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Fr, 17:58 Uhr
09.03.2001

Betriebsprüfung in der Deusa soll bald beginnen

Bleicherode (nnz). Carsten Bloss hat versucht, bei den Mitgliedern des Betriebsrates Informationsdefizite und Vorbehalte gegen die ehemalige Geschäftsführung des Unternehmens abzubauen. Ob es ihm gelang, dass müsse der Betriebsrat mit sich selbst ausmachen. Er werde sich weiterhin der Unterstützung durch zwei Mitarbeiter der ehemaligen Unternehmensleitung bedienen, so Bloss gegenüber nnz.
Am Mittwoch habe er in Frankfurt am Main ein erstes Gespräch mit dem zweiten Interessenten, einer Investorengruppe von der Kayman-Inseln geführt. Bloss schob im nnz-Gespräch nach, dass es sich hierbei um eine durchaus seriöse Beteiligungsgesellschaft handele, die aus steuerlichen Aspekten ihren Firmensitz auf dieser Inselgruppen angesiedelt habe, wie viele namhafte andere Unternehmen übrigens auch. Der Venture-Capital-Fonds habe Beteiligungen an einem großen Kreuzfahrtunternehmen sowie an einer Firmengruppe, die sich auf Rohrverlegungen in der Nordsee spezialisiert habe. In der kommenden Woche werden Vertreter dieses Konsortiums mit der Überprüfung des Unternehmens in Bleicherode beginnen. Hierin sieht Bloss ein erstes Zeichen, dass die Investoren an einem Kauf der Deusa interessiert seien. Nach der Prüfung werde es die Preisfindung geben. Dann werde dieses Angebot mit dem der Possehl Erzkontor GmbH aus Lübeck verglichen. Der noch vor einer Woche gegenüber nnz angekündigte dritte Investor habe bereits zwei Tage später wieder abgesagt.
Nach Informationen der nnz spielt der Kaufpreis für die Deusa bei dem gesamten Übernahmepoker eher eine untergeordnete Rolle. Insider sprechen von einem Betrag in einstelliger Millionenhöhe. Wesentlich interessanter, weil höher, sind die kommenden kurz- und mittelfristigen Investitionen, um die Deusa in einigen Jahren in die Gewinnzone zu bringen. Der Markt für die Deusa-Produkte an sich ist sehr eng. Weltweit gebe es für das Magnesium-Chlorid drei, für das feste Produkt in Deutschland mal gerade zwei Hersteller, die Deusa und Kali + Salz. Die derzeit produzierten 130.000 Tonnen Kali im Jahr in Bleicherode nehmen sich gegen das Produktionsvolumen des Kasseler Giganten mit mehr als 20 Millionen Tonnen im Jahr denn wirklich wie ein "Sack Kali" aus. Warum also die Aufregung um die Deusa? Für Bloss geht es um die Rettung des Unternehmens und den Erhalt der Arbeitsplätze, für die Bieter geht es schon lange um die Technologie der Kaliproduktion in Bleicherode. Und die ist zukunftsweisend, weil sie unter anderem den Arbeitskräfteeinsatz entscheidend minimiert.
Autor: nnz

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