Sa, 07:17 Uhr
09.06.2012
Historisches Bergwerk statt Hörsaal
Das Kupferschieferschaubergwerk Lange Wand in Ilfeld wählten die Geologiestudenten aus Halle zu ihrem Praktikum aus. Neun Geologiestudenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kamen mit ihrer Dozentin in das Bergwerk Lange Wand, um die Theorie in die Praxis umzusetzen...
Sie hatten die Aufgabe, ein bestimmtes Stück des Stoßes (Wand) zu untersuchen und zu dokumentieren. Die aufzunehmende Fläche wurde festgelegt und dann ging es an ein sehr genaues Vermessen der einzelnen Schichten, Punkte, Spalten, Kristallisations- und Mineralisationsstellen. Dieses mußte in einem genauen Maßstab aufgezeichnet, beschriftet und bezeichnet werden. Es mußte auch eine Profilskizze von dem vorgefundenen Gesteins- und Erzschichten angefertigt werden, welches bei der vorgefundenen Vielfalt keine leichte Arbeit war. So wurde fleißig gemessen, notiert und an den Schichten und Punkten wurden Markierungen mit Kreide angebracht. Alles wurde in die Skizzen eingetragen und mit Randnotizen versehen. Es war eine Freude, diesen emsigen jungen Leuten bei der Arbeit zuzusehen und zu erleben, wie eine gute Teamarbeit funktionieren kann. Die einzelnen Schichten wurden sehr genau betrachtet und begutachtet, um dann ordnungsgemäß eingeordnet zu werden. Auf dem Papier entstanden interessante Werke und Aufzeichnungen. Während dieser Arbeit herrschte ein reger Meinungs- und Informationsaustausch.
Zum Schluss dieser manuellen Arbeiten kam dann die moderne Technik zum Einsatz. Mit einer Röntgenpistole wurden die angezeichneten Messpunkte auf die vorhandenen Elemente untersucht. Dieses Gerät misst und speichert, die im Messpunkt enthaltenen elementaren Teilchen und zeigt dieses, in Prozenten an. Diese ganzen Daten wurden dann noch einmal verglichen, um eventuelle Fehler zu vermeiden. In einem Arbeitsprotokoll soll diese dann entsprechend dokumentiert.
Bei den Messungen mit der Röntgenpistole sah ich öfter erstaunte Gesichter über die Vielfalt und die angezeigten Prozente der Elemente im Display. Schon heute sind wir sehr gespannt auf das endgültige Ergebnis und das Untersuchungsprotokoll.
Wir möchten uns auf diesem Wege ganz herzlich bei den Studenten und ihrer Dozentin bedanken, dass sie gerade das Bergwerk Lange Wand für ihre Projektarbeit ausgesucht haben. Es bestehen seit Jahren gute Kontakte zu den Geologen der UNI Halle, welche uns bisher gut beraten und unterstützt haben. So wurden wir auf die Vielfältigkeit, die Einmaligkeit sowie auf die Besonderheiten der Langen Wand hingewiesen und aufmerksam gemacht.
Wer schaffen will, muss fröhlich sein. So gab es nach der Anreise erst einmal, ganz nach Bergmannsart, einen kurzen Anbiss und eine detaillierte Einweisung in die Aufgabe und das Verhalten im Bergwerk. Zu fortgesetzter Zeit wurde dann eine kurze Mittagspause abgehalten, bei welcher man weiter eifrig diskutierte.
Im Anschluss erfolgte die schon lang erwartete Führung durch das Bergwerk, wobei intensiv auf die damalige Leistung und Arbeit der Bergknappen eingegangen wurde. Hierbei durfte auch mal die Enge des Strebs und die dortige Bewegungsmöglichkeit getestet werden.
Die Studenten waren sichtbar begeistert und zufrieden über diesen so erfolgreichen Tag. Es war für die Studenten bestimmt nicht der letzte Besuch des historischen Bergwerks in Ilfeld. Dieses Bergwerk verbirgt viele Überraschungen und Geheimnisse, welche es zu erforschen gilt und Neugierde erweckt. Voller Freude und mit strahlenden Gesichtern traten die Studenten dann winkend ihre Heimreise in Richtung Halle an.
Manfred Kappler, Bergbau- u. Wanderführergruppe Ilfeld/Wiegersdorf
Autor: nnzSie hatten die Aufgabe, ein bestimmtes Stück des Stoßes (Wand) zu untersuchen und zu dokumentieren. Die aufzunehmende Fläche wurde festgelegt und dann ging es an ein sehr genaues Vermessen der einzelnen Schichten, Punkte, Spalten, Kristallisations- und Mineralisationsstellen. Dieses mußte in einem genauen Maßstab aufgezeichnet, beschriftet und bezeichnet werden. Es mußte auch eine Profilskizze von dem vorgefundenen Gesteins- und Erzschichten angefertigt werden, welches bei der vorgefundenen Vielfalt keine leichte Arbeit war. So wurde fleißig gemessen, notiert und an den Schichten und Punkten wurden Markierungen mit Kreide angebracht. Alles wurde in die Skizzen eingetragen und mit Randnotizen versehen. Es war eine Freude, diesen emsigen jungen Leuten bei der Arbeit zuzusehen und zu erleben, wie eine gute Teamarbeit funktionieren kann. Die einzelnen Schichten wurden sehr genau betrachtet und begutachtet, um dann ordnungsgemäß eingeordnet zu werden. Auf dem Papier entstanden interessante Werke und Aufzeichnungen. Während dieser Arbeit herrschte ein reger Meinungs- und Informationsaustausch.
Zum Schluss dieser manuellen Arbeiten kam dann die moderne Technik zum Einsatz. Mit einer Röntgenpistole wurden die angezeichneten Messpunkte auf die vorhandenen Elemente untersucht. Dieses Gerät misst und speichert, die im Messpunkt enthaltenen elementaren Teilchen und zeigt dieses, in Prozenten an. Diese ganzen Daten wurden dann noch einmal verglichen, um eventuelle Fehler zu vermeiden. In einem Arbeitsprotokoll soll diese dann entsprechend dokumentiert.
Bei den Messungen mit der Röntgenpistole sah ich öfter erstaunte Gesichter über die Vielfalt und die angezeigten Prozente der Elemente im Display. Schon heute sind wir sehr gespannt auf das endgültige Ergebnis und das Untersuchungsprotokoll.
Wir möchten uns auf diesem Wege ganz herzlich bei den Studenten und ihrer Dozentin bedanken, dass sie gerade das Bergwerk Lange Wand für ihre Projektarbeit ausgesucht haben. Es bestehen seit Jahren gute Kontakte zu den Geologen der UNI Halle, welche uns bisher gut beraten und unterstützt haben. So wurden wir auf die Vielfältigkeit, die Einmaligkeit sowie auf die Besonderheiten der Langen Wand hingewiesen und aufmerksam gemacht.
Wer schaffen will, muss fröhlich sein. So gab es nach der Anreise erst einmal, ganz nach Bergmannsart, einen kurzen Anbiss und eine detaillierte Einweisung in die Aufgabe und das Verhalten im Bergwerk. Zu fortgesetzter Zeit wurde dann eine kurze Mittagspause abgehalten, bei welcher man weiter eifrig diskutierte.
Im Anschluss erfolgte die schon lang erwartete Führung durch das Bergwerk, wobei intensiv auf die damalige Leistung und Arbeit der Bergknappen eingegangen wurde. Hierbei durfte auch mal die Enge des Strebs und die dortige Bewegungsmöglichkeit getestet werden.
Die Studenten waren sichtbar begeistert und zufrieden über diesen so erfolgreichen Tag. Es war für die Studenten bestimmt nicht der letzte Besuch des historischen Bergwerks in Ilfeld. Dieses Bergwerk verbirgt viele Überraschungen und Geheimnisse, welche es zu erforschen gilt und Neugierde erweckt. Voller Freude und mit strahlenden Gesichtern traten die Studenten dann winkend ihre Heimreise in Richtung Halle an.
Manfred Kappler, Bergbau- u. Wanderführergruppe Ilfeld/Wiegersdorf







