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Di, 20:43 Uhr
12.06.2012

Nicht viel Neues

Wie soll der Nordhäuser Raum um die Blasiikirche künftig aussehen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich? Welchen Idee sind umsetzbar. Und noch wichtiger: Welche sind realisierbar? Die Fragen sollten bei einem zweiten Stadtgespräch zu diesem Thema heute beantwortet werden...

Vorgetragen (Foto: nnz) Vorgetragen (Foto: nnz)

Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) blickte zu Beginn der Veranstaltung noch einmal in die Historie des Wettbewerbs, der seinen Beginn schon vor zwei Jahren hatte (siehe dazu auch im Archiv der nnz). Es sollte einer der zentralen Plätze dieser Stadt sein, die so schmerzlich ihre Mitte verloren hat und mit dieser verlorenen Mitte auch in Zukunft zurechtkommen muss.

Architektin Stötzer (Foto: nnz) Architektin Stötzer (Foto: nnz) Mit dieser Herausforderung musste auch Architektin Gisela Marta Stötzer zurechtkommen, die mit ihren Entwürfen den Wettbewerb gewonnen hatte und nun mit dem weniger zur Verfügung stehende Geld auskommen muss. Zurechtkommen muss das Freiburger Büro auch mit dem neu entwickelten und beschlossenen Verkehrskonzept in der Altstadt und der unendlichen Geschichte eines etwaigen Einkaufszentrums am Pferdemarkt. Das letztere sowie der Neubau der Kulturbibliothek hätten die Nachfolgeplanungen beeinflusst, so Frau Stötzer.

Nahezu Fakt ist, dass im Bereich Kranichstraße/Engelsburg ein Kreisverkehr installiert werden muss, dessen Mittelinsel durch große Gefährte überfahren werden kann. Entlang der Engelsburg wird es auf der östlichen Straßenseite viele Bäume geben. Geblieben ist die Blockbebauung südlich der Blasiikirche, die durch eine Baumbepflanzung ergänzt werden soll. Die Zufahrt zum Einkaufszentrum soll über den Pferdemarkt erfolgen, die Ausfahrt aus dem Parkhaus über die Wolfstraße und zum Teil auch wieder zurück zum Kornmarkt.

Der eigentliche Platz rund um die Kirche soll ebenerdig sein und mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Gepflastert werden könnte der Platz mit Granit, das in einem Puzzle verlegt werden könnte. Auch die Straßen sollen mit Pflaster versehen werden, so das ein optisch größerer Raum entsteht. Vorgestellt wurden darüber hinaus Ideen für die Beleuchtung des Bereiches sowie Modelle für Bänke und Fahrradständer. Punktuell angestrahlt werden die Kirche, die Bäume sowie ein Springbrunnen. Die Raumkanten sollen mittels LED-Lichtstelen ausgeprägt werden.

Eigentlich soll alles zusammen eröffnet werden: Die Kulturbibliothek, das Einkaufszentrum und der neue Blasiikirchplatz. Eigentlich. Der erste Bauabschnitt am Pferdemarkt soll im September 2013 fertig sein, der zweite Bauabschnitt im Jahr 2014 folgen. Ab 2015 soll der unmittelbare Platz rund um die Kirche „angegangen“ werden.

Gisela Hartmann wollte noch etwas zum Nordbereich des Platzes in Erfahrung bringen? Was passiert mit den Häusern nördlich der Kirche? Keine konkrete Antwort – weder von der Architektin noch von den Vertretern der Verwaltung. Doch Volker Frischbier wollte es konkreter wissen und gab zu bedenken, dass es noch keine Absprache mit den Eigentümern von Nachbargrundstücken gab.

Frischbier wollte auch noch wissen, wie sich das durch das Einkaufzentrum erhöhte Verkehrsaufkommen zu bewältigen lasse? Durch den Kreisverkehr und eine optimierte Rotphase am Kornmarktkreisel, so die Antwort, die auf viele Lacher traf. Vielmehr lasse sich nicht gestalten.

Dr. Klaus Zeh (CDU) mahnte eine andere Verkehrsführung in diesem Areal an, Zeit dafür sei vorhanden. Auch sollte über die geplanten Bushaltestellen nachgedacht werden, da es viele Menschen gebe, die schlecht zu Fuß unterwegs seien. Für ihn sei dieser Platz das künftige Aushängeschild der Rolandstadt.

Ein Bürger gab zu bedenken, dass grobe Granitsteine auf der Fahrbahn viel Lärm erzeugen, wie das bereits entlang der Engelsburg Realität sei. Frau Stötzer antwortete, dass die Steine im Werk gesägt und gestrahlt werden. In Tests sei ein guter Effekt erreicht worden, also wenig Lärm, sagte die Fachfrau.

Uta Triebel freute sich, dass das Zentrum Wirklichkeit wird und dass das Pflaster ihre Schuhe schone. Vor allem sollte man an die Rollator-Generation denken. Sie forderte zudem Überlegungen, wie der Pkw-Verkehr aus der Innenstadt rauskommt und nicht reinkommt und erst garnicht mehr wird. Zeit sei dazu vorhanden.

Von mehreren Bürgern wurde genau dieses Verkehrskonzept angezweifelt. Im Gegenteil – es werde das totale Chaos herrschen. Es fehle die Vision, der Mut, jetzt schon für die nächste Generation zu planen. Aber vielleicht solle das gesamte Verkehrskonzept noch einmal überdacht werden. Das sei jedoch der Job des Stadtrates und der Fachleute. Das zusammen sind aber diejenigen, die schon alles einmal vorbereitet und beschlossen hatten.

Und schlussendlich wollte Gisela Hartmann wissen, was am Pferdemarkt passiert? Es wird weitergehen, sagte Mario Manolow.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
NDHler
12.06.2012, 22:08 Uhr
Meines Wissens...
...wird am Pferdemarkt vorerst nicht weitergebaut bzw. mit dem Bau begonnen!
E20
18.06.2012, 15:38 Uhr
Hauptmieter
im UG ist abgesprungen, also passiert erstmal nichts mehr
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