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Fr, 13:22 Uhr
08.06.2012

Mehr KlarSicht

Der „Drunk-Buster“ erinnert an eine Skibrille. Wer den „Drunk-Buster“ aufsetzt, fühlt sich als hätte er 0,8 bis 1,5 Promille am Blut. Wie schwierig es damit ist, einer gestrichelten roten Linie zu folgen und dabei einen kleinen blauen Ball von einem Pylon zum nächsten zu tragen, erlebt Julia gerade...


Sie ist eine von rund 300 Schülern, die in den vergangenen zwei Tagen das Programm KlarSicht mitgemacht haben. Entwickelt hat diesen Mitmachparcours zu Tabak und Alkohol die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Wir sind auf die BZgA zugegangen, weil wir diesen Parcours auch hier bei uns anbieten wollten“, sagte Kathrin Wolff vom Gesundheitsamt des Landkreises Nordhausen.
Klare Sicht? (Foto: J. Piper)
Klare Sicht? (Foto: J. Piper)
Klare Sicht? (Foto: J. Piper)
„Die Suchtberatung der Diakonie macht sehr auch an Prävention in Schulen. Doch solche Aktionstage hebt die Thematik gerade durch die Zusammenarbeit mit so vielen Kooperationspartner, die dann wieder als Multiplikatoren wirken, auf eine neue Ebene.“ Und in der Tat: In Nordhausen haben neben den Mitarbeitern der BZgA und des Gesundheitsamtes Vertreter der Suchtberatung, der Kreisverkehrswacht, des Kreissportbundes, von Horizont e.V. sowie die Präventionsverant­wortlichen der Nordhäuser Polizei die Schüler bei KlarSicht betreut.

„Alle Kooperationspartner erhalten vorab eine Schulung. Damit verstärken wir die Nachhaltigkeit des Projekts und auch die Netzwerkarbeit in diesem Themenbereich vor Ort. Auch die Schüler lernen so die Beratungsangebote kennen, die es hier gibt und verlieren auch die Schwellenangst, wenn es darum geht, sich bei Problemen Hilfe zu suchen“, so Turgut Tollu von der BZgA. Seit 2004 bietet die Bundeszentrale KlarSicht jährlich in 52 Städten an, in Nordhausen gab es den Mitmachparcours zum ersten Mal.

Die Schüler, die zum Beispiel aus Regel- und Berufsschulen, Förderzentren oder vom Horizont-Projekt 2. Chance kommen, setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit den Folgen von Alkohol- und Tabakkonsum auseinander. So gestalten sie zum Beispiel ein Werbung für diese Produkte, auch um so zu erkennen, welche Bilder, welches Image den Kunden suggeriert wird. Dabei hören die Schüler nicht nur zu, sondern werden immer wieder aufgefordert, selbst aktiv zu werden. „Die Resonanz in Nordhausen auf unser Angebot ist wunderbar.

Viele Lehrer sind dabei und auch sehr viele Kooperationspartner“, zog Turgut Tollu ein positives Fazit. Versorgt mit ganz viel Informationsmaterial und neuen Ideen und Einblicken wird die Arbeit in den Schulen in Sachen Suchtprävention auch weitergehen.
Autor: nnz

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