So, 09:51 Uhr
27.05.2012
Sieg für internationalen Naturschutz
Vor einigen Monaten berichtete ich in der nnz über die Novellierung des brasilianischen Forstgesetzes, das eine gigantische Regenwaldfläche für landwirtschaftliche Zwecke freigeben sollte. Ein bewaldetes Gebiet von der Größe Österreichs und Italiens zusammen steht auf dem Spiel...
Nachdem die brasilianische Präsidentin Rouseff stets betont hatte, kein Gesetz zu unterschreiben, das die Regenwaldzerstörung forciert und eine Amnestie für illegale Rodungen ermöglicht, hat sie nunmehr ihren Worten mit einem Veto auch Taten folgen lassen.
Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt waren gegen das Gesetz sturmgelaufen. Zwei Millionen Unterschriften gegen die geplante Abholzung waren der Präsidentin übergeben worden. Nun muss neu verhandelt werden.
Doch wahrscheinlich stehen die Chancen gut, dass das Desaster endgültig vom Tisch ist. Zum einen, weil Brasilien in diesem Jahr eine internationale Konferenz zur Nachhaltigkeit ausrichtet und zweitens, weil das Land seine CO2-Reduktionsziele durch eine 80%ige Senkung des Holzeinschlags bis 2020 erreichen möchte.
Fakt aber ist, dass die Industrieländer der alten und neuen Welt Hauptverursacher der weltweit ungebremsten Regenwaldvernichtung sind: Die Stichworte hierzu lauten Biosprit, Palmöl, Edelhölzer, Big Mac und Sojaschrot für die Mästung unserer Nutztiere, vor allem aber Ignoranz und Unwissenheit.
Ändert sich unsere Wirtschafts- und Konsumweise, ja unsere gesamte Art zu leben nicht, wird auch das Veto von Präsidentin Rousseff das Ende der grünen Lungen des Planeten Erde höchstens verlangsamen - und damit unsere eigene Existenz geringfügig verlängern.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzNachdem die brasilianische Präsidentin Rouseff stets betont hatte, kein Gesetz zu unterschreiben, das die Regenwaldzerstörung forciert und eine Amnestie für illegale Rodungen ermöglicht, hat sie nunmehr ihren Worten mit einem Veto auch Taten folgen lassen.
Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt waren gegen das Gesetz sturmgelaufen. Zwei Millionen Unterschriften gegen die geplante Abholzung waren der Präsidentin übergeben worden. Nun muss neu verhandelt werden.
Doch wahrscheinlich stehen die Chancen gut, dass das Desaster endgültig vom Tisch ist. Zum einen, weil Brasilien in diesem Jahr eine internationale Konferenz zur Nachhaltigkeit ausrichtet und zweitens, weil das Land seine CO2-Reduktionsziele durch eine 80%ige Senkung des Holzeinschlags bis 2020 erreichen möchte.
Fakt aber ist, dass die Industrieländer der alten und neuen Welt Hauptverursacher der weltweit ungebremsten Regenwaldvernichtung sind: Die Stichworte hierzu lauten Biosprit, Palmöl, Edelhölzer, Big Mac und Sojaschrot für die Mästung unserer Nutztiere, vor allem aber Ignoranz und Unwissenheit.
Ändert sich unsere Wirtschafts- und Konsumweise, ja unsere gesamte Art zu leben nicht, wird auch das Veto von Präsidentin Rousseff das Ende der grünen Lungen des Planeten Erde höchstens verlangsamen - und damit unsere eigene Existenz geringfügig verlängern.
Bodo Schwarzberg

