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Mi, 16:42 Uhr
13.06.2012

Mentorinnen am Start

Mit einer Auftaktveranstaltung ist heute ein Pilotprojekt des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft (BWTW) in der Traditionsbrennerei gestartet: Im Programm „Botschafterinnen für Existenzgründung und Unternehmertum“ wollen 17 Mentorinnen 15 junge Frauen, die Mentees, für ein Jahr unter ihre Fittiche nehmen und sie beruflich voran­bringen...

Programm gestartet (Foto: J. Piper)
Programm gestartet (Foto: J. Piper)
Programm gestartet (Foto: J. Piper)
Die junge Generation solle vom Erfahrungswissen und den Kompetenzen der Mentorinnen profitieren, so Thomas Bähring, Regionalverantwortlicher Nordthüringen beim BWTW. „Ich freue mich, dass dieser Wissenstransfer stattfindet.“ Das Mentorinnenprogramm fördert das Thüringer Wirtschaftsministerium aus ESF-Mitteln. Mentoring versteht sich als dabei Austausch, bei dem man voreinander profitiere – denn nicht nur die Mentorinnen haben viel zu geben, auch sie können umgekehrt von den Mentees lernen.

„Dabei ist der Weg das Ziel. Das Programm soll junge Frauen befähigen, Führungspositionen zu übernehmen“, sagte Johanna Arenhövel, Beauftragte für die Chancengleichheit von Frau und Mann im Thüringer Sozialminis­terium. Dabei sei es wichtig, auch Frauen einzubeziehen, die Familie haben, denn im Familien­alltag erwerbe man wichtige Kompetenzen, die auch im Berufsleben nützlich seien, so Johanna Arenhövel.

Die Mentorinnen kommen aus ganz unterschiedlichen Branchen, beispielsweise von der Sparkasse, der Fachhochschule, den Stadtwerken oder sind selbstständig als Rechtsanwältin, Unternehmensberaterin oder Mediatorin. Einige von ihnen lernten heute ihre Mentees kennen, die zumeist an der Fachhochschule Nordhausen studieren, andere kannten sich schon vorab.

Dabei sind die Erwartungen der Mentees unterschiedlich: einige erhoffen sich Unterstützung in der konkreten Berufsfindung, andere wollen sich persönlich weiterentwickeln und wieder andere haben schon eine konkrete Gründungsidee und suchen Hilfe bei der Umsetzung. So zum Beispiel Damaris Flemming und Anne Helbig, die gerade Sozialmanagement studieren und eine Kita in Dresden eröffnen wollen.

Zwar hätten beide schon für die inhaltliche Arbeit gute Ideen, so Damaris Flemming, aber zu wenig Ahnung von BWL, den juristischen Feinheiten oder Fragen der Personal­betreuung. Für solche Fälle, wenn Mentees auf verschiedenen Gebieten Rat suchen, hat das BWTW Mentorenteams gebildet, um hier umfassend zu unterstützen. Auch Angelika Reiswich möchte sich selbstständig machen und zwar in der Bio-Lebensmittelbranche.

„Aus meinem Traum, mich selbstständig zu machen, ist schon ein Ziel geworden“, sagte die Studentin, die gerade an der FH Nordhausen ihren Master in Innovations- und Changemanagement macht. Ihre Mentorin Dr. Kareen Schlangen berät an der FH in Fragen der Existenzgründung und ist Lehrbeauftragte für Marketing. „Sie ist Feuer und Flamme für meine Idee und motiviert mich sehr“, freut sich Angelika Reiswich.

Zu ihren Zielen gehöre auch, so Dr. Kareen Schlangen, als Mutter auch die Work-Life-Balance im Mentorenprogramm einzuflechten und Unternehmensgründungen anzuregen, damit bei überregionalen Treffen nicht immer nur tolle Gründungsideen aus anderen Städten, sondern auch mal aus Nordhausen vorgestellt werden.

Doch der Schritt in die Selbstständigkeit ist nicht alleiniges Ziel des Mentorinnenprogramms. „Wir wollen junge Frauen ganz allgemein befähigen sich beruflich weiterzuentwickeln“, erläuterte Claudia Wengemuth-Schmidt vom BWTW. Die Mentorinnen, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernehmen, erhalten verschiedene Weiterbildungen, beispielsweise in Projekt- und Zeitmanage­ment oder Führungskompetenzen. Bei mehreren regionalen Netzwerktreffen soll zudem der Austausch zwischen den Mentorinnen intensiviert werden.

Für das nächste Jahr ist eine zweite Runde geplant, bei der wieder neue Mentorinnen und Mentees mitmachen werden. Wer in der zweiten Runde des Programms dabei sein möchte, meldet sich bitte beim BWTW, Telefon 03631/47590.
Autor: nnz

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