekommt das Wort "Strippenziehen" eine gänzlich andere Bedeutung, denn für die Übertragung der Spiele im Fernsehen müssen die Lichtbedingungen in der Wiedigsburghalle optimiert werden. Das jedoch haben die Organisatoren zugesagt. Für die Stimmung in der Halle sind andere zuständig.
Die drei Vorrundenspiele in der Gruppe D sind fest terminiert. Ausgetragen werden sie am 14. und 28. Oktober sowie am 18. November. Anpfiff an diesen Sonntagen ist jeweils um 15 Uhr. Sollten die Langensalzaer Handballerinnen die Vorrundenspiele erfolgreich gestalten, dann sind auch die weiteren Spiele in Nordhausen gebongt. Bis zum Finale.
Bernhard Schönau ist sich sicher, dass die Wiedigsburghalle krachend voll wird, denn die wahren Handball-Fans in Nordthüringen, die fahren statt nach Erfurt auch gern nach Nordhausen. Dass auch die Nordhäuser alles andere als Handball-Muffel sind, das versteht sich nicht nur von selbst, sondern wurde durch viele Aktionen, nicht zuletzt durch einen Handball-Tag der Legenden unter Beweis gestellt.
Peter-Stefan Greiner


