Fr, 15:00 Uhr
08.06.2012
Blut muss fließen..."
Das Nordhäuser Bündnis gegen Rechtsextremismus und der Schrankenlos-Verein haben sich für das Jahr 2012 die intensive Auseinandersetzung mit Geschichtsrevisionismus und rechtsextremem Gedankengut auf die Fahnen geschrieben. Dazu gibt es in der kommenden Woche eine weitere Veranstaltung...
Plakat (Foto: privat)
Die Podiumsdiskussion am 2. April Zum Umgang mit der Bombardierung Nordhausens bildete den erfolgreichen Auftakt zu einer Reihe kultureller Veranstaltungen, die der Bevölkerung die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit extrem rechten Gedankengut und neonazistischen Strukturen in Ihrer Umgebung bieten sollen.
Auch in Nordthüringen gibt es eine überaus aktive rechtsextreme Szene. Getragen durch die NPD und freie Kameradschaften werden immer wieder große Rechtsrock-Konzerte veranstaltet, zuletzt beispielsweise am 5. Mai beim Thüringer Heimattag in Leinefelde. Dieses Phänomen soll nun im Blickpunkt der nächsten Veranstaltung stehen. Interessierte sind herzlich eingeladen, am 14. Juni 2012 den Dokumentarfilm Blut muss fließen. Undercover unter Nazis im Jugendclubhaus Nordhausen anzuschauen.
Männlichkeitskult, Härte, Gewaltverherrlichung und ein konspiratives Freizeitverhalten gehören seit jeher zur Neonaziszene. Nirgendwo findet man diese Aspekte so vereint wie in der rechtsradikalen Musikszene, in die aufgrund des massiven Bedrohungspotentials allerdings kaum ein Außenstehender gelangt.
Der Journalist Thomas Kuban schaffte es, unter Lebensgefahr über 50 Neonazikonzerte mit versteckter Kamera zu filmen und uns so den Einblick in eine extrem gefährliche Jugendszene zu ermöglichen. Ein Lied, das schließlich namensgebend für den Film werden sollte,
begegnet ihm auf seiner Konzerttournee immer wieder:Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik….
Seine Eindrücke bei den Konzerten, aber auch die Reaktionen der Behörden und Entscheidungsträger auf das erschütternde Filmmaterial hat der Regisseur Peter Ohlendorf in dem Dokumentarfilm Blut muss fließen zusammengefasst. Wir freuen uns, ihn zu den Filmvorführungen begrüßen zu können. Vor dem Film wird kurz in das Thema "Rechtsrock" eingeführt, im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Diskussion im Plenum.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kreisjugendring, EZRA, MoBiT, der Landeszentrale für
politische Bildung und der Friedrich-Ebert-Stiftung, gefördert durch das Bundesprogramm Toleranz fördern – Kompetenz stärken. Weitere Informationen unter: http://www.fes-thueringen.de/veranstaltungsprogramme/164654.pdf oder www.bgr-nordhausen.de
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.
Autor: nnz
Plakat (Foto: privat)
Die Podiumsdiskussion am 2. April Zum Umgang mit der Bombardierung Nordhausens bildete den erfolgreichen Auftakt zu einer Reihe kultureller Veranstaltungen, die der Bevölkerung die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit extrem rechten Gedankengut und neonazistischen Strukturen in Ihrer Umgebung bieten sollen. Auch in Nordthüringen gibt es eine überaus aktive rechtsextreme Szene. Getragen durch die NPD und freie Kameradschaften werden immer wieder große Rechtsrock-Konzerte veranstaltet, zuletzt beispielsweise am 5. Mai beim Thüringer Heimattag in Leinefelde. Dieses Phänomen soll nun im Blickpunkt der nächsten Veranstaltung stehen. Interessierte sind herzlich eingeladen, am 14. Juni 2012 den Dokumentarfilm Blut muss fließen. Undercover unter Nazis im Jugendclubhaus Nordhausen anzuschauen.
Männlichkeitskult, Härte, Gewaltverherrlichung und ein konspiratives Freizeitverhalten gehören seit jeher zur Neonaziszene. Nirgendwo findet man diese Aspekte so vereint wie in der rechtsradikalen Musikszene, in die aufgrund des massiven Bedrohungspotentials allerdings kaum ein Außenstehender gelangt.
Der Journalist Thomas Kuban schaffte es, unter Lebensgefahr über 50 Neonazikonzerte mit versteckter Kamera zu filmen und uns so den Einblick in eine extrem gefährliche Jugendszene zu ermöglichen. Ein Lied, das schließlich namensgebend für den Film werden sollte,
begegnet ihm auf seiner Konzerttournee immer wieder:Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik….
Seine Eindrücke bei den Konzerten, aber auch die Reaktionen der Behörden und Entscheidungsträger auf das erschütternde Filmmaterial hat der Regisseur Peter Ohlendorf in dem Dokumentarfilm Blut muss fließen zusammengefasst. Wir freuen uns, ihn zu den Filmvorführungen begrüßen zu können. Vor dem Film wird kurz in das Thema "Rechtsrock" eingeführt, im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Diskussion im Plenum.
- 14. Juni 2012
- Jugendclubhaus Nordhausen (Käthe-Kollwitz-Str. 10, Nordhausen)
- 1. Vorführung: 10.00 – 12.30 Uhr
- 2. Vorführung: 18.30 – 21.00 Uhr
- Der Eintritt ist frei.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kreisjugendring, EZRA, MoBiT, der Landeszentrale für
politische Bildung und der Friedrich-Ebert-Stiftung, gefördert durch das Bundesprogramm Toleranz fördern – Kompetenz stärken. Weitere Informationen unter: http://www.fes-thueringen.de/veranstaltungsprogramme/164654.pdf oder www.bgr-nordhausen.de
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

