Di, 07:23 Uhr
22.05.2012
Die Chance wahren
Am ersten Juni-Sonntag schlagen die Herzen der Volleyball-Fans in unserer Region wieder höher. In der Nordhäuser Wiedigsburghalle treffen die Nationalmannschaften von Deutschland und Ägypten aufeinander...
36 Jahre lang mussten Deutschlands Männer auf die Erfüllung des olympischen Traums warten und dafür arbeiten: 2008 gelang in einer dramatischen Olympia-Qualifikation mit Siegen über Taiwan, Kuba und Spanien der Sprung zum wichtigsten sportlichen Wettbewerb. Noch einmal soll es nicht so lange dauern, am besten gelingt bereits vier Jahre danach wieder der Sprung zu den Olympischen Spielen – die Voraussetzungen sind identisch mit denen vor vier Jahren.
Denn die DVV-Männer hatten bzw. haben abermals zwei Qualifikationschancen: Zunächst beim europäischen Qualifikationsturnier in Sofia/Bulgarien (8. bis 13. Mai), bei dem das deutsche Team nach nur einer gemeinsamen Trainingswoche sensationell auftrumpfte, sich im Finale dem Weltranglisten-3. Italien jedoch 2:3 geschlagen geben musste. Die zweie Chance bietet sich vom 8. bis 10. Juni aus, denn an diesen drei Tagen ist die deutsche Mannschaft Gastgeber eines finalen Olympia-Qualifikationsturniers. In der Max-Schmeling-Halle in Berlin wollen Björn Andrae & Co mit Hilfe der Zuschauer abermals das olympische Ticket lösen. Gegner sind dann Indien, Kuba und die Tschechische Republik – nur der Turniersieger ist in London mit von der Partie.
Flyer (Foto: SVC)
Dabei dient kurz vorher ein weiteres Highlight als echter Härtetest und optimale Vorbereitung für das Turnier in Berlin: Über Pfingsten (25. bis 27. Mai) treffen die DVV-Männer in der FRAPORT Arena in Frankfurt/Main im Rahmen der World League auf Argentinien, Bulgarien und Portugal. Das Turnier wird nach dem gleichen Modus wie die Olympia-Qualifikation in Berlin gespielt.
Eine der spannendsten Fragen wird sein, wie das deutsche Team den Wechsel auf der Trainerposition annimmt und umsetzt: Unter dem Argentinier Raúl Lozano (2009 bis 2011) lieferten die DVV-Männer einige starke Ergebnisse ab, bei der EM 2011 enttäuschte das Team jedoch. Große Probleme mit dem Trainerstab wurden deutlich, die Trennung war die Konsequenz. Der Neue heißt Vital Heynen und wird von zwei Co-Trainern, den ehemaligen Weltklasse-Mittelblockern Stefan Hübner und Ralph Bergmann unterstützt. Der ehemalige belgische Zuspieler will das Team stark in die Entscheidungen einbeziehen und vor allem Spaß vermitteln – das Turnier in Bulgarien zeigte, dass die Spieler dies gut annehmen und umsetzen.
Das Trainer-Trio setzt dabei auf das bekannte und bewährte Personal, einer Mischung aus Bundesliga-Akteuren und Spielern, die ihr Geld im Ausland verdienen: Die drei Russland-Profis Georg Grozer (Belgorod), Björn Andrae (Kemerovo) und Simon Tischer (Krasnodar) müssen ebenso Verantwortung übernehmen, wie die Italien-Legionäre Marcus Popp (Verona) und Robert Kromm (Berlin). Dazu kommt die jugendliche Unbekümmertheit von Akteuren wie Ferdinand Tille (Séte/FRA), Lukas Kampa (Belgorod) oder Denis Kaliberda (Generali Haching) – keine Frage: Erfahrung, Talent und spielerische Klasse sind vorhanden.
Nun ist es an dem Team, die vorhandene maximale Leistungsfähigkeit abzurufen, um ein phantastisches Volleyball-Jahr möglich zu machen. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen wäre – nach dem Scheitern der anderen Ballspielsportarten – wichtig für das gesamte deutsche Olympia-Team, aber natürlich auch für den deutschen Volleyballsport an sich.
