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Sa, 07:05 Uhr
09.06.2012

Der Beste kommt aus Bleicherode

In dieser Woche trafen sich Mitteldeutschlands beste Nachwuchschemiker zum Wettstreit in Merseburg. Nach einer Rekordbeteiligung von mehr als 1500 Schülern an den Vorrunden, entsendeten die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ihre jeweils 12 besten Chemie-Asse zum Finale an die Hochschule Merseburg...

Die Besten (Foto: privat) Die Besten (Foto: privat)
Henry Lindner (Mitte)

Dort mussten sie in einem Parcours aus schriftlichen und praktischen Prüfungen ihr Wissen, ihre Kreativität und ihre sozialen Kompetenzen unter Beweis stellen.
Am Mittwochen mussten mussten sich die Wettbewerber in einer vierstündigen theoretischen Klausur beweisen.

Aus welcher chemischen Verbindung besteht handelsüblicher Gips? Wie stellt man Bronze, Messing oder Stahl her? Und welcher Kabinendruck herrscht in einer Boing 747? - Das sind nur einige der Fragen, denen die Nachwuchschemiker nachgehen mussten. Obwohl die Aufgaben den Schülern alles abforderten, waren ihnen die Herausforderungen eine willkommene Abwechslung. Kommen doch gerade das Grübeln über Aufgaben und das tiefe Eintauchen in einen Sachverhalt im regulären Unterricht häufig zu kurz.

Nach der überraschend bunten Theorie stand zur Abwechslung Chemie im Großformat im Programm: Die Raffinerie TOTAL Mitteldeutschland und das E.ON-Kraftwerk Schkopau wurden besichtigt. Besonders begeisterten die Schüler die riesigen Tanks für Chemikalien aller Art.

Beim Laborpraktikum am Donnerstag ging es wieder zurück zur Chemie im kleinen Maßstab. Mit verschiedenen Analysemethoden mussten Salze in Wasserproben nachgewiesen werden. Viel Feingefühl war nötig, um am Ende aufwendiger Trennverfahren kleinste Spuren an Salzen sowohl in ihrer Art als auch ihrer Menge nachzuweisen. Die dafür benutzten Techniken würden zum Beispiel bei der Untersuchung von Wasserproben auf Umweltverschmutzung zur Anwendung kommen.

Zur Belohnung für all die Mühen wurde der Abend in einem Bowling-Center verbracht. Bei einem leckeren Buffet, Billard und dem Bowling konnten die Olympioniken endlich aufatmen. Mit den Kegeln fiel schließlich auch die letzte Anspannung. Hier fanden auch noch die zurückhaltendsten Schüler Anschluss und so manche Freundschaft wurde geschlossen.

Am Freitag fieberten die Schüler der heiß ersehnten Siegerehrung entgegen. Nach einem Vortrag von Professor Valentin Cepus über die überraschend faszinierende Chemie moderner Waschmittel und Tenside eröffnete Professor Kirbs, Rektor der Hochschule Merseburg, die Siegerehrung.

Die besten Händchen im Labor bewiesen das Team Pascal Fichtel (Erfurt), Nik-Angus Engwer (Leipzig), Lars Müller (Eisleben, alle 9. Klasse) und Alexandros Pechos (Magedburg), Paul Gneupel (Jena), Maximilian Keitel (Leipzig, alle 10. Klasse). Sie wurden als die besten Experimentatoren ausgezeichnet. Daneben zeigte Maximilian Keitel, dass bei ihm auch im Kopf die Chemie stimmt: er sicherte sich einen unbestrittenen ersten Platz. Gold erhielt der Thüringer Henry Lindner (Bleicherode), als bester Theoretiker unter den 9.-Klässlern. Damit bewiesen sich Henry und Maximilian als beste Nachwuchschemiker Mitteldeutschlands! Neben dem Rektor der Universität, gratulierte auch der Gründer des Wettbewerbs, Jan Rossa, den Gewinnern und überreichte nicht nur Siegerurkunden, sondern auch edle Fach- und Sachbücher.

Die bei der Siegerehrung anwesenden Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zeigten, dass der Austragungsort Merseburg für die Finalrunde von „Chemie – die stimmt!“ nicht zufällig gewählt ist. Hier im Herzen der mitteldeutschen, industriellen Chemielandschaft findet die Olympiade in unmittelbarer zu zweit der größten Sponsoren des Wettbewerbs statt: dem weltweit agierenden Chemieunternehmen Dow und der Total Raffinerie – die die Tankstellen ganz Mitteldeutschlands mit Kraftstoff versorgt. In Merseburg können die Nachwuchschemiker darum nicht nur wertvolle Kontakte untereinander sondern insbesondere auch mit den Vertretern der ortsansässigen Chemie knüpfen.

Auch nachdem die Schüler abgereist sind, bereitet sich „Chemie – die stimmt!“ bereits wieder auf das den Wettbewerb im nächsten Schuljahr vor. Der Einsendeschluss für die Arbeiten der Hausaufgabenrunde ist der 30. November. Die Fragestellungen der neuen Hausaufgabenrunde, sowie Aufgaben und Lösungen früherer Klausuren, können auf der Homepage des Wettbewerbs abgerufen werden. Auch vollständige Teilnehmer- und Siegerlisten sind einsehbar.www.Chemie-die-stimmt.de
Autor: nnz

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