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Mi, 14:17 Uhr
07.03.2001

Dagmar Becker: Keine neuen Ziele im SPD-Kreisverband

Nordhausen (nnz). Sie bezeichnet den Zustand der Volkspartei im Landkreis Nordhausen als gut. Dagmar Becker hat gelernt, mit Eigenschaftswörtern behutsamer umzugehen. Deshalb sollte man das "gut" auch mit Vorsicht genießen. Zwar habe sich die Zusammenarbeit zwischen der Kreis- und der Stadt-SPD in den zurückliegenden beiden Jahren "wesentlich" verbessert, doch gänzlich sind die gegenseitigen Spitzen und Attacken nicht ausgeblieben. Die Arbeit mit Matthias Jendricke und Winfried Theuerkauf sei auf jeden Fall erquicklicher als damals mit Ullrich Schardt, der mehr polarisiert habe, als es der politischen Arbeit zuträglich war.
Auf die Frage nach den Zielen in diesem Jahr muß Becker eine klare Antwort schuldig bleiben. Noch immer muß sich nämlich die SPD mit dem Ziel des Jahres 2000 beschäftigen. Und das hieß eindeutig: Etablierung eines hauptamtlichen Beigeordneten in der Kreisverwaltung. Eigentlich wollte die Partei aus den Fehlern des Jahres 1994 lernen, das allerdings sei nicht geglückt, gab Dagmar Becker gegenüber nnz zu. Mit Blick auf die kommende Bundestagswahl werde die SPD in diesem Jahr vor allem ihr Innenleben pflegen, was auch immer das heißen und bedeuten soll.
Im Hinblick auf die Beigeordnetenwahl wünscht sich Dagmar Becker, daß Jendricke auch weiterhin an seiner Kandidatur festhalten werde. Den Kreisverband habe er hinter sich. Doch so absolut sollte die Sozialdemokratin da nicht an dieses Thema herangehen. Größter Ortsverband im Landkreis ist der Nordhäuser, eigentlich die politische Heimat des Matthias Jendricke. Doch hier sieht Becker immer wieder Bestrebungen, dem aufstrebenden Mann die "Beine weg zu hauen". Letztlich müsse er sich jedoch selbst entscheiden, einen anderen konsensfähigen Kandidaten würde Becker allerdings auch nicht abwehren, auch einen Winfried Theuerkauf nicht.
Für die Zukunft wünscht sich Dagmar Becker eine offensivere Darstellung der Arbeit des Kreisverbandes, auch müßten die Fraktion und der Kreisverband enger zusammenrücken. Das wiederum sollte so schwer nicht sein, werden beide Gremien doch von ein und derselben Person angeführt: Dagmar Becker. Qualitativer Nachwuchs innerhalb der SPD ist bislang nicht in Sicht, obwohl der Mitgliederzuwachs seit mehreren Jahren doch "schleichend positiv" ist.
Autor: nnz

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