3. Juni, 15.30 Uhr, Wiedigsburghalle, Nordhausen
Autor: nnz36 Jahre lang mussten Deutschlands Männer auf die Erfüllung des olympischen Traums warten und dafür arbeiten: 2008 gelang in einer dramatischen Olympia-Qualifikation mit Siegen über Taiwan, Kuba und Spanien der Sprung zum wichtigsten sportlichen Wettbewerb. Noch einmal soll es nicht so lange dauern, am besten gelingt bereits vier Jahre danach wieder der Sprung zu den Olympischen Spielen – die Voraussetzungen sind identisch mit denen vor vier Jahren.
Denn die DVV-Männer hatten bzw. haben abermals zwei Qualifikationschancen: Zunächst beim europäischen Qualifikationsturnier in Sofia/Bulgarien (8. bis 13. Mai), bei dem das deutsche Team nach nur einer gemeinsamen Trainingswoche sensationell auftrumpfte, sich im Finale dem Weltranglisten-3. Italien jedoch 2:3 geschlagen geben musste. Die zweie Chance bietet sich vom 8. bis 10. Juni aus, denn an diesen drei Tagen ist die deutsche Mannschaft Gastgeber eines finalen Olympia-Qualifikationsturniers. In der Max-Schmeling-Halle in Berlin wollen Björn Andrae & Co mit Hilfe der Zuschauer abermals das olympische Ticket lösen. Gegner sind dann Indien, Kuba und die Tschechische Republik – nur der Turniersieger ist in London mit von der Partie.
Flyer (Foto: SVC)
Dabei dient kurz vorher ein weiteres Highlight als echter Härtetest und optimale Vorbereitung für das Turnier in Berlin: Über Pfingsten (25. bis 27. Mai) treffen die DVV-Männer in der FRAPORT Arena in Frankfurt/Main im Rahmen der World League auf Argentinien, Bulgarien und Portugal. Das Turnier wird nach dem gleichen Modus wie die Olympia-Qualifikation in Berlin gespielt.Eine der spannendsten Fragen wird sein, wie das deutsche Team den Wechsel auf der Trainerposition annimmt und umsetzt: Unter dem Argentinier Raúl Lozano (2009 bis 2011) lieferten die DVV-Männer einige starke Ergebnisse ab, bei der EM 2011 enttäuschte das Team jedoch. Große Probleme mit dem Trainerstab wurden deutlich, die Trennung war die Konsequenz. Der Neue heißt Vital Heynen und wird von zwei Co-Trainern, den ehemaligen Weltklasse-Mittelblockern Stefan Hübner und Ralph Bergmann unterstützt. Der ehemalige belgische Zuspieler will das Team stark in die Entscheidungen einbeziehen und vor allem Spaß vermitteln – das Turnier in Bulgarien zeigte, dass die Spieler dies gut annehmen und umsetzen.
Das Trainer-Trio setzt dabei auf das bekannte und bewährte Personal, einer Mischung aus Bundesliga-Akteuren und Spielern, die ihr Geld im Ausland verdienen: Die drei Russland-Profis Georg Grozer (Belgorod), Björn Andrae (Kemerovo) und Simon Tischer (Krasnodar) müssen ebenso Verantwortung übernehmen, wie die Italien-Legionäre Marcus Popp (Verona) und Robert Kromm (Berlin). Dazu kommt die jugendliche Unbekümmertheit von Akteuren wie Ferdinand Tille (Séte/FRA), Lukas Kampa (Belgorod) oder Denis Kaliberda (Generali Haching) – keine Frage: Erfahrung, Talent und spielerische Klasse sind vorhanden.
Nun ist es an dem Team, die vorhandene maximale Leistungsfähigkeit abzurufen, um ein phantastisches Volleyball-Jahr möglich zu machen. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen wäre – nach dem Scheitern der anderen Ballspielsportarten – wichtig für das gesamte deutsche Olympia-Team, aber natürlich auch für den deutschen Volleyballsport an sich.
3. Juni, 15.30 Uhr, Wiedigsburghalle, Nordhausen



