Dem Tourismus geht es gut
Die meisten Urlauber kommen aus den belebten Großstädten der Bundesrepublik und sie alle sehnen sich nach Ruhe, Entspannung und vor nach der Natur, die in urbaneren Gebieten oft zu kurz kommt. Die Erholungssuchenden können hier Mountain- beziehungsweise E-Bikes und Wohnmobile bequem mieten oder die schöne Natur zu Fuß erkunden. Selbst vermeintlich grüne Städte wie Hamburg oder Hannover, in denen Parkanlagen und manchmal sogar kleine Wälder zu finden sind, können keinen wirklichen Ersatz für die wirkliche Natur bieten.
In Thüringen wäre zuvörderst der Nationalpark Hainich zu nennen, der am 31. Dezember 1997 gegründet wurde und in Thüringen bis dato auch der einzige Nationalpark ist. Auf etwa 7500 Hektar darf sich der deutsche Buchenwald frei entfalten. Klassische Wirtschaftswälder gibt es in Deutschland zuhauf, doch im Nationalpark Hainich soll wieder ein mitteleuropäischer Urwald entstehen, wie er noch vor einigen Hundert Jahren in ganz Deutschland zu finden war. Die Natur kann sich dort frei entfalten und entwickeln, ohne dass Flächen wirtschaftlich genutzt werden.
Schon heute ist der Nationalpark die mit Abstand größte nutzungsfreie Laubwaldfläche der Bundesrepublik Deutschland. Der Buchenwald soll als typischer Lebensraum Mitteleuropas wieder stärker geschützt werden und Truppenübungsplätze und andere Militäranlangen sollen den Laubbäumen weichen, damit auch die heimische Fauna in ihre ursprünglichen Gefilde zurückkehren kann. Eine ganz besondere Attraktion für alle Touristen ist der sogenannte Baumkronenpfad, der am 26. August 2005 feierlich eröffnet wurde. Er ist 546 Meter lang und verfügt über einen mit einer Wendeltreppe versehenen Aussichtsturm, der stattliche 44 Meter hoch ist. Auf diesem Baumkronen- ober Baumwipfelpfad wandelt man auf Holzplanken über ein geschlossenes grünes Blättermeer. Auch unsere Goldene Aue zieht die Besucher mit Attraktionen wie der Gipskarstlandschaft, dem Humboldtschen Schloss in Auleben und der umliegenden Natur förmlich an.

