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Do, 09:39 Uhr
07.06.2012

Getränkespaß aus dem Chemielabor?

Er ist meist knallig bunt, ist hipp und vor allem süß im Geschmack. Bubble Tea (Tee mit Blasen) - Ein Getränk wird zum Trend. Doch wie viel natürliche Zutaten stecken wirklich drin? Die Verbraucherzentrale Thüringen klärt auf...


Bubble-Tea, ein Getränk aus Taiwan, gewinnt auch in Deutschland an immer größerer Beliebtheit. Grundzutat ist ein stark süßer, gefärbter, aromatisierter Fruchtsirup. Aufgefüllt wird mit schwarzem oder grünem Tee, Milch, Kokosmilch oder Jogurt. Bubble-Tea kann warm getrunken werden, wird aber zumeist mit Eis gekühlt bevorzugt. Das Besondere der neuen Kreation ist die Zugabe von kleinen, gummiähnlichen Tapioka-Perlen, gewonnen aus der Stärke der Maniokwurzel.

Eine fruchtige Ersatzvariante sind die mit Saft gefüllten "popping bobas". Die farbenfrohen Perlen (Bubble) aus der Molekularküche in unzähligen Geschmacksrichtungen verdrängen immer mehr die eher neutral schmeckenden traditionellen Tapioka-Perlen. Und das aufgrund des Spaßfaktors: drückt man die Geleekugeln an den Gaumen, so zerplatzen sie und geben den gesüßten Fruchtnektar preis. Aufgesogen werden sie mit dicken Strohhalmen.

Doch wie viel Natur steckt wirklich drin im neuen Trendgetränk? Nach Recherche der Verbraucherzentrale Thüringen bestätigte sich, dass einige asiatische Hersteller Azofarbstoffe verwenden. Die intensiven Farben des Sirups und der Perlen deuten darauf hin. Das Problem dabei: seit 2010 gilt für Lebensmittel mit diesen synthetisch hergestellten Farbstoffen eine besondere Kennzeichnungspflicht. Auf den Verpackungen muss nun verpflichtend stehen :„Kann die Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“.

„Leider mangelt es an dieser Stelle an Transparenz für den Verbraucher. Denn in vielen Bubble-Tea-Shops gibt es nur ungenügende oder gar keine Angaben über die einzelnen Zutaten, Farbstoffe, Aromen, Konservierungsstoffe oder anderen Zusatzstoffe. Hier muss dringend nachgebessert werden“, bemängelt Vera Schrodi, Fachberaterin für Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen.

Auch über den Nährwert erfährt man auf Nachfrage oder auf Werbeschildern in den Tea-Shops nichts. Je nachdem, welche Zutaten gewählt werden, liegt nach Auffassung der Verbraucherzentrale Thüringen der geschätzte Brennwert zwischen 200 bis 500 kcal auf 500 ml Getränk, was bis zu ein Viertel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen ausmachen kann. Getrunken werden diese süßen Bubble-Teas aber besonders gerne von Kindern und Jugendlichen. Bei einen Preis ab 3 Euro kann das schon sehr verwundern.

Kleinkinder unter drei Jahren sollten auf keinen Fall die erdnussgroßen Stärkekügelchen aufsaugen, denn sie können sich daran verschlucken. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt davor, dass die Tapiokakugeln durch die Luftröhre in die Lunge gleiten und so zu einer Lungenentzündung oder sogar zum Lungenkollaps führen können.
Autor: nnz

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