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Sa, 15:22 Uhr
15.11.2003

Das Image einer Region

Nordhausen (nnz). In Nordhausen ist am Vormittag die 13. Südharz-Messe feierlich eröffnet worden. Und in diesem 13., dem verflixten Jahr, war es endlich möglich geworden, dass ein Thüringer Minister die Schau eröffnete. Nicht nur darauf war Ausstellungschef Jürgen Köhne stolz...


Reinholz Nach einem Jahr Unterbrechung ist die Südharz-Messe dorthin zurückgekehrt, wo sie in Nordhausen hingehört: Mitten in die Stadt, auf den August-Bebel-Platz. Nach Ansicht von Köhne sind derartige Messen unverzichtbar, denn letztlich würden sie nicht nur die Leistungen des Mittelstandes präsentieren, sondern auch diesen fördern. Mehrere Fachbereiche sind es in diesem Jahr, unter denen die Besucher wählen können. Die hatte sich heute auch Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) angesehen. Der „gebürtige und Wieder-Nordhäuser“ war in der Wendenstraße aufgewachsen und schlenderte auf seinem Weg zur Bertold-Brecht-Schule oftmals über den August-Bebel-Platz, dort, wo bis Sonntag 160 Aussteller in 12 Hallen auf das Publikum warten.

In seinem Grußwort ging der Minister auch auf die regionale Ausstrahlung dieser Messe im Dreiländereck „Thüringen-Niedersachsen-Sachsen-Anhalt“ ein. „Die Südharz-Messe bietet nicht nur die Gelegenheit zur Präsentation, sondern auch die Möglichkeit, um Geschäfte abzuschließen und neue Kontakte aufzubauen.“ Mit dem Blick auf die Branche der Automobilzulieferer warb Reinholz für das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue und gab sich zuversichtlich – „das werden wir hinkriegen!“

Rinke Noch intensiver widmete sich Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) der Goldenen Aue. Die Entwicklung des Gebietes sei kein Prestigeobjekt irgendeiner Person im Nordhäuser Rathaus, sondern ein Erfordernis der Zeit. Rinke erinnerte an die behutsame Planung und mahnte die Kritiker, dass nicht Eigennutz vor Allgemeinwohl stehen dürfe. Das künftige Industriegebiet sei ein Projekt der „Fairness und Solidarität“, vor allem für die Menschen, die nach Arbeit suchen würden.

Die Stadt Nordhausen habe bislang eine effektive Standortpolitik betrieben. Nach und nach seien die Altstandorte gefüllt worden. „Feuer-Powertrain“ und demnächst ein weiterer Automobil-Zulieferer im IFA-Industriepark seien Beispiele dafür. Doch jetzt heißt es: „Wir brauchen Platz!“ Wann immer in den Grußworten heute Vormittag das Industriegebiet zur Sprache kam, dann brandete Beifall bei den Gästen auf.

Nach Landrat Joachim Claus (CDU) sprach Dr. Bernhard Senft. Der Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft verwies auf die positive Entwicklung im Landkreis Nordhausen. Allein in diesem Jahr hätten sich 18 junge handwerkliche Unternehmen gegründet. Fast 20 Unternehmen der Baubranche hätten das Jahr 2003 erfolgreicher eingeschätzt als die beiden Jahre davor. Jetzt aber gelte es, den Wettbewerb außerhalb regionaler Grenzen anzunehmen. Das „Drei-Liter-Energiehaus“ des Nordthüringer Handwerks sei ein Beispiel dafür. „Ende 2004 werden wir in Nordthüringen ein Haus nach Wahl bauen, das nicht teuerer sein wird, als herkömmliche Häuser. Es wird jedoch mit nur einem Drittel der bisherigen Energiemenge auskommen“, so Senft (siehe hierzu auch nnz-Archiv).

Die 13. Südharz-Messe hat also seit einigen Stunden ihre Pforten geöffnet. Die nnz wird Ihren Lesern exklusiv demnächst einen „virtuellen Messe-Rundgang“ anbieten. Also: Seien Sie schön neugierig auf das, was Sie auf dem August-Bebel-Platz dann livehaftig erwartet.
Autor: nnz

